GSO Newsletter Oktober 2004


GSO-Intern: Veranstaltungen und Jobbörse

  • Treffen deutscher Nachwuchswissenschaftler in Boston
  • Veranstaltungen 2005: Berkeley, Chicago und San Diego
  • Launch der neuen Webseite – Mehr Stellenangebote für Geisteswissenschaftler
  • Oktober-Stammtische in Los Angeles und La Jolla, Berkeley und San Francisco


    Karriere und Förderung
  • Aus den USA in die industrielle Forschung nach Deutschland –
        Erfahrungsbericht eines Wissenschaftlers
  • Marie Curie Programm – Eine attraktive Rückkehroption nach Europa
  • Aktuelle Fördermöglichkeiten
  • EuroScience Industrial Survey


    Trends und Entwicklungen im Forschungs- und Hochschulwesen
  • Juniorprofessur: Reaktionen auf das Bundesverfassungsgerichtsurteil
  • Alt gegen Jung: Nordrhein-Westfalen hebt Pensionsgrenzen
        für Hochschullehrer an
  • Brain Drain und Brain Gain an deutschen Hochschulen – Tagungsthema am 1.    
        November in Berlin
  • Kultusministerkonferenz: Niedersachsen kündigt Abkommen


    Der Arbeitsmarkt in Deutschland – Aktuelles aus der Presse
  • DaimlerChrysler schafft 4.000 Arbeitsplätze
  • IT- und Telekombranche zurück auf Wachstumskurs
  • Verein soll Berlin zur führenden Gesundheitsstadt machen
  • Clement: Wende am Arbeitsmarkt kommt bald
  • 4.000 neue Arbeitsplätze in der Kunststoffindustrie
  • BMW – Autobauer will in Deutschland Hunderte neue Jobs schaffen


    Under the Radar
  • Münchens Uni-Fusion – Vorreiter für Berlin?



    GSO-Intern: Veranstaltungen und Jobbörse

    Treffen Deutscher Nachwuchswissenschaftler in Boston
    Am 17. und 18. September fand ein gemeinsam von der GSO, dem Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgerichtetes Treffen deutscher Nachwuchswissenschaftler in Boston statt. An dieser Tagung mit dem Thema „Hochschul- und Wissenschaftspolitik in Deutschland und Europa: Perspektiven und Herausforderungen“, nahmen rund 200 deutsche Nachwuchswissenschaftler teil, die zur Zeit an der Ostküste der USA und Kanada wissenschaftlich tätig sind. Gäste und Sprecher von Forschungseinrichtungen, Förderorganisationen, Universitäten und der Industrie debattierten im Rahmen von Vorträgen, Gesprächsrunden und Podiumsdiskussionen mit den Wissenschaftlern über die Zukunft der Wissenschaft in Deutschland und im transatlantischen Vergleich.
    Parallel zu der Veranstaltung konnten sich die Teilnehmer im Rahmen der „Jobfair“ über berufliche Perspektiven in Deutschland informieren. Neben aktuellen Stellenangeboten boten die teilnehmenden Unternehmen ferner Möglichkeiten der Kooperation bei Forschungsprojekten auf.

    Dank der Bereitstellung von Fördergeldern durch die Volkswagen Stiftung konnte die GSO Nachwuchswissenschaftlern, die nicht Stipendiaten einer der drei Förderorganisationen (DAAD, DFG AvH) sind, die Teilnahme an der Veranstaltung ermöglichen.
    Genauere Informationen, Fotos und das Programm der Veranstaltung finden Sie unter <http://www.gsonet.com/de/events/SM04Boston/index.htm>.


    Veranstaltungen 2005: Berkeley, Chicago und San Diego
    Entsprechend der Tagung in Boston für die Ostküste wird das nächste Jahresreffen, welches wir wieder gemeinsam mit DAAD, DFG und AvH veranstalten, am 9. und 10. September 2005 in San Diego stattfinden. Die GSO wird hierzu registrierte Scholars einladen, die zu der Zeit an der Westküste der USA und Kanada tätig sind.

