GSO Newsletter Juli 2007
Liebe Scholars,
hier sind wir wieder mit Eurem GSO Newsletter, zusammengestellt aus Informationen über und für Euch. Neben vielen Neuigkeiten möchten wir uns erst einmal für Eure Einträge in unserem TalentPool und die Werbung, die Ihr für uns gemacht habt, bedanken. In diesem Zusammenhang gratulieren wir herzlichst unseren Gewinnern des ‚Scholars werben Scholars’ Wettbewerb . Über jeweils ein Leadership Buch können sich Katrin Arnold, Martin Hilpert sowie Torsten Inkmann freuen. Ein kostenloser GSO „Fit for Germany Workshop“ geht an Sylvia Schütz. Noch einmal herzlichen Glückwunsch!
À pros pos
TalentPool: Alle Scholars, die Ihren CV in unserem
TalentPool hinterlegt haben, besitzen ab sofort die Möglichkeit den ansonsten mit Kosten verbundenen Newsletter des Hochschulstellenanzeigen Services des Deutschen Hochschulverbandes kostenfrei zu erhalten!! Also, es lohnt sich, Euren CV bei uns einzutragen!
Noch zwei Monate und dann werden sich einige von Euch in San Francisco treffen. Wir freuen uns schon auf ein schönes Jahrestreffen mit Euch und allen Beteiligten, wo Informationsaustausch und Netzwerken wie immer im Vordergrund stehen werden.
Des Weiteren könnt Ihr natürlich auch auf unseren Stammtischen netzwerken. Dort könnt Ihr neben weiteren GSO Scholars auch Kollegen von anderen Organisationen wie z.B. DAAD und DFG treffen, um über alltägliche Dinge im Leben sowie Deutschland als zukünftigen Arbeitsmarkt, zu diskutieren. Aus diesem Grund möchte Ilva Putzier von der University of Pittsburgh gerne einen Stammtisch in Pittsburgh eröffnen. Wer sich auch in der Pittsburgh Area befindet und Lust hat Leute kennenzulernen und zu netzwerken, meldet sich bitte bei Ilva unter i.putzier@web.de. (In diesem Zusammenhang sei angemerkt, daß unser erster Stanford Stammtisch mit mehr als 30 Teilnehmern sehr schön war und von zahlreichen Diskussionen begleitet wurde.)
Regt sich auch Euer Gründergeist? Wie wäre es mit einem Stammtisch in Eurer Nähe? Infos dazu findet Ihr in unserem Leitfaden auf http://www.gsonet.org/de/stammtisch.php.
Darüber hinaus sind wir dabei, uns für die weitere Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft oder besser gesagt zwischen Academia und Industrie vermehrt stark zu machen. Mehr dazu findet Ihr unter Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung, Schavan startet Pharmainitiative in Deutschland.
Und damit wir Euch nicht überladen, lassen wir es für diesen Newsletter gut sein. Viel Spaß beim Blättern, egal ob im Urlaub, im elterlichen Garten in Deutschland bei Erdbeerkuchen mit Sahne oder zwischen Testtubes und Projektanträgen!
In diesem Sinne, macht’s gut!
Euer GSO Team
Inhalt
Stammtisch Übersicht
Aktuelles von der GSO Scholars werben Scholars – and the winner is… Exklusiver Hochschulstellenanzeigen Service des DHV für alle im GSO TalentPool registrierten Scholars Erster GSO Stammtisch in Palo Alto sprengt Gordon Biersch Jahrestagung 21. – 23. September 2007 Zeit und Lust, die GSO aktiv mitzugestalten?
SAVE THE DATE! Anstehende Events "Think Logistics! Solving German Rail (DB) transportation issues"
Aktuelles aus Politik und Wirtschaft Studie prognostiziert zunehmenden Verteilungskampf um AbsolventenDer IT-Bereich boomt - Was ist dran am Fachkräftemangel?
