GSO Newsletter Juni 2007
Liebe Scholars,
es ist Sommer, die Zeit vergeht wie im Flug, und bald ist schon wieder ein neuer Monatsanfang. Bevor es jedoch soweit ist, möchten wir Euch unseren GSO Juni Newsletter zukommen lassen, in dem Ihr wieder interessante Informationen zu verschiedensten Rubriken und Veranstaltungstermine findet. Besonders hervorzuheben ist die Rubrik ‚Scholars werben Scholars’. Gebt das Wort weiter und wir zeigen uns erkenntlich. Weiteres findet Ihr im Text. Wie schon im vorigen Newsletter angekündigt, findet vom 21. bis 23. September 2007 unsere „GSO Career Fair“ im Rahmen der GAIN Jahrestagung statt. Die Einladung dazu wird in Kürze in Eurem Postfach landen. Aufgepasst! Auch in diesem Jahr sind die Teilnahmeplätze begrenzt! Ein großes Dankeschön möchten wir an dieser Stelle an alle Scholars unter Euch loswerden, die sich die Zeit genommen haben, um sich an unserer Scholarumfrage zu beteiligen. Wir haben uns über die vielen kreativen Ideen und Anregungen von Euch gefreut. Da auch bei uns die Zeit wie im Flug vergeht, und wir Eure Ideen so schnell wie möglich in die Tat umzusetzen möchten, suchen wir in der Rubrik ‚Lust die GSO aktiv mitzugestalten’ nach Volontären, die uns dabei helfen. Wir freuen uns auf Euch!
In diesem Sinne, lasst es Euch gut gehen! Euer GSO Team
Inhalt
Stammtisch Übersicht
Aktuelles von der GSO Ergebnisse der Scholarumfrage Scholars werben Scholars!!! Neuer Stammtisch in Stanford, Palo Alto Wie bewerbe ich mich erfolgreich?
Bewerbungstipps für die Wirtschaft Zeit und Lust, die GSO aktiv mitzugestalten? SAVE THE DATE! Anstehende Events Karriere Workshops der Boston Consulting Group GSO Career Fair / GAIN Jahrestreffen in San Francisco Company Event der Deutschen Bahn AG am 3. Oktober 2007
Aktuelles aus Politik und Wirtschaft EU-Forschungsminister einigen sich auf den Start
des Europäischen Technologieinstituts Bericht zur technologischen Leistungsfähigkeit
Deutschlands liegt vor Strategische Partnerschaften zwischen Wissenschaft und
Wirtschaft gefordert
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung Schreibblockaden lösen – Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf Studie zur Internationalisierung der deutschen Wissenschaftslandschaft liegt vor Mobilfunk-Pionier erhält Innovationspreis 2007
Im GSO Fokus! Nachtrag GSO-Regionaltreffen MIT,
Boston mit Minister Pinkwart und Professor Ketterle Rückkehrer aus den USA: ein Kurzportrait von Philip Bechtle
Stammtische
Austin Stammtisch
Interessenten melden sich bitte bei Christine Vogel,
Berkeley Stammtisch
Interessenten melden sich
bitte bei Markus Seeliger,
UCSB Faculty Club,
Berkeley, CA, 94704
Calgary Stammtisch
Interessenten melden sich
bitte bei Constanze Storr,
Chicago Stammtisch
Interessenten melden sich
bitte bei Jochen Mattner,
Café Iberico, 739 N La Salle
Dr, Chicago, IL, 60610
Kitchener-Waterloo/Guelph
Interessenten melden sich
bitte bei Harald Bauder,
New Haven Stammtisch
Interessenten melden sich
bitte bei Anne Oechtering,
Richter's Cafe, 990 Chapel
Street, New Haven, CT
New York Stammtisch Interessenten melden sich bitte bei Sabine Hübner,
Philadelphia Stammtisch
Interessenten melden sich
bitte bei Christoph
Weidemann,
NEU!
Stanford Stammtisch
Interessenten melden sich
bitte bei Eva-Maria Harré,
Vancouver Stammtisch
Interessenten melden sich
bitte bei Nicolas Rohleder,
Aktuelles von der GSO
Ergebnisse der Scholarumfrage
An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei allen Teilnehmern unserer jüngst durchgeführten GSO Umfrage bedanken. Wir waren sehr angetan über Eure rege Beteiligung. Die Ergebnisse dieser Umfrage sind sehr ermutigend und motivierend für uns, denn unsere Arbeit wird von Euch geschätzt und findet großen Anklang. Dafür ein ganz großes Dankeschön. Dankbar sind wir aber auch über die vielen Ideen und Anregungen sowie die konstruktive Kritik, die wir von Euch erhalten haben. Ganz besonders freuen wir uns, dass wir einige Eurer zahlreichen Vorschläge bereits umsetzen konnten. So findet Ihr seit Neuestem wertvolle Hinweise und Tipps rund um das Thema „Bewerbung in der Wirtschaft“. Viele weitere Ideen sind derzeit in der Umsetzung und werden Euch peu a peu präsentiert. Lasst Euch überraschen!