    Daneben wird es, wie schon in diesem Jahr, ein Regionaltreffen in der Bay Area im April 2005 geben sowie ein weiteres Regionaltreffen in Chicago im Juni 2005. Alle GSO registrierten Scholars in diesen Regionen werden hierzu eine Einladung erhalten. Bei beiden Veranstaltungen werden neben dem Hauptprogramm zum ersten Mal Reintegrations-Workshops durchgeführt. Ziel dieser „Fit for Germany“-Workshops ist es, den Teilnehmern einen Überblick über Karriereoptionen in Deutschland in den Hochschulen, der Industrie sowie den außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu verschaffen. Neben Informationen über die aktuelle Arbeitsmarkentwicklung werden Tipps für den Bewerbungsprozess in Deutschland sowie andere wichtige Hinweise rund um die Fortführung einer wissenschaftlichen Karriere in Deutschland vermittelt.

    Eine Einladung zu den „Fit for Germany“-Workshops werden alle GSO-Scholars erhalten, die zu diesem Zeitpunkt ihren CV in die Jobbörse eingestellt haben.


    Launch der neuen Webseite –
    Mehr Stellenangebote für Geisteswissenschaftler

    Am 1. Oktober haben wir unsere neue Webseite gestartet. Neben der Überarbeitung des Layout haben wir vor allem den Zugriff auf die Inhalte verbessert. Sie finden jetzt noch einfacher aktuelle Informationen zu Entwicklungen im Wissenschafts- und Hochschulbereich sowie Veranstaltungen der GSO, wie z.B. unsere Jahrestreffen und Stammtische in Ihrer Region. Außerdem können Sie bereits auf der Startseite aktuelle Stellenangebote unserer Jobbörse einsehen. Vermehrt sind hier nun auch Stellen für Geisteswissenschaftler eingestellt, sowohl in der Industrie als auch an Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.
    <http://www.gsonet.org/jobs/>

    Für Wissenschaftler in der Bay Area haben wir im „Wissenschaftsforum“ ein eigenes <Forum> zum Austausch untereinander eingerichtet. Haben Sie eine konkrete Frage? Suchen Sie Kooperationspartner in dieser Gegend? Oder sind Sie einfach nur an Kontakten zu Wissenschaftlern in der Bay Area interessiert? Das Forum bietet Ihnen eine einfache und schnelle Möglichkeit der Kommunikation.
    Im Wissenschaftsforum werden zudem in Zukunft aktuelle Projekte von GSO-Scholars in Form von Postern oder Abstracts veröffentlicht.


    Oktober-Stammtische in Los Angeles und La Jolla,
    Berkeley und San Francisco

    Mit Stammtischen in Los Angeles und La Jolla/San Diego hat die GSO nunmehr ihre Aktivitäten in Südkalifornien weiter ausgebaut und den Grundstein für weitere Treffen in dieser Region gelegt. Nach dem Modell unserer regelmäßigen Bay Area-Stammtische, die sich unter den teilnehmenden Scholars als großer Erfolg erwiesen haben, möchten wir Ihnen auch in „SoCal“ zukünftig die Gelegenheit zu einem informellen sozialen und professionellen Austausch untereinander bieten. Die Stammtische sind für Sie ein optimales Forum, um auf lokaler Ebene bei entspannter Atmosphäre Kontakte mit anderen interessanten deutschen Nachwuchswissenschaftlern zu knüpfen und zu vertiefen.

    Der Stammtisch in Los Angeles fand letzte Woche in der Westwood Brewing Company statt, die sich in der unmittelbaren Umgebung des Los Angeles-Campus der University of California befindet. Das Treffen hat dort ein ähnliches Interesse an der künftigen Entwicklung eines lokalen Netzwerks bestätigt, wie es auch in der Bay Area zu verzeichnen ist. Wir freuen uns daher auf weitere Zusammenkünfte und möchten uns bei den Teilnehmer bedanken.

    Unser nächster Stammtisch wird am 26. Oktober ab 19.00 Uhr in der Karl Strauss Brewery & Grill in La Jolla stattfinden. Natürlich sind alle Freunde der GSO – sowohl Mitglieder als auch Nicht-Mitglieder – herzlich willkommen. Erzählen Sie auch Ihren Freunden davon – wir freuen uns auf viele Teilnehmer! Interessierte können sich bei Todd Bradley <bradley@gsonet.org> melden.