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung BaCaTeC Ausschreibung für Summer School 2008Schavan startet Pharma-Initiative für DeutschlandBundesdruckerei stiftet Professur an der Freien Universität Berlin Forschungseinrichtungen erhalten mehr GeldHochschulreform – Der Gutwillige wird scheitern
!IM GSO FOKUS! Die GSO-Scholars beim BundespräsidentenInterviews mit Scholars im Rahmen der WiKoRückkehrer aus den USA: ein Kurzportrait Dr. Daniela Mehlmann
Neues von unseren GSO Partnerunternehmen Börsengang: Kabinett beschließt Teilprivatisierung der Bahn
Stammtische
Austin Stammtisch
Interessenten melden sich bitte bei Christine Vogel,
Berkeley Stammtisch
Interessenten melden sich
bitte bei Markus Seeliger,
UCSB Faculty Club,
Berkeley, CA, 94704
Calgary Stammtisch
Interessenten melden sich
bitte bei Constanze Storr,
Chicago Stammtisch
Interessenten melden sich
bitte bei Jochen Mattner,
Café Iberico, 739 N La Salle
Dr, Chicago, IL, 60610
Kitchener-Waterloo/Guelph
Interessenten melden sich
bitte bei Harald Bauder,
New Haven Stammtisch
Interessenten melden sich
bitte bei Anne Oechtering,
Richter's Cafe, 990 Chapel
Street, New Haven, CT
New York Stammtisch Interessenten melden sich bitte bei Sabine Hübner,
Philadelphia Stammtisch
Interessenten melden sich
bitte bei Christoph
Weidemann,
Stanford Stammtisch
Interessenten melden sich
bitte bei Eva-Maria Harré,
Vancouver Stammtisch
Interessenten melden sich
bitte bei Nicolas Rohleder,
Aktuelles von der GSO
Scholars werben Scholars – and the winner is…
Die Idee hat uns von Beginn an begeistert – Scholars werben Scholars! Da uns als Non Profit Organisation leider keine Gelder für großangelegte Marketingaktionen zur Verfügung stehen, sind wir Anfang Juli Eurem Vorschlag gefolgt und haben ganz auf „Mund zu Mund Propaganda“ gesetzt. Dank Eurer großartigen Unterstützung verlief diese Marketingkampagne mehr als erfolgreich. So konnten wir viele neue GSO Scholars für unser Netzwerk gewinnen, die wir an dieser Stelle noch einmal recht herzlich begrüßen möchten. Und auch die Anzahl an Scholars, die sich in unserem TalentPool registriert haben, stieg beträchtlich. Wie versprochen, soll Euer Einsatz nicht unbelohnt bleiben. Wir freuen uns, unter den neu registrierten Scholars die drei Gewinner des Leadership 101 Buches von John C. Maxwell bekannt geben zu dürfen: Katrin Arnold, Massachusetts General Hospital Martin Hilpert, University of California, Berkeley Torsten Inkmann, Georgia Institute of Technology |
Unser ganz besonderer Dank richtet sich an Sylvia Schütz der Stanford University. Ihr ist es gelungen, innerhalb der gesetzten Zeit von nur zwei Wochen die meisten neuen Scholars für die GSO zu begeistern. Damit ist Sylvia auch die Gewinnerin des Gutscheins für einen GSO „Fit for Germany“ Workshop. Alle diejenigen, die heute leider keinen Preis erhalten, bitte nicht verzagen – die nächste Aktion „Scholars werben Scholars“ kommt bestimmt. Solltet Ihr weitere gute Ideen haben, wie wir unser Netzwerk erweitern können, meldet Euch einfach. Gerne stellen wir Euch für diese Zwecke auch Informationsmaterial zur Verfügung.
Exklusiver Hochschulstellenanzeigen Service des DHV für alle im GSO TalentPool registrierten Scholars
Zukünftig ist es noch lohnender, seinen CV in unseren TalentPool online zu stellen. Alle registrierten TalentPool Teilnehmer erhalten ab sofort bei Interesse den monatlichen Newsletter des Deutschen Hochschulverbandes mit aktuellen Stellenausschreibungen in Deutschland. Wichtig: Seit April dieses Jahres hat unser Talentpool die vorherige Jobbörse abgelöst. Leider war es aus technischen Gründen nicht möglich, vorab eingestellte Lebensläufe in den neuen TalentPool zu übertragen. Wenn auch Du zukünftig vom Stellenausschreibungsdienst des DHV profitieren möchtest, fülle bitte das Online Formular unseres TalentPools aus. Gerne kannst Du im Anschluss auch weitere Dokumente wie Deinen persönlichen Lebenslauf oder Zeugnisse hochladen. Zur Registrierung in unserem TalentPool findest Du über den folgenden Link: www.gsonet.com/jobs
Erster GSO Stammtisch in Palo Alto sprengt Gordon Biersch
Am 19. Juli 2007 war es endlich soweit – die GSO lud zu ihrem ersten offiziellen Stammtisch in Palo Alto ein. Um die deutsche Pünktlichkeit mussten wir uns dabei keine Sorgen machen. Bereits um 19:19 Uhr waren die bis zu dieser Uhrzeit ausgelobten 19 Getränkegutscheine für die ersten Ankömmlinge vergeben. Wie viele Scholars letztlich da waren, können wir nicht mehr so genau rekonstruieren. Fest steht, dass sich viele spannende Gespräche ergaben und zahlreiche neue Kontakte geknüpft wurden. Von daher freuen wir uns bereits auf die folgenden Stammtische. Ab jetzt immer ein Mal pro Monat jeden dritten Donnerstag (bei optimaler Performance :) ab 19:00 Uhr im Gordon Biersch in Palo Alto (640 Emerson Street). Also save the dates!
Jahrestagung 21. – 23. September 2007
Nur noch zwei Monate und dann werden sich einige von Euch bei der Jahrestagung / Career Fair in die Arme laufen, Kontakte knüpfen, Informationen austauschen und Spaß haben. Vielen Dank für Euer zahlreiches Interesse und die vielen Anmeldungen. Wie auch letztes Jahr waren wir nicht in der Lage alle Interessenten zu berücksichtigen. Aufgehoben ist jedoch nicht aufgeschoben und die nächste Jahrestagung kommt bestimmt!
Zeit und Lust, die GSO aktiv mitzugestalten?
Lust Euren Horizont zu erweitern und etwas zu bewegen? Damit bietet sich für Euch die tolle Gelegenheit, bei der GSO aktiv zu werden. Wir suchen Scholars, die Lust haben, sich bei der GSO zu engagieren. Dies hilft nicht nur uns, sondern auch Euch und macht sich darüber hinaus sehr gut auf Eurem Lebenslauf. Interessenten melden sich bitte bei Eva-Maria Harré unter harre@gsonet.org.
Natürlich freuen wir jederzeit über Eure Anregungen, Lob und Kritik. Scheut Euch nicht, uns Euer Feedback unter info@gsonet.org mitzuteilen!
Habt Ihr darüber hinaus etwas Interessantes gesehen, gelesen oder gehört, was auch andere GSO-Scholars wissen sollten? Lasst es uns ebenfalls wissen unter info@gsonet.org und wir packen es u. U. in unseren Newsletter.
Regt sich Euer Gründergeist? Wie wäre es mit einem Stammtisch? Infos dazu findet Ihr in unserem Leitfaden auf www.gsonet.org.
SAVE THE DATE! Anstehende Events
"Think Logistics! Solving German Rail (DB) transportation issues"
Die Deutsche Bahn AG wird am 3. Oktober 2007 im MIT Faculty Club in Cambridge ab 17:00 Uhr einen spannenden Workshop zum Thema Logistik veranstalten. Im Fokus stehen zwei Fallstudien, die sich mit aktuellen Herausforderungen eines global agierenden Logistikdienstleisters beschäftigen. Nutzt die Möglichkeit, in Kleingruppen gemeinsame Lösungen zu erarbeiten und diese DB Vorstandsmitgliedern zu präsentieren. Im Anschluss erwartet Euch ein Abenddinner mit einem atemberaubenden Blick über die Bostoner Skyline. Weitere Informationen findet Ihr hier zu dem Workshop. Zusätzlich besteht am 4. Oktober die Möglichkeit für Einzelgespräche. Hier könnt Ihr Euch persönlich über die verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten – auch für Naturwissenschaftler – bei der Deutschen Bahn AG informieren. Das Event richtet sich schwerpunktmäßig an Scholars der Disziplinen Logistics, Physics, Engineering, Mathematics, Operations Research, Management und Economics. Dennoch sind alle Bewerbungen willkommen. Sendet einfach Euren Lebenslauf mit einem kurzen Anschreiben an Vera.Pinkawa@bahn.de. Anmeldeschluss ist der 15. September 2007. Solltet Ihr Fragen haben, könnt Ihr Euch gerne bis zum 10. August 2007 auch an Holger Huff wenden, unseren aktuellen Amabassador der Deutschen Bahn. Ihr erreicht Holger unter huff@gsonet.org.