Scholars werben Scholars!!!
Unsere Scholarumfrage hat uns viele interessante Ideen und Hinweise erbracht. Einen Vorschlag finden wir ganz besonders spannend und möchten diesen auch gleich aufgreifen: Scholars werben Scholars!
Zur Erhöhung der Bekanntheit der German Scholars Organization möchten wir Euch bitten, einmal kräftig die Werbetrommel zu rühren. Eure Mühe soll natürlich auch belohnt werden. Derjenige unter Euch, der bis zum 15. Juli 2007 die meisten neuen Mitglieder erfolgreich anwirbt, erhält als Dankeschön die Anmeldegebühr für einen „Fit for Germany“ Workshop seiner Wahl erstattet. Sagt Euren Freunden, dass sie bei der Registrierung in das Feld „Wie haben Sie von der GSO gehört?“ Euren Namen eintragen. Also lasst Euren kreativen Ideen freien Lauf. Gerne könnt Ihr unseren Newsletter per E-Mail weiterleiten oder auf den Link unserer Homepage verweisen.
Auch für alle diejenigen, die bereits bei der GSO registriert sind, sich aber bisher noch nicht mit einem Lebenslauf im GSO – Talent Pool verewigt haben, bietet sich jetzt eine einmalige Chance. Unter allen Scholars, die bis zum 15. Juli 2007 Ihren Lebenslauf in unseren Online GSO – Talent Pool einstellen, verlosen wir drei Managementhandbücher zum Thema „Leadership“. Zu unserem Online GSO – Talent Pool gelangt Ihr durch folgenden Link: http://www.gsonet.com/js
Neuer Stammtisch in Stanford, Palo Alto
Wir freuen uns, Euch ab sofort eine weitere Möglichkeit zum ‚Networken’ bieten zu können. Ab dem 19. Juli 2007 trifft sich der Stanford GSO Stammtisch ein Mal pro Monat ab 19:00 Uhr im Gordon Biersch in Palo Alto (640 Emerson Street). Der Stammtisch wird im Anschluss daran jeden dritten Donnerstag im Monat stattfinden. Save the dates!! Alle Bay Areaner, Interessenten und Besucher sind herzlich eingeladen. Wenn Ihr auf die Stanford Stammtisch Liste mitaufgenommen werden wollt, bitte eine kurze E-Mail an harre@gsonet.org senden. Hier noch der Link: http://www.gordonbiersch.com
Falls Ihr Lust habt, Euren eigenen Stammtisch zu gründen, dann sollte dies im Land der unbegrenzten Möglichkeiten kein Problem sein! Gebt uns einfach einen kurzen Hinweis und wir nehmen Euren Stammtisch gerne in unserem Newsletter und auf unsere Homepage auf. Weitere Informationen zur Stammtischgründung findet Ihr auch unter http://www.gsonet.org/de/stammtisch.php.
Wie bewerbe ich mich erfolgreich? Bewerbungstipps für die Wirtschaft
Mit einer Bewerbung in der freien Wirtschaft begeben sich viele von uns auf unbekanntes Terrain. Häufig wird dieser entscheidende Schritt unterschätzt, nicht selten mit fatalen Folgen. Denn es gilt: “You never get a second chance to make a first impression”. Wer hier an der falschen Stelle spart, gängige Regeln missachtet oder gar grobe Fehler macht, verbaut sich die Chance für einen erfolgreichen Einstieg. Da helfen auch die besten Qualifikationen nichts. Deshalb freuen wir uns, Euch ab sofort auf unserer Homepage wichtige Informationen und Tipps rund um das Thema Bewerbung in der freien Wirtschaft zu präsentieren, die uns dankenswerter Weise von Holger Huff (HR- und Marketingexperte der Deutschen Bahn AG) zur Verfügung gestellt wurden. Solltet Ihr Fragen oder Anmerkungen zu den Bewerbungstipps haben, könnt Ihr Euch jederzeit gerne an Herrn Huff unter huff@gsonet.org wenden.
Zeit und Lust, die GSO aktiv mitzugestalten?
Bei der GSO drehen sich die Uhren schneller. Wir haben viele Ideen, die wir gerne so schnell wie möglich in die Tat umsetzen wollen. Damit bietet sich für Euch eine tolle Gelegenheit, uns zu unterstützen. Wir suchen Scholars, die Lust haben, sich als Volontär/-in oder Praktikant/-in bei der GSO zu engagieren. Dies hilft nicht nur uns, sondern auch Euch und macht sich darüber hinaus auf Eurem Lebenslauf sehr gut. Dabei ist es egal, ob Ihr vor Ort seid oder nicht. Interessenten melden sich bei harre@gsonet.org. Natürlich freuen wir uns auch weiterhin über Eure Anregungen, Lob und Kritik. Scheut Euch nicht, uns Euer Feedback unter info@gsonet.org mitzuteilen! Habt Ihr darüber hinaus etwas Interessantes gesehen, gelesen oder gehört, was auch andere GSO-Scholars wissen sollten? Lasst es uns ebenfalls wissen unter info@gsonet.org und wir packen es u. U. in unseren Newsletter.
SAVE THE DATE! Anstehende Events
Karriere Workshops der Boston Consulting Group
Zwei Workshops für alle. Außer Wirtschaftswissenschaftlern! Ihr möchtet Eure analytischen Fähigkeiten in einer weltweit agierenden Strategieberatung einsetzen? Herausfinden, was Teamwork wirklich heißt und Soft Skills bedeuten? BCG zeigt Euch an einem Fall aus der täglichen Praxis, wie in interdisziplinären Teams wegweisende Lösungen entwickelt und in die Tat umgesetzt werden. Für alle „Ostküstler“ bietet sich hierzu die Möglichkeit, am Workshop in Boston vom 27. bis 28. Juli 2007 zu partizipieren: http://www.bcg.de Alle „Westküstler“ können sich für den Workshop in Los Angelos vom 03. bis 04. August 2007 bewerben. http://www.bcg.de
GSO Career Fair / GAIN Jahrestreffen in San Francisco
Wie bereits angekündigt werden wir vom 21. – 23. September im Rahmen der GAIN Jahrestagung in San Francisco unsere Career Fair veranstalten. Die Einladungen hierzu erhaltet Ihr in Kürze. Bitte denkt daran, Eure CV’s im Talentpool zu aktualisieren bzw. einzustellen, damit die Firmen bei Interesse Termine für Einzelgespräche vereinbaren können.
Company Event der Deutschen Bahn AG am 3. Oktober 2007
Unser neuer Kooperationspartner, die Deutsche Bahn AG, wird am 3. Oktober 2007 im MIT Faculty Club in Cambridge ein spannendes Firmen Event ausrichten. Neben Workshops und der Möglichkeit zu Einzelgesprächen wird es ein gemeinsames Dinner mit einem atemberaubenden Blick über die Bostoner Skyline geben. Weitere Informationen dazu folgen zeitnah. Das Event richtet sich an alle Scholars der Disziplinen Physics, Engineering, Mathematics, Operations Research, Management und Economics.
Aktuelles aus Politik und Wirtschaft
EU-Forschungsminister einigen sich auf den Start des Europäischen Technologieinstituts
Die Forschungsminister der Europäischen Union haben beim Wettbewerbsfähigkeitsrat in Luxemburg einen umfassenden politischen Grundsatzbeschluss zum Europäischen Technologieinstitut (EIT) gefasst. Kernstück des Europäischen Technologieinstituts sind die geplanten Wissens- und Innovationsgemeinschaften (abgekürzt: KICs/Knowledge and Innovation Communities). Das EIT wird in den Bereichen Ausbildung, Forschung und Innovation neue und nachhaltige Impulse geben und damit Europa wettbewerbsfähiger machen. Nach der Einigung der Minister sollen für die Anfangsphase des EIT 309 Millionen Euro aus dem Budget der EU-Kommission zur Verfügung gestellt werden. Deutlich wurde in der Debatte, dass das EIT nur dann erfolgreich sein kann, wenn die Finanzierung der Netzwerke langfristig gesichert ist. Hier äußerten viele Minister die Erwartung, dass sich die Wirtschaft substantiell an der Finanzierung beteiligt. Zwei bis drei KICs soll es nach den Vorstellungen des Rates geben. Inhaltlich soll es unter anderem um erneuerbare Energien und die Klimaforschung gehen. http://www.bmbf.de/press/2081.php (Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung, 25. Juni 2007)
Bericht zur technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands liegt vor
Deutschland ist weiterhin der weltweit größte Technologieexporteur - noch vor den USA und Japan. Deutsche Industrieunternehmen sind die innovativsten im EU-Vergleich. Investitionen in innovative Verfahren erweisen sich als eine der Grundlagen für den gegenwärtigen Aufschwung. Der Bericht zur technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands zeigt erste Erfolge einer Innovationspolitik. Er macht zugleich deutlich, dass weitere Investitionen in die Forschung notwendig sind und die Ergebnisse des Bildungssystems verbessert werden müssen. http://www.bmbf.de/de/1869.php (Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung, 25. Juni 2007)
Strategische Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gefordert
Eine Verstärkung der Interaktionen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands wie auch für die Weiterentwicklung von Forschung und Lehre von hoher Bedeutung. Politik, Wissenschaft und Wirtschaft tragen dem derzeit durch eine Reihe parallel verlaufender Aktivitäten Rechnung. http://www.wissenschaftsrat.de/PM/pressemitteilungen.html (Quelle: Wissenschaftsrat, 29. Mai 2007)
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung
Schreibblockaden lösen – Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf
Egal, ob Doktorand, PostDoc oder Professor – für wen Schreiben beruflich wichtig ist, kennt das Problem kleinerer oder größerer Blockaden im Schreibprozess. Mit welchen Strategien Ihr Eure 'Schreibblockade' überwinden könnt, erfahrt Ihr in der aktuellen Ausgabe der „duz Werkstatt“. http://www.duz.de/docs/werkstatt.html (Quelle: Werkstatt duz – das unabhängige Hochschulmagazin)
Studie zur Internationalisierung der deutschen Wissenschaftslandschaft liegt vor
Im vergangenen Jahr gab das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine Studie zur Internationalisierung der deutschen Wissenschaftslandschaft in Auftrag. Das Projektkonsortium, bestehend aus dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), dem Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) sowie dem Beratungsunternehmen Technopolis, hat mittlerweile die Daten ausgewertet und dem BMBF einen ausführlichen Bericht übergeben. Wir freuen uns, Euch heute die aktuelle Kurzfassung des Endberichts zusenden zu können. Die Kurzfassung ist unter folgender Internetadresse herunterzuladen: http://www.isi.fhg.de/p/index.htm
Mobilfunk-Pionier erhält Innovationspreis 2007
Die Vodafone-Stiftung für Forschung in der Mobilkommunikation hat in Dresden die diesjährigen Innovations- und Förderpreise vergeben. Den mit 25.000 Euro dotierten Innovationspreis 2007 erhielt der Ulmer Wissenschaftler Professor Dr.-Ing. Martin Bossert, einer der deutschen Mobilfunkpioniere der ersten Stunde. Martin Bossert hat mit seinen zahlreichen Arbeiten nicht nur die heutigen Kommunikationssysteme entscheidend beeinflusst, sondern fördert mit aktuellen Forschungsprojekten auch maßgeblich die Entwicklung von mobilen Übertragungsnetzen der nächsten Generation. http://www.stifterverband.de (Quelle: Stifterverband, 20. Juni 2007)
Im GSO Fokus!
Nachtrag GSO-Regionaltreffen MIT, Boston mit Minister Pinkwart und Professor Ketterle
Im Zusammenhang mit unserem Regionaltreffen haben wir zu Eurer Information eine kleine Auswahl der daraus entstandenen Artikel zusammengestellt, die Ihr auf unserer Homepage findet. Ein paar von Euch werden sich in einem Interview wiederfinden. Check it out!
Rückkehrer aus den USA: ein Kurzportrait von Dr. Philip Bechtle
Dr. Philip Bechtle, geboren am 5. Januar 1976 in Bietigheim-Bissingen, arbeitete bis vor kurzem am Stanford Linear Accelerator Center (SLAC) in Menlo Park (Kalifornien). Philip studierte Physik in Dortmund. Während seiner Promotion an der Universität Hamburg beschäftigte er sich mit der Suche nach Higgs-Bosonen und Möglichkeiten zur Messung von Eigenschaften neuer Phänomene bei zukünftigen Präzisionsexperimenten der Elementarteilchenphysik.
Nach Beendigung seiner Promotion vor drei Jahren wechselte Philip in die USA. Ende April diesen Jahres entschied sich Philip für eine Rückkehr nach Deutschland. Seit Mai 2007 arbeitet er als Nachwuchs-gruppenleiter am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY in Hamburg, einem Institut in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Wir hatten die Möglichkeit, ein kurzes Interview mit ihm zu führen.