    Der nächste Stammtisch in Berkeley findet statt am Montag, den 25. Oktober 2004 um 18.00 Uhr, wie gewohnt im Faculty Club der University of California, Berkeley. Der San Francisco Stammtisch trifft sich am 9. November um 19.00 Uhr im Restaurant Walzwerk, 381 South Van Ness (between 14th and 15th streets), San Francisco.



    Karriere und Förderung

    Aus den USA in die industrielle Forschung nach Deutschland –
    Erfahrungsbericht eines Wissenschaftlers

    Viele Wissenschaftler sind zurückhaltend im Hinblick auf eine wissenschaftliche Karriere in der Industrie. Um diese Vorbehalte auszuräumen aber auch um Ihnen einen genauen Einblick in das Tätigkeitsspektrum der industriellen Forschung zu geben, lesen Sie den <Erfahrungsbericht> von Dr. Ulrich Zügel, der nach seiner Zeit als Postdoc an einem immunologischen Forschungsinstitut in San Diego nach Deutschland zurückgekehrt ist und nun Head of Research Business Area Dermatology Europe bei der Schering AG ist.


    Marie Curie Programm – Eine attraktive Rückkehroption nach Europa
    Die Europäische Kommission bietet mit ihrem Marie Curie Programm europäischen WissenschaftlerInnen attraktive Möglichkeiten für eine Rückkehr nach Europa. Die International Reintegration Grants richten sich an WissenschaftlerInnen mit einem mehr als fünfjährigen Aufenthalt im außereuropäischen Ausland. Ihnen soll durch eine zweijährige Anschubfinanzierung die Etablierung an einem Institut in einem der EU-Mitgliedstaaten oder der assoziierten Länder ermöglicht werden. Die Marie Curie Excellence Grants zielen auf herausragende WissenschaftlerInnen mit dem Potential, eine international wettbewerbsfähige Arbeitsgruppe zu führen. Hier finanziert die Europäische Kommission den Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe bestehend aus drei bis vier WissenschafterInnen über einen Zeitraum vom vier Jahren.
    Nähere Informationen finden Sie unter:
    <http://www.cordis.lu/fp6/mobility.htm> oder <http://europa.eu.int/l>


    Aktuelle Fördermöglichkeiten
    Neu: (i) Ausschreibung für 20 Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppen und Helmholtz-Nachwuchsgruppen
    (ii) Scientific Award BMW Group 2005
    Laufend: (iii) Ausschreibung für European Young Investigator (EURYI) Award.
    Informationen und Links dazu auf der Webseite von GAIN unter:
    <http://www.gain-network.org/>


    EuroScience Industrial Survey
    Euroscience is a pan-european association of individuals interested in constructing scientific Europe “from the bottom-up".
    It represents European scientists of all disciplines (including social sciences and the humanities), in the public sector, universities, research institutes as well as business and industry. The Euroscience Working group on industrial Research and Development has launched an initiative to study the situation and the future potential in industrial R&D within Europe. Its objective is to better assess the current situation and to work on possible policy recommendations for institutional bodies. To participate in the survey please go to the following link: <http://www.euroscience.org/WGROUPS/IST/index.htm>


    Trends und Entwicklungen im Forschungs- und Hochschulwesen

    Juniorprofessur: Reaktionen auf das Bundesverfassungsgerichtsurteil
    Nachdem das Bundesverfassungsgericht mit Urteil vom 27.07.2004 die fünfte Novelle des Hochschulrahmengesetzes (HRG) für nichtig erklärt hat, zeichnen sich nun die ersten Reaktionen des Gesetzgebers ab. Während die Wissenschaftsminister der SPD-regierten Bundesländer und des Bundes unter Berücksichtigung der Gerichtsentscheidung noch im Oktober zur Sicherung der Juniorprofessur sowie zur Wiedereinführung der Befristungsregelungen eine weitere Novelle des bundesrechtlichen HRG in das Bundeskabinett einbringen wollen, sind die CDU-regierten Bundesländer bereits einen Schritt weiter und haben der Bundesregierung über den Bundesrat einen Gesetzesentwurf zugeleitet, der die Erlangung eigener Kompetenzen zur Gestaltung der Hochschulpersonalstrukturen zum Gegenstand hat. Im Übrigen bescheinigt der wohl erste Fachaufsatz zur rechtlichen Behandlung der unter der (vermeintlichen) Geltung der fünften Novelle als befristet geschlossenen Arbeitsverträge den zunächst in großer Anzahl befürchteten „Entfristungsklagen“ eher verhältnismäßig geringe Erfolgsaussichten. Nähere Informationen und weiterführende Links dazu auf unserer Homepage unter <http://www.gsonet.org>.