Aktuelles aus Politik und Wirtschaft
Studie prognostiziert zunehmenden Verteilungskampf um Absolventen
Bedingt durch den demographischen Wandel wird es besonders in Ostdeutschland zu erheblichen Problemen auf dem Fachkräftemarkt kommen, stellt eine Studie des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) fest. Mitte der 2020er Jahre werden in Deutschland bis zu 250.000 „qualifizierte Personen“ fehlen. Dies bedeute einerseits beste Arbeitsmarktchancen für Akademiker mit Masterabschluss. Der Bachelor wird dann in entsprechende Lücken stoßen können, wenn entgegen bisheriger Praxis nicht zusätzliche Kompetenzen oder Spezialisierungen in den Studiengang einfließen, andernfalls werde er nur Positionen einnehmen, die bisher durch eine berufliche Ausbildung abgedeckt waren. Andererseits ist durch das Auslaufen des Solidarpakts II, Veränderungen im Länderfinanzausgleich und die Osterweiterung der EU mit einem steigenden Finanzdruck zu rechnen, der insbesondere durch das geringere Lohnniveau, früher einsetzendem demographischen Wandel und fehlende Exzellenz-Unis den Osten Deutschlands im Kampf um die besten Köpfe benachteiligt. www.fibs.eu
Der IT-Bereich boomt - Was ist dran am Fachkräftemangel?
Die Agentur für Arbeit zählt derzeit etwa 7600 offene Stellen im IT-Bereich, denen rund 31.000 arbeitslose Fachkräfte gegenüber stehen. Und wie das Computermagazin „c’t“ (16/’07) berichtet, haben große Unternehmen denn auch kaum Schwierigkeiten, vakante Stellen trotz steigenden Bedarfs zu besetzen. „In Betrieben ab 250 Mitarbeitern sahen 58 Prozent der Verantwortlichen in der Personalanwerbung ein eher kleines oder gar kein Problem.“ Eine Studie des Brachenverbandes BITCOM Ende letzten Jahres sei noch von einem Mangel von rund 30.000 unbesetzten Stellen ausgegangen, heißt es weiter, dem stehe jedoch ein zunehmendes IT-Outsourcing gegenüber. Offene Stellen, so legt der Artikel nahe, existieren vor allem dort, wo entsprechende Qualifikationen mit den Gehaltsvorstellungen des kleineren mittelständischen Unternehmers kollidieren. Die neue Bescheidenheit lässt sich aus Sicht der Mittelständler natürlich am einfachsten über ein größeres Arbeitskräfteangebot erreichen, so dass der Ruf nach vermehrter Informatiker-Ausbildung und Senkung der Jahreseinkommensgrenze für Ausländer durchaus in einem anderen Licht gesehen werden kann. (Frank Möcke (fm): Gefühlter Mangel. Wie viele Informatiker braucht die Wirtschaft? c't 16/07, Seite 78)
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung
BaCaTeC Ausschreibung für Summer School 2008
Haben Sie einen Kooperationspartner in Bayern und sind selbst in Kalifornien angesiedelt oder umgekehrt? Dann ist das Bayerisch-Kalifornische Hochschulzentrum BaCaTeC mit Sitz in Stanford und Erlangen interessant für Sie. BaCaTeC fördert Forschungsanträge von Kooperationen, die zwischen Kalifornien und Bayern bestehen. Ein Event, das von BaCaTec jährlich gefördert wird, ist die jährliche Summer School, für die ab dem 15. Oktober 2007 Anträge eingereicht werden können. Die Ausschreibung (pdf) zur Summer School 2008 finden Sie in in deutsch oder englisch unter www.bacatec.de/2007-06_Ba_Sum_d.pdf bzw. www.bacatec.de/2007-06_Ba_Sum_e.pdf.
Des Weiteren erhalten Sie unter www.bacatec.de weitere ausführliche Informationen über BaCaTeC sowie die Antragsformulare.
Schavan startet Pharma-Initiative für Deutschland
Ein besonders wichtiges Thema, dem sich die GSO zukünftig vermehrt widmen wird, ist die Vernetzung von Academia und Wirtschaft. Zu diesem Zweck hat die Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan eine ‚Pharma-Initiative für Deutschland’ gestartet. Auch wir sind der Meinung, dass die weitere Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft ein ungeahntes Potential in sich birgt, dass für Euch von größtem Interesse ist. Forschungsprojekte, die die Arbeit von Industrie und Universität verbinden, bedeuten eine große Chance für jeden, der sowohl an der Universität als auch in der Industrie arbeitet. Komplexere Projekte werden möglich, Ideen durchführbar, die in nur einer dieser beiden Sparten keine Chance hätten. Deshalb wird sich die GSO dort vermehrt stark machen und in zukünftigen Projekten, Euch Einsichten über diese Kollaborationen und Informationen über Karriereperspektiven in der Industrie zu vermitteln! Ein Scholar, die den Schritt in die Industrie gewagt hat und über Ihre Erfahrungen in den USA erzählt, ist Daniela Mehlmann. Ihr Interview mit der GSO findet Ihr unter der Rubrik Rückkehrer.
Das BMBF sucht die kreativsten Partnerschaften von Wissenschaftlern mit Unternehmen und stellt 100 Millionen Euro zur Verfügung. Pressemitteilung: http://www.bmbf.de
Bundesdruckerei stiftet Professur an der Freien Universität Berlin
Die Bundesdruckerei GmbH stiftet den deutschlandweit ersten Lehrstuhl "Secure Identity" (Technologien zur Sicherung von Identitäten). Die Stiftungsprofessur hat zunächst eine Laufzeit von 5 Jahren und wird im Fachbereich Mathematik und Informatik angesiedelt, die Besetzung ist für Oktober dieses Jahres geplant. www.bundesdruckerei.de
Forschungseinrichtungen erhalten mehr Geld
Für das Jahr 2008 erhalten die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft und die Leibnitz-Einrichtungen zwischen drei und fünf Prozent mehr an Zuwendungen als in diesem Jahr, entschied die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK). www.blk-info.de
Hochschulreform – Der Gutwillige wird scheitern
Auf die Frage nach der Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Absolventen lässt sich mit einem Verweis auf die ungenügende Qualifizierung im Schulsystem, die charakterlichen Defizite bei der universitären Lehre oder auch mit einem Hinweis auf Strukturprobleme im Hochschulbereich antworten. Der Artikel „Universitäre Lehre als Tragödie“ greift den letzten Punkt auf und beschreibt Alltagsphänomene, die der Forderung nach mehr Qualität im akademischen Betrieb zunächst entgegenstehen. www.heise.de
!IM GSO FOKUS!
Nachtrag zur GSO Wissenschaftskonferenz im April 2007 in Berlin Die GSO-Scholars beim Bundespräsidenten Ein Interview mit Conny Davidson von der University of Calgary und Tobias Schulze-Cleven, University of California Berkeley, Euren Repräsentanten bei Bundespräsident Köhler im Rahmen der Wissenschaftskonferenz.
Wie war das für Euch, das Vortragen eures Statements beim Bundespräsidenten?
Dass es den Empfang überhaupt gab, ließ schon im Voraus der Veranstaltung auf ein Bewusstsein um die Wichtigkeit des Themas „Brain Drain“ und eine Wertschätzung unserer Perspektive auf Seiten des Bundespräsidenten schließen. Dieser Eindruck bestätigte sich während des Empfangs, als Bundespräsident Köhler versprach, mit der Kanzlerin auf Basis unseres Redemanuskripts über die Anliegen der GSO Konferenz Teilnehmer zu sprechen. Ich habe mich über das gezeigte Interesse des Bundespräsidenten sehr gefreut, und hoffe nun, dass ihm Taten folgen werden.
Konntet Ihr anschließend noch ein paar Worte mit ihm sprechen?
