Rückkehrprogramm für exzellente Forscher

November 2013 Südwest Presse Online

Forscher nach Deutschland zurückholen will ein Programm der German Scholars Organization. Als erster wird Prof. Henning Bruhn-Fujimoto gefördert.

Hamburg, Tokio, Paris, Ulm: Prof. Henning Bruhn-Fujimotos aktuelle Station fällt aus der Reihe. Seit kurzem forscht der Mathematiker am Institut für Optimierung und Operations Research der Uni Ulm. Hinter dem Wechsel von der Seine an die Donau steckt das Wissenschaftler-Rückkehrprogramm der German Scholars Organization und der Carl-Zeiss-Stiftung. Dessen Ziel: Hiesige Universitäten sollen für exzellente deutsche Wissenschaftler, die im Ausland forschen, attraktiver werden.

Bruhn-Fujimoto ist der erste Forscher, der durch das Rückkehrprogramm gefördert wird. "An der Uni Ulm habe ich sehr gute Bedingungen vorgefunden", sagt der 37-Jährige. Dank einer komfortablen Mittelausstattung - 125 000 Euro für drei Jahre aus dem Rückkehrprogramm - könne er einen Postdoc einstellen. Die Universität finanziere zudem die Doktorandenstelle.

Bruhn-Fujimoto interessiert sich besonders für mathematische Probleme, die sich einfach darstellen lassen, aber schwer zu lösen sind. Zum Beispiel die Graphentheorie. "Stellen Sie sich vor, Sie wollen möglichst schnell von Ulm nach Paris mit dem Auto fahren", sagt der Wissenschaftler. "Es gibt viel zu viele Möglichkeiten, um sie alle auszuprobieren." Das Problem lasse sich erst durch so genannte Algorithmen der kombinatorischen Optimierung lösen.

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