    Alt gegen Jung: Nordrhein-Westfalen
    hebt Pensionsgrenzen für Hochschullehrer an

    Nach einem Bericht von SPIEGEL ONLINE vom 21.09.2004  <http://www.spiegel.de/unispiegel/geld/0,1518,318995,00.html> hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen zunächst bis Ende 2008 seinen verbeamteten Hochschullehrern die Möglichkeit eingeräumt, über das bisherige Pensionsalter von 65 Jahren hinaus bis zum Alter von 68 Jahren im Amt bleiben zu können. Damit sollen nicht nur Ausgaben für Ruhegehälter eingespart, sondern auch diejenigen Lücken gefüllt werden, die dadurch zu entstehen drohen, dass rund 900 Stellen für Hochschullehrer aufgrund einer allgemeinen Erhöhung der Wochenarbeitszeit aller Beamten von 38,5 auf 41 Wochestunden eingespart werden sollen, ohne dass sich aber die tatsächliche Arbeitszeit der Professoren kontrollieren ließe.


    Brain Drain und Brain Gain an deutschen Hochschulen –
    Tagungsthema am 1. November in Berlin

    Gemeinsam mit dem Bildungsforum der ALTANA AG und der Humboldt-Universität zu Berlin veranstaltet BerlinPolis e.V. am 1. November eine eintägige Konferenz an der Humboldt-Universität zu Berlin zu dem Thema Brain Drain. Teilnehmer dieser Veranstaltung sind Entscheidungsträger der Wissenschafts- und Hochschulpolitik in Deutschland, Wirtschaftsvertreter sowie Wissenschaftler aus dem In- und Ausland. Zentrales Thema dieser Tagung ist die unterschiedliche Einschätzung der Brain Drain Problematik in Deutschland. Existiert überhaupt ein solcher Trend? Wie sehen mögliche Mittel und Wege der Umwandlung dieses Trends in einen Brain Gain aus? Mehr Informationen zu dieser Veranstaltung und zur Teilnahme finden Sie unter:
    <http://www.berlinpolis.de/Braindrainkonferenz/hintergrund.html>


    Kultusministerkonferenz: Niedersachsen kündigt Abkommen
    Die Niedersächsische Landesregierung hat am 05.10.2004 die Kündigung des seit dem 20.06.1959 bestehenden Abkommens über das Sekretariat der Kultusministerkonferenz (KMK) beschlossen. Erklärtes Ziel ist es dabei, Neuverhandlungen über die Erneuerung der KMK und ihres Sekretariats auszulösen und die KMK zu anderen Bedingungen fortzusetzen. Dazu gehört nach den Vorstellungen Niedersachsens insbesondere, dass sich die KMK – auch zur Abwehr von Bestrebungen des Bundes nach mehr Zuständigkeit im Bildungsbereich – künftig darauf konzentriert, die Vergleichbarkeit der Zeugnisse und Abschlüsse zu vereinbaren, die Sicherung von Qualität in Schulen und Hochschulen zu erleichtern, die Kooperation von Einrichtungen der Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur zu fördern sowie eine gemeinsame Ländervertretung gegenüber dem Bund und der europäischen Ebene zu organisieren. Als einzelne Reformschritte werden schnellere Entscheidungen durch Einführung des Mehrheitsprinzips und Verschlankung der in die Entscheidungsprozesse involvierten 36 Gremien, die Vermeidung von Doppelarbeit und die Verschlankung des KMK-Sekretariats selbst für notwendig erklärt  (Pressemitteilung unter <http://www.stk.niedersachsen.de/>).
    Hintergrund des von Seiten anderer Bundesländer auf harsche Kritik gestoßenen Kabinettsbeschlusses ist vor allem das durch das derzeit geltende Mehrheitsprinzip bedingte geringe Arbeitstempo der KMK sowie die damit zusammenhängende Tatsache, dass die notwendig einvernehmlich getroffenen Entscheidungen oftmals nur den kleinsten gemeinsamen Nenner der divergierenden Ländervorstellungen bilden
    (näheres bei SPIEGEL ONLINE v. 05.10.2004 unter
    <http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,321582,00.html>).



