Editorial
Liebe Scholars,
herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe von „Braingain Quarterly“ im neuen Jahr. Auch in 2012 ist der Name Programm: Mit Nachrichten aus Deutschland, Berichten über erfolgreiche Rückkehrer und Informationen über spannende Karrieremöglichkeiten in Wissenschaft und Wirtschaft wollen wir Sie für eine Rückkehr nach Deutschland begeistern. Denn auch in 2012 bleibt der Fachkräftemangel eines der drängendsten Probleme der deutschen Wirtschaft, sind kluge Köpfe in Wissenschaft und Wirtschaft unsere wichtigste Ressource.
Ob und wie Ihnen soziale Netzwerke dabei helfen können, schneller den Weg zum Traumjob in Deutschland zu finden, darüber berichten wir in unserem GSO-Special
„Social Business-Netzwerke“. Auch Dr. Dr. Markus Ries unterstreicht im
GSO-Interview die Bedeutung von Netzwerken – und spricht über die Ängste mancher Rückkehrer und wie er nach siebenjähriger Tätigkeit in den USA nun die deutsche Arbeitskultur erlebt.
Von erfolgreichen Rückkehrern zu lernen und ihre Erfahrungen für eine Reform des Hochschulstandorts Deutschland nutzbar zu machen, darum wird es auch bei einem gemeinsamen Symposiums der GSO und der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung am 23. April 2012 in Berlin
gehen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung: die Erfolge des Förderprogramms „Rückkehr deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland“, das die GSO seit 2006 im Auftrag der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung durchführt. Wir freuen uns schon jetzt auf die Gelegenheit zum Dialog mit den 52 Professorinnen und Professoren, die mit Unterstützung des Programms an eine deutsche Hochschule zurückgekehrt sind. Und hoffen auf viele Besucher aus dem In- und Ausland, die mit uns über die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands diskutieren möchten. Nähere Informationen über die Veranstaltung und ein Anmeldeformular werden wir im Februar auf unserer
Homepage veröffentlichen.
Für heute wünschen wir Ihnen viel Freude mit „Braingain Quarterly“. Wie immer sind wir dankbar für Anregungen und Feedback jeder Art. Und vielleicht möchten Sie unseren Newsletter ja auch an deutsche Kollegen in Ihrem beruflichen Umfeld weiterleiten – ganz im Sinne des Networking-Gedankens? Wir würden uns freuen.
Mit herzlichem Gruß aus Berlin Ihr
GSO-Team
Inhalt
GSO-Community
GSO in der Presse
GSO-Special: Social Business-Netzwerke
Opportunities
Im Porträt
Wissenschafts-News
Wirtschafts-News
Miscellaneous
GSO-Community
GSO auf KISSWIN-Tagung mit rund 800 Nachwuchswissenschaftler/-innen
Unter dem Titel „Lust auf wissenