GSO Newsletter September 2004


Trends und Entwicklungen im Forschungs- und Hochschulwesen
 

GSO Intern - Veranstaltungen, Jobbörse
 


Karriere und Förderung
 



Trends und Entwicklungen im Forschungs- und Hochschulwesen:

Onward toward a European Research Council

The last month has seen small but important developments toward the creation of a European Research Council (ERC), the institutional body held necessary for the creation of a larger European Research Area. On 8 July the heads of Europe’s research organizations, known as the European Union Research Organizations Heads of Research Councils (EUROHORCs), agreed under the leadership of Professor Ernst-Ludwig Winnacker, President of the
Deutsche Forschungsgemeinschaft
, on the key principles for the foundation of such a council. On 6 August a larger collection of European scientific organizations endorsed the creation of an ERC in a letter published in Science magazine and sponsored by the Initiative for Science in Europe (ISE). The ISE includes the Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.
(See the letter published in Science magazine:
http://www.initiative-science-europe.org/forms_maps/Science.pdf ).

These developments come on the heels of now quite good prospects for the funding of basic research by an organization outside the European Commission. The ERC is intended to help secure Europe’s competitive global position in science and research by supporting necessary basic – not just targeted – research, instituting high standards of quality as the basis for research funding, and coordinating fragmented research efforts. (For main elements of the ERC concept, see Report Summary from the European Research Council Expert Group:
 http://www.ercexpertgroup.org/documents/summary_document.pdf).

Among political actors, the need for a coordinated effort is largely recognized, so Winnacker. Still awaited is action by the Council of Ministers, which is expected in November to issue a detailed resolution to better define the agency. Shortly before then, at the end of next month, the Initiative for Science in Europe is to organize a Conference on the European Research Council, hosted by UNESCO in its headquarters in Paris, France. The conference is intended to help politicians define a roadmap for the establishment of the ERC, notably to update current views of the negotiating parties and to confront the practical application of the principles. (To follow future conference developments, see Initiative for Science in Europe:
http://www.initiative-science-europe.org/ISE_conference.html).

The ERC remains of course in nascent phases of development with yet many obstacles to surmount. Nonetheless, that the current initiative is led under the collective support of research organizations independently of the European Commission shows promise of future development. Further development of the initiative is favored moreover by a general resonance the ‘Brain Drain’ discussion increasingly finds at the European level, as evidenced by a recent report produced by the Commission that fears by 2010 an EU loss of 700,000 scientists and engineers. See report in the Tagesspiegel: http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/22.08.2004/1315460.asp
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EuroScience Open Forum 2004 – Gegenstück zur AAAS

Ende August fand die erste Tagung des EuroScience Open Forum (ESOF) statt, die sich als Gegenstück zur amerikanischen AAAS versteht. Grundgedanke der ESOF ist die Hervorhebung und Förderung von Wissenschaft, Technologie und Innovation in Europa. Über 1800 Teilnehmer, darunter 400 Wissenschaftler und 300 Journalisten, nahmen an diesem fachübergreifenden Treffen teil, bei dem vor allem die Notwendigkeit einer stärkeren finanziellen Unterstützung der Forschung und Wissenschaft in Europa im Vordergrund stand.
Das nächste EuroScience Open Forum findet 2006 in München statt.

Mehr Informationen hierzu finden Sie unter: http://www.esof2004.org
Ebenso zu dieser Veranstaltung ein Artikel in Zeit.de: http://www.zeit.de/
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Brain Gain – Scientific experts launch new initiative

After a Round Table Discussion in Berlin on 11 August, a new ‘Brain Gain’ Initiative was launched under the larger ‘Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft: Chancen für Alle’, in cooperation with the Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung on 16 August. Signed by scientific experts, Vorsitzender des Wissenschaftsrates Prof. Dr. Einhäupl, Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften Prof. Dr. Gottschalk, Mitglied des Präsidiums des Deutschen Hochschulverbandes Prof. Dr. Hey, Vizepräsident des DAAD Huber, among others, the initiative calls in its thesis paper for: greater autonomy and competition among universities; freedom in the selection of professors and students; less subsidization of education and research, and the introduction of an attractive, performance-oriented employment and research environment supportive of internationally competitive scientists and their families.