    Der Arbeitsmarkt in Deutschland - Aktuelles aus der Presse

    DaimlerChrysler schafft 4.000 Arbeitsplätze
    Im ersten Halbjahr 2004 konnte der Konzern beim Absatz der Nutzfahrzeuge eine Steigerung um 34 Prozent verzeichnen. Toll-Collect-Tests sind zur Zufriedenheit verlaufen....
    <http://www.welt.de>
    (Quelle: Die Welt v. 21.09.2004 | Rubrik: Aktuell/Wirtschaft)


    IT- und Telekombranche zurück auf Wachstumskurs
    Berlin – Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) sieht die Branche wieder im Aufwind. Nach Umsatzrückgängen im Jahr 2002 und Stagnation im vergangen Jahr, erwartet der Branchenverband 2004 ein Umsatzplus von 2,5 und für das kommende Jahr von sogar 3,4 Prozent. Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder sieht die 1.300 Bitkom-Unternehmen „wieder als treibende Kraft für die Volkswirtschaft". Die Nachfrage sei zwar stark exportgetrieben, aber auch inländische Unternehmen begännen wieder, aufgeschobene Ersatzinvestitionen vorzunehmen....
    <http://www.welt.de>
    (Quelle: Die Welt v. 06.10.2004 | Rubrik: Wirtschaft)


    Verein soll Berlin zur führenden Gesundheitsstadt machen
    Bis 2010 soll Berlin führende Gesundheitsstadt in Deutschland werden. Rund 70.000 neue Arbeitsplätze sollen danach im Krankenwesen, in der Forschung und in der Medizintechnik entstehen. Damit das ehrgeizige Ziel des Senats umgesetzt werden kann, will der neu gegründete Marketingverein „Gesundheitsstadt Berlin", in dem neben anderen Vertreter von Kliniken und Pharmazieunternehmen mitarbeiten, neue Unternehmen und Einrichtungen an die Spree holen. Am Donnerstagabend stellte der Verein seine Pläne vor....
    <http://www.welt.de>
    (Quelle: Die Welt v. 11.09.2004 | Rubrik: Berlin/Wirtschaft)


    Clement: Wende am Arbeitsmarkt kommt bald
    Berlin – Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) rechnet nach eigener Aussage mit einer baldigen Trendwende am Arbeitsmarkt.
    In der Metall- und Elektroindustrie sind trotz derzeit über vier Millionen Arbeitslosen in Deutschland viele Stellen offen. Gesamtmetall-Präsident Kannegiesser sagte der "Bild am Sonntag", die Unternehmen der Branche suchten etwa 150.000 Mitarbeiter. Seit Jahresanfang sei die Zahl der nicht besetzten Arbeitsplätze um 40 000 oder 35 Prozent gestiegen....
    <http://morgenpost.berlin1.de>
    (Quele: Berliner Morgenpost v. 27.09.2004)


    4.000 neue Arbeitsplätze in der Kunststoffindustrie
    In der kunststoffverarbeitenden Industrie Deutschlands sind innerhalb eines Jahres rund 4.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Die Mitarbeiterzahl in der Branche stieg 2003 gegenüber 2002 um 1,6 Prozent auf 282.250 im Jahresdurchschnitt an, teilte der Vorsitzende des Ausstellerbeirates der Fachmesse „K“ (20. Bis 27. Oktober), Ulrich Reifenhäuser, am Dienstag in Düsseldorf mit. Der Umsatz wuchs um 3,6 Prozent auf 42,2 Milliarden Euro.
    (Quelle: Tagesspiegel v. 13.10.2004)