GSO: Welche Tätigkeit hast Du in den USA ausgeübt?
Ich war Postdoc im BaBar-Experiment am SLAC. Dabei handelt es sich um ein Hochenergiephysik-Experiment, das hauptsächlich den fundamentalen Unterschied zwischen Materie und Antimaterie untersucht. Ich habe mich vor allem mit Präzisionsmessungen beschäftigt, welche die Entdeckung möglicher noch nicht bekannter fundamentaler Wechselwirkungen und Symmetrien zum Ziel haben.
GSO: Was waren für Dich die entscheidenden Gründe, nach Deutschland zurückzugehen?
Mit den sogenannten „Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppen“ bietet die Helmholtz-Gemeinschaft überzeugende Karriereperspektiven für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in jeder Hinsicht mit den Möglichkeiten sehr guter amerikanischer Institute und Universitäten mithalten können. Das DESY als zweitgrößtes europäisches Elementarteilchenphysik-Institut erlaubt mir eine direkte Beteiligung an den großen Zukunftsprojekten unseres Wissenschaftsfeldes.
Ich verfüge über ein eigenes Budget, habe guten Kontakt zu Universitäten und somit auch Zugang zu Diplomanden und Doktoranden. Über mein angestrebtes Forschungsfeld konnte ich im Rahmen der Beantragung der Nachwuchsgruppe weitestgehend selbständig entscheiden. Leider stehen an deutschen Universitäten nicht immer derart gute Möglichkeiten zur Verfügung. Eine positive Ausnahme ist hier bspw. das Emmy-Noether-Programm.
GSO: Wie erlebst Du den Wissenschaftsstandort Deutschland? Welche Vorteile siehst Du gegenüber den USA? Was hingegen vermisst Du im Vergleich zu den USA?
Zum einen stelle ich fest, dass das Forschungsgebiet der Elementarteilchenphysik sehr international organisiert ist. Alle großen Experimente werden in Kollaboration mit hundert oder gar mehreren tausend Physikerinnen und Physikern aus aller Welt durchgeführt. Dies hat zur Folge, dass das Know-How und die Arbeitsweisen am Experiment in Universitäten und Instituten weltweit ähnlich sind.
Damit ist meiner Erfahrung nach auch für Studierende und Doktorandinnen und Doktoranden der Physik der Unterschied relativ gering. Das Betreuungsverhältnis ist in den USA wie in Deutschland sehr gut und Kontakte zur Forschung sind für Studierende frühzeitig möglich.
Ich habe am DESY sehr gute Arbeitsbedingungen sowie eine internationale Umgebung. Als Vorteil am DESY ist auch zu nennen, dass der mit dem Wechsel nach Deutschland verbundene Karriereschritt in den USA sicherlich länger gedauert hätte.
Trotzdem gibt es auch Nachteile im deutschen Wissenschaftssystem. Es besteht eine sehr starke Tendenz zu glauben, eine „richtig“ aufgestellte Struktur oder langfristige Strategie mit einer Festlegung auf bestimmte Forschungsgebiete würde automatisch Erfolg nach sich ziehen. In den USA käme niemand auf die Idee, „Eliteuniversitäten“ von einer staatlich eingesetzten Kommission bestimmen zu lassen. Zudem besteht dort zumeist ein stärkeres Vertrauen in die Fähigkeit der Wissenschaftler, mit der Wahl ihres Forschungsschwerpunkts die richtige Entscheidung zu treffen.
Des weiteren habe ich den Eindruck, dass die „Antragswirtschaft“ in Deutschland aktuell etwas übertrieben wird. Die Unterfinanzierung der Universitäten durch die Bundesländer führt dazu, dass entgegen der landläufigen Meinung die Grundfinanzierung vieler Lehrstühle eher schlechter ist als in anderen Ländern und damit zu einer starken Abhängigkeit von Drittmitteln führt. Dies erlaubt sicherlich gute Kontrollmechanismen, aber leider -- ironisch formuliert -- führt dies auch dazu, dass Gruppenleiter hauptsächlich Texte über ihre zukünftigen Ergebnisse schreiben, anstatt sich mit der gegenwärtigen Forschung zu beschäftigen.
GSO: Wir danken für das Gespräch. Um den GSO Newsletter zu abonnieren oder abzubestellen, klicken Sie bitte auf folgenden hier. |