Reduced subsidization of education and research could allow, so the experts, general reorganization of spending in order to increase expenditures dedicated to research and development. The intention is to raise national expenditure dedicated to research and development from the current 1.8% of GDP to the target of 3.5%, a competitive level of investment closer to – and higher than – that of the United States and Japan. The suggested target parallels the aims of the European Research Area project. Studiengebühren could be dedicated to funding the creation of attractive, competitive positions for the retention of top scientists and researchers. (For Diskussionspapier and suggested reforms of the initiative, see: http://www.chancenfueralle.de).
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Studiengebühren – mehr Geld für Forschung und Lehre?

Vor dem Hintergrund des im Mai 2003 von den CDU/CSU-regierten Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt beim Bundesverfassungsgericht eingereichten Normenkontrollantrags gegen die sechste Novelle des Hochschulrahmengesetzes und das darin festgeschriebene Verbot allgemeiner Studienbeiträge wird in einigen dieser Länder verstärkt die Einführung allgemeiner Studiengebühren erwogen. Dies gilt namentlich für das Land Bayern, das den Hochschulen auf diesem Wege eine weitere, eigenständige Finanzquelle erschließen möchte (Diskussionsthesen des Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst unter
http://www.stmwfk.bayern.de/downloads/akt_studienbeitraege.pdf).

Einen von dem Verbot allgemeiner Studienbeiträge unabhängigen Weg beschreitet demgegenüber das an dem Normenkontrollverfahren nicht beteiligte, aber ebenso CDU-regierte Land Hessen: Am 25. Juni 2004 genehmigte die Landesregierung den Entwurf eines neuen Hochschulgesetzes, das u.a. die Einführung kostenpflichtiger „Premium-Studiengänge“ vorsieht. Dabei wird den Universitäten die Möglichkeit zur Einrichtung qualitativ hochwertiger, kostenpflichtiger Graduiertenstudiengänge mit intensiver Betreuung und zügiger Abschlussmöglichkeit eingeräumt. Der Gesetzentwurf nebst Begründung und Pressemitteilung ist abrufbar unter
 http://www.hmwk.hessen.de/recht/gesetzesentwuerfe.html .

Währenddessen kündigte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn am 07. August 2004 an, in den nächsten Monaten ein eigenes Modell einer einheitlichen sozialdemokratischen Studienfinanzierung entwickeln zu wollen. Neben Langzeitstudenten sollen dabei dem Vernehmen nach auch Studierende aus Nicht-EU-Ländern zur Leistung von Studienbeiträgen verpflichtet werden (Bericht in der Financial Times Deutschland v. 07. August 2004 unter
 http://www.ftd.de/pw/de/1091856603582.html?nv=cpm ).
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Hochschulreform in Hessen: Weitgehende Autonomie der TU Darmstadt

Im Zuge einer allgemeinen Hochschulreform, mit der die Stärkung der Autonomie und Leistungsfähigkeit der hessischen Hochschulen insgesamt verfolgt wird, brachte die Hessische Landesregierung am 17. Juni 2004 den Entwurf eines Gesetzes zur „Organisatorischen Fortentwicklung der Technischen Universität Darmstadt“ in den Hessischen Landtag ein.
Gegenstand dieser modellhaften Erprobung der Unabhängigkeit einer Hochschule ist die weitgehende Übertragung von Entscheidungsbefugnissen. Die staatliche Kontrolle wird im Rahmen einer zwischen TU und Wissenschaftsministerium abzuschließenden Zielvereinbarung erfolgen. Kernpunkt der neuen Autonomie ist insbesondere die Zuständigkeit für Personalangelegenheiten, vor allem das Recht, künftig über die Berufung von Professorinnen und Professoren selbst zu entscheiden. Eine Ernennung der neu berufenen Lehrkräfte zu Beamten ist nicht mehr vorgesehen; ihre Gehälter können weitgehend frei verhandelt werden. Darüber hinaus erhält die TU die genehmigungsvorbehaltslose Befugnis zur Gründung von und zur Beteiligung an Unternehmen, auch wenn dafür Haushaltsmittel des Landes verwendet werden.
Der Gesetzentwurf nebst Begründung sowie eine Presserklärung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst vom 17. Juni 2004 sind abrufbar unter
 http://www.hmwk.hessen.de/recht/gesetzesentwuerfe.html.
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Studie von CHE und Junger Akademie:
Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren zufrieden


Ausweislich einer am 02. September 2004 vom Gütersloher Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) und der Jungen Akademie veröffentlichten Studie über die Lage der Juniorprofessur aus der Sicht der aktuellen Stelleninhaber zeigen sich 91 Prozent der Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrer gegenwärtigen Situation. Zugleich sieht die Studie vielfältigen Verbesserungsbedarf und unterbreitet Vorschläge insbesondere zu Themen wie Tenure Track, Evaluationsrisiken, Hochschuldidaktik und Mittelvergabe. Bundesbildungsministerin Bulmahn begrüßte die positive Beurteilung der Juniorprofessur (Pressemitteilung vom 02. September 2004, http://www.bmbf.de/press/1239.php). Nähere Informationen.
(Volltext der Studie, Pressemitteilung, Bericht in DIE ZEIT. http://www.che.de/news.php?id=233)
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GSO Intern - Veranstaltungen, Jobbörse

"German Alumni Meeting" des DAAD an der UCLA – GSO Scholars herzlich willkommen

Prof. Dr. Eckhard Schröter (DAAD-Repräsentant an der US-Westküste und GSO-Vizepräsident) und Todd Bradley (GSO Mitarbeiter, San Francisco) werden am Mittwoch, dem 15. September auf dem UCLA-Campus in Zusammenarbeit mit der Graduate-Division der UCLA einen Empfang für "German Alumni" und interessierte UCLA-Studenten und Wissenschaftler organisieren. Alle Freunde und Mitglieder der GSO sind natürlich herzlich dazu eingeladen. Mit dem Empfang wollen wir Ihnen die Gelegenheit zu einem informellen Austausch untereinander bieten und auch den Grundstein für weitere Treffen in dieser Runde legen. Natürlich sind uns auch Ihre Anregungen und Vorschläge für die weitere Kontaktarbeit in der Los Angeles-Region herzlich willkommen. Für Speis' und Trank ist selbstverständlich gesorgt. Wir freuen uns schon jetzt darauf, Sie in Los Angeles kennenzulernen!

Die Veranstaltung findet von 16 bis 18 Uhr im Charles E. Young Salon der Kerckhoff Halls auf dem UCLA-Campus statt.
(Den Campusplan finden Sie unter: http://www.ucla.edu/map/pdfs/map_nov03.pdf).
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Aktuell in der GSO Jobbörse – Leibniz Institut und das Zentrum für Europäische
Wirtschaftsforschung GmbH, ZEW

Wir möchten Sie auf zwei neue Stellenangebote aufmerksam machen, die im September in der Jobbörse veröffentlicht wurden:

Im Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden e.V. (IFW) ist die Stelle des Direktors des Instituts für Festkörperanalytik und Strukturforschung neu zu besetzen, verbunden mit einer Professur (W3) für Werkstoffsynthese und Analytik.
http://www.gsonet.org/ger/engine.htm

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, ZEW, in Mannheim und die Universität Mannheim suchen eine/n Dipl.-Volkswirt/in, zur Mitarbeit an einem Forschungsprojekt zur ökonomischen Analyse der strategischen Nutzung von Patenten im Innovationswettbewerb.
http://www.gsonet.org/ger/engine.htm

Die Jobbörse bietet Ihnen kostenlosen Zugang zu beruflichen Perspektiven im Wissenschaftsbereich in Deutschland. Hier finden Sie ständig aktuelle Stellenangebote in der Industrie, in Universitäten sowie nicht-universitären Forschungseinrichtungen in Deutschland. Daneben haben Sie die Möglichkeit, Ihren Lebenslauf (auch anonym) in die Jobbörse einzustellen und ihn potentiellen Arbeitgebern zugänglich zu machen. Auch wenn Sie zur Zeit nicht konkret nach einer Neuanstellung suchen, ist dies eine ausgezeichnete Gelegenheit zur Kontaktaufnahme und zum Testen Ihres Marktwertes. Die Jobbörse finden Sie auf unserer Webseite http://www.gsonet.org .
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Karriere und Förderung

„art, science & business fellowship“ an der Akademie Schloss Solitude

Die Akademie Schloss Solitude ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts, die mit ihrem internationalen Stipendienprogramm junge Künstler fördert.
Seit 2002 bietet die Akademie Nachwuchswissenschaftlern in dem Programm „art, science & business“ Aufenthaltsstipendien an und unterstützt bei Projekten, Publikationsvorhaben, Forschungsprojekten (auch in kleineren Forschungsteams), sowie bei der Organisation und Durchführung von Tagungen/Symposien vor Ort.

Nährere Informationen finden Sie unter dem folgenden link:
http://www.akademie-solitude.de/
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Deutscher Technologiedienst – Netzwerk, Technologievermarktung, Kooperationen

Die Deutsche Technologiedienst (dtd) GmbH ist entstanden aus einer ehemaligen Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und hat ein personalisiertes Kontaktnetzwerk in sämtlichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen Deutschlands aufgebaut, mit dessen Hilfe der sogenannte „Wissens- und Technologietransfer“ in Deutschland schneller und effektiver gestaltet werden soll. Mittels eines E-Mail-Verteilers werden zu jeweils einer wissenschaftlichen Fragestellung aus der Industrie ausgewählte Partner des Netzwerkes angeschrieben und um Hilfe gebeten.
Der dtd agiert insoweit als Brücke zwischen der Technologienachfrage der Industrie und den neuesten Entwicklungen und Trends aus den verschiedenen Forschungsbereichen. Daneben unterstützt der dtd Wissenschaftler bei der Suche nach Kooperationspartnern in den Hochschulen oder der Industrie, sowie bei der Patentierung und Vermarktung von Technologien. Der Service ist für Wissenschaftler im Netzwerk vollkommen kostenfrei.
Für genaue Informationen klicken Sie bitte auf den folgenden link
http://www.gsonet.org/ger/docs/Zusammenfassung_dtd.pdf
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Bayerisch Kalifornisches Hochschulzentrum - Projektförderung und Summerschool

Das Bayerisch Kalifornische Hochschulzentrum (BaCaTeC) hat eine Projektförderung ausgeschrieben für die Zusammenarbeit zwischen bayerischen und kalifornischen Forschungseinrichtungen in den High-Tech-Bereichen Life Sciences, Informations- und Kommunikationstechnologie, neue Werkstoffe, Umwelttechnik und Mechatronik. Die Ausschreibung sowie das Antragsformular finden Sie unter dem folgenden link: http://www.bacatec.de/2004-09_Ba_Proj_d.pdf

Desweiteren finanziert die BaCaTeC die Ausrichtung einer Summerschool für Studierende und Doktoranden im Sommer 2005.
Ausschreibung und Antragsformular sind über den folgenden link erhältlich:
http://www.bacatec.de/2004-09_Ba_Sum_d.pdf
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Second Call for European Young Investigator (EURYI) Award Applications

The European Union Research Organisations Heads of Research Councils (EUROHORCs) announce the second call for proposals for the European Young Investigator (EURYI) Award. Awards are open to researchers of any age from all scientific disciplines, and applicants should have between two and ten years of postdoctoral research experience. Each award includes the salary of the award holder and funding for an independent junior research group of the awardee’s design at a recognized European research institution, including two or three staff positions for doctoral students or postdoctoral students. Also included is funding for consumables, travel expenses, etc. Duration of the award is five years. For details on eligibility criteria and application procedures, see the DFG’s website at
http://www.dfg.de/en/international/young_researchers/euryi_award/index.html.
Applications may be submitted until 30 November 2004.
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