    BMW – Autobauer will in Deutschland Hunderte neue Jobs schaffen
    Der Autobauer BMW will bis zum Jahresende in Deutschland noch hunderte neue Jobs schaffen. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ unter Berufung auf einen Konzernsprecher. Gesucht würden vor allem Ingenieure. Im ersten Halbjahr 2004 habe das Unternehmen bereits 1.100 neue Mitarbeiter eingestellt. Der Automobilhersteller erwarte in diesem Jahr einen Absatzzuwachs von 8 Prozent, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ . Parallel dazu werde auch das Ergebnis in dieser Größenordnung steigen, kündigte BMW-Chef Helmut Panke dem Blatt zufolge an.
    (Quelle: Tagesspiegel v. 27.09.2004)



    Under the Radar

    Münchens Uni-Fusion – Vorreiter für Berlin?
    Bayerns Überlegungen zur Fusion der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität haben zwischenzeitlich eine ähnliche – gleichwohl ruhigere – Debatte in Berlin ausgelöst. Nachdem in Berlin die Freie Universität, die Humboldt-Universität und die Technische Universität bedingt durch Budgeteinschnitte seitens des Berliner Senats dem Land ohnehin bereits am 30.06.2004 abgestimmte Strukturpläne vorgelegt hatten, um die negativen Folgen der Kürzungen durch ein Höchstmaß an Kompatibilität und Kohärenz bei der Fächerstrukturierung und der Ausgestaltung der Schwerpunkte zu begrenzen (vgl. Presseerklärung v. 30.06.2004 unter
    <http://www.fu-berlin.de/aktuell/Presseinfo-Strukturplanung.pdf>), sehen sich diese Universitäten sowie weitere Forschungseinrichtungen der Region nunmehr mit weitergehenden Forderungen konfrontiert. Einem Bericht des Tagesspiegel zufolge plädiert der Vorstandsvorsitzende der Berliner Charité Detlev Ganten für eine „Freie Humboldt-Universität zu Berlin und Brandenburg“. Innerhalb der Berliner SPD-Fraktion ist dieser Vorschlag allerdings umstritten
    (Tagesspiegel v. 17.09.2004, <http://archiv.tagesspiegel.de> ).

    Die aktuellen Münchener Pläne beruhen auf einer Stellungnahme der Expertenkommission „Wissenschaftsland Bayern 2020“, zu deren Mitgliedern unter anderem renommierte Persönlichkeiten, wie der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft Ernst-Ludwig Winnacker und der einstige Präsident der Stanford University Gerhard Caspar gehören. Die Kommission, die angesichts unabgestimmter Doppelstrukturen einen erheblichen Optimierungsbedarf konstatiert, befürwortet gegenüber einem ebenfalls angedachten Konzept des Austauschs eines der Integration, in dessen Rahmen Forschungs- und Lehrprogramme zusammengeführt und moderne Fächer- und Fakultätsstrukturen etabliert werden sollen (Näheres in einer Presseerklärung v. 14.09.2004,
    <http://www.stmwfk.bayern.de/presse/meldung.asp?NewsID=178>,
    bei SPIEGEL ONLINE v. 14.09.2004, <http://www.spiegel.de/unispiegel> ,
    sowie der SZ, <http://www.sueddeutsche.de> ).

    Gegenüber den bisher lediglich diskutierten Hochschulverschmelzungen in den Metropolen Berlin und München hat der unterdessen vom Niedersächsischen Landtag bereits beschlossene Zusammenschluss der Universität und der Fachhochschule in Lüneburg vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit erregt.
    Laut SPIEGEL ONLINE (v. 17.09.2004, <http://www.spiegel.de>) geht Wissenschaftsminister Lutz Hartmann (CDU) aber davon aus, dass dieses Modell viele Nachahmer finden wird.

    Alle der genannten Strukturmaßnahmen finden ihre Ursache erklärtermaßen in der derzeit mangelnden oder jedenfalls künftig zu erhaltenen und auszubauenden internationalen Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen Universitäten sowie in der angespannten Lage der öffentlichen Haushalte. Im Interesse der Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Wissenschaftsstandorts Deutschland bleibt deshalb zu hoffen, dass infolge von Restrukturierungsmaßnahmen freiwerdende Mittel den Universitäten letzten Endes auch tatsächlich für zukunftsträchtige Investitionen in Bildung und Forschung zur Verfügung stehen und nicht angesichts leerer Staatkassen weiteren Budgetkürzungen zum Opfer fallen werden.