Wir hatten die Möglichkeit, vor dem Empfang kurz mit ihm zu sprechen. Nach den Ansprachen suchte der Bundespräsident das persönliche Gespräch mit den anderen versammelten Teilnehmern. Viele GSO Scholars betonten mir gegenüber, wie positiv sie diesen persönlichen Kontakt empfanden.
Welche Hoffnung knüpft ihr an den Empfang bzw. die Berliner Wissenschaftskonferenz?
Der Bundespräsident kann Debatten anstoßen. Ich hoffe, dass er sich für die von uns vorgeschlagenen Veränderungen einsetzt und unsere Ideen auf diesem Weg in den politischen Diskurs einfließen. Ich denke, der Bedarf für unsere Perspektive ist vorhanden. Mit der Abschaffung des Hochschulrahmengesetzes hat die Bundesregierung ihren eigenen Einfluss auf die Hochschulpolitik beschnitten und viel Gestaltungsmacht an die Länder abgetreten. Manchmal kann man den Eindruck bekommnen, z.B. nach der Rede des Vertreters des Bundesministeriums für Bildung und Forschung auf der Wissenschaftskonferenz, in Berlin sehe man die meisten Probleme bereits als gelöst an. Ich hoffe, dass sich ein starkes Problembewusstsein bei den politisch Verantwortlichen halten wird und die Wissenschaftskonferenz dazu einen Beitrag geleistet hat.
Auszüge von Connys und Tobias’ Rede findet Ihr in der neuesten Ausgabe von Forschung und Lehre sowie in academics, dem Karriereportal der Wissenschaft von ‚DIE ZEIT`. (Aus Forschung & Lehre: 07/2007: Von Tobias Schulze-Cleven und Conny Davidsen)
Eine Zusammenfassung des Empfangs bei Bundespräsident Horst Köhler findet Ihr unter www.gsonet.org.
Interviews mit Scholars im Rahmen der WiKo
Im Rahmen der WiKo wurden zahlreiche Interviews mit Euch geführt, so auch dieses mit Angela Günther, von der University of Toronto, Canada, welches in der Juni Ausgabe des Ärzteblattes erschienen ist.
Erst Düsseldorf, dann Calgary und Toronto – Angela Günther hat die Forschung ins Ausland gelockt. Aber sie möchte zurück. Dr. med. Angela Günther gehört zu denen, die nicht klagen. Kein Wunder, werden manche einwenden. Denn die 34-Jährige arbeitet in Kanada. Nach dem Medizinstudium in Göttingen ging Günther zunächst an das Universitätsklinikum Düsseldorf. Dort versuchte sie, neben der Patientenversorgung genug Zeit für die neuroimmunologische Forschung zu finden. „Aber das war schwer, weil man eigentlich mit der klinischen Arbeit ausgelastet ist“, sagt sie. www.aerzteblatt.de (Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 22 vom 01.06.2007)
Rückkehrer aus den USA: ein Kurzportrait Dr. Daniela Mehlmann
Nicht ganz zu Hause, aber nahe dran – Ein Interview mit Dr. Daniela Mehlmann
Dr. Daniela Mehlmann, geboren 1977, studierte und promovierte an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen im Fachgebiet Chemie. Im Anschluss an ihre Promotion absolvierte sie im September 2005 einen einjährigen Postdoc-Aufenthalt in den USA an der University of Colorado in Boulder. Frau Dr. Mehlmann arbeitet jetzt bei der Novartis Pharma AG Basel als Laborleiterin der Abteilung analytische Entwicklung.
Warum haben Sie entschieden, als Wissenschaftler ins Ausland zu gehen? Ich bin der Meinung, dass jeder einmal eine Zeit im Ausland verbringen sollte, da es unglaublich bereichernd ist, nicht nur was die Erfahrungen oder die Sprache betrifft, sondern auch und ganz besonders die persönliche Entwicklung. Ich habe bedauert, dass ich nicht schon während meines Studiums ein Auslandssemester eingeschoben habe. Daher habe ich die Gelegenheit, die Auslandserfahrung im Rahmen eines Postdocs nachzuholen, sofort ergriffen, zumal die Jobaussichten in Deutschland zu der Zeit, als ich meine Promotion beendet habe, nicht gerade gut waren.
