Schöne neue Arbeitswelt

März 2018 Stiftungswelt, Bundesverband deutscher Stiftungen

Schöne neue Arbeitswelt

Digitalisierung, Flexibilisierung, New Work: Die Art, wie wir arbeiten, wandelt sich rasant. Wir haben vier Führungspersönlichkeiten gefragt, worin sie die größte Herausforderung für das Stiftungswesen und für ihre eigene Organisation sehen – und wie sie darauf reagieren.

 

Zwischen Innovationsanspruch und Vereinsstrukturen 

von Anne Schreiter 

Kleine gemeinnützige Organisationen arbeiten in der Regel mit limitierten Ressourcen, auch im HR-Bereich. Zeitlich abgesteckte Projektarbeit ermöglicht zudem keine unbefristeten Verträge. Gleichzeitig sind Organisationen wie die German Scholars Organization auf hochqualifiziertes und engagiertes Personal angewiesen. Wir sind im Alltag mit mittelfristiger Unsicherheit, einem anhaltenden Innovationsanspruch, Vielseitigkeit und Schnelligkeit auf der einen und Vereins- und Infrastrukturen, die damit nicht immer Schritt halten können, auf der anderen Seite konfrontiert.

Vor- und Nachteile gehen dabei Hand in Hand – weniger Sicherheit schlägt sich zum Beispiel in größeren Freiräumen und mehr Flexibilität nieder. Wir gehen mit dieser Janusköpfigkeit offensiv um und versuchen, eine attraktive Arbeitsumgebung zu schaffen, die sich im Konzept von „New Work“ wiederfinden lässt. Nun haben wir weder einen Kickertisch noch arbeiten wir holokratisch.

Doch darum geht es im Kern auch nicht. Für uns bedeutet gute Arbeit, unter den gegebenen Bedingungen gemeinsam und auf Augenhöhe die Mission der Organisation bestmöglich umzusetzen und voranzutreiben. Das heißt zum Beispiel, dass jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter bewusst ist, warum sie bzw. er das tut, was zu tun ist, und dabei die Freiheit hat, eigene Interessen und Stärken zu verfolgen. Wir ermöglichen flexible Arbeitszeitmodelle – es gilt, dass wir uns abstimmen müssen, ansonsten ist alles erlaubt. Unsere Gehälter sind transparent. Viel Freiheit erfordert es, offen zu kommunizieren und über den eigenen Arbeitsbereich hinaus mitzudenken. Potenziale sehen wir in guten und userfreundlichen Softwarelösungen für kleinere Organisationen. 

  

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