Deutschland - für Rückkehrer

Januar 2014 Smart Investor

Clevere planen schon beim Auswandern die Rückkehr.

von Jürgen Büttner

Wer Deutschland verlässt, verspürt zumeist Aufbruchsstimmung. Der Traum von einem schönen neuen Leben in der Fremde beflügelt und die Aufgabe, den Wegzug zu regeln, hält einen auf Trab. Nur wenige denken bei dieser Gefühlslage daran, was im Falle einer späteren Rückkehr zu beachten ist. Menschlich ist das zu verstehen,besonders bei Kandidaten, die ihr Heimatland teilweise aus Frust verlassen, denn sie gehen von einem Abschnitt auf ewig aus.

Doch die Erfahrung lehrt etwas anderes: Fast vier Fünftel kommen laut Statistik früher oder später wieder zurück. Unabhängig davon waren in den vergangenen Jahren tendenziell sinkende Auswanderer- und steigende Rückkehrerzahlen zu registrieren. Das zeigen auch Daten der Auswanderer-Beratungsstellen. So hat sich die Beratungszeit für Rückkehrer bei den kirchlich organisierten Raphaelswerken seit 2010 ungefähr verdreifacht.

Geschuldet ist das nicht zuletzt den schwierigen Verhältnissen auf den Arbeitsmärkten in typischen Auswanderer-Destinationen wie den südeuropäischen Ländern oder den USA. Doch auch ohne eine schwache Konjunktur bringen Faktoren wie familiäre Umstände, Krankheiten, kulturelle und sprachliche Hürden oder einfach nur Heimweh viele ehemalige Wegzügler wieder zurück nach Deutschland.

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