Was gefällt Ihnen an Deutschland als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort nicht? Die Wissenschaft wurde und wird in Deutschland immer noch zu wenig gefördert, und […] als junger Wissenschaftler hat man wenig Förderungsmöglichkeiten bzw. sehr geringe Jobaussichten.
Warum haben Sie entschieden, als Wissenschaftler zurück nach Deutschland zu kommen? Ich wäre tatsächlich gerne nach Deutschland zurückgekommen, einfach weil es mein Heimatland ist. Leider gab es kaum Stellenausschreibungen für mein Tätigkeitsfeld, so dass ich notgedrungen in die Schweiz ausgewichen bin. Da ich jedoch in Basel sehr grenznah lebe und viele deutsche Kollegen habe, bedaure ich es nicht, dass es in Deutschland mit der Jobsuche nicht geklappt hat.
Wie haben Sie von der GSO erfahren? An der University of Colorado in Boulder wurden wir (d. h. vermutlich alle deutschen Scholars) vom ISSS Office (International Student and Scholar Services) auf die GSO hingewiesen.
Welche Services- und Informationsangebote der GSO haben Ihnen weiter geholfen? Ich habe am „Fit-for-Germany“-Workshop in San Francisco (März 2006) teilgenommen, in welchem ich umfassende Informationen erhalten habe, wie ich eine erfolgreiche Bewerbung zurück nach Deutschland gestalten kann und worauf ich insbesondere achten muss, wenn ich mich aus den USA dorthin bewerbe. Gleichzeitig habe ich viele gleichgesinnte Scholars getroffen, mit denen ich mich austauschen konnte, und dies hat mich ermutigt in meinem Vorhaben zurückzukehren.
Wie half Ihnen die GSO bei der Rückkehr nach Deutschland? Ich habe das Jobportal intensiv für meine Jobsuche genutzt (obgleich ich meine jetzige Position nicht darüber gefunden habe), und bin auch über einige Kontakte, die ich beim GSO-Treffen in San Francisco geknüpft habe, auf einige Jobangebote aufmerksam geworden. Letztendlich hat mir jedoch das Wissen, das ich beim „Fit-for-Germany“-Workshop erworben habe, am meisten bei der Rückkehr geholfen.
Was sollte sich mittel- bis langfristig in der deutschen Hochschul- und Unternehmenslandschaft ändern, um für (junge) Wissenschaftler wesentlich attraktiver zu sein? Ein Punkt ist mir ganz besonders während meines USA-Aufenthalts aufgefallen: In Deutschland gibt es kaum Unternehmen, die sich so aktiv um den Nachwuchs bemühen, wie es in den USA der Fall ist. Dort stellen sich die Unternehmen bereits in den Hochschulen vor und bieten Informationen, Praktika und Kurse an, um die Studenten frühzeitig auf sich aufmerksam zu machen. Dadurch lernen die Studenten, sich in der Unternehmenslandschaft zurechtzufinden, und bekommen unter Umständen schon einen ersten Vorgeschmack in ihrem Tätigkeitsfeld, z. B. im Rahmen eines Praktikums oder Ferienkurses. Diese Art von „Werbung“ gibt es in Deutschland leider kaum, und daher ist es meiner Ansicht nach auch so schwierig, den Sprung vom Studium in den Beruf zu schaffen.
Welche Überschrift würden Sie Ihrer persönlichen Geschichte geben? Glücklich zurück und reicher an Erfahrung
Dieses Interview findet Ihr auch direkt auf unserer Homepage unter www.gsonet.org
Neues von unseren GSO Partnerunternehmen
Börsengang: Kabinett beschließt Teilprivatisierung der Bahn
Das Bundeskabinett hat am 24. Juli 2007 einstimmig die Teilprivatisierung der Deutschen Bahn AG beschlossen. Wenn Bundestag und Bundesrat dem Gesetzentwurf zustimmen, kann nach Einschätzung von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) in einem ersten Schritt bis spätestens Ende 2008 ein Anteil, "der unter oder um die 25 Prozent liegt", in private Hände gehen. "Damit sind wir einen entscheidenden Schritt weiter bei der Umsetzung der Bahnreform II", erklärte Tiefensee nach der Kabinettssitzung.
www.spiegel.de (Quelle: Spiegel Online, 24. Juli 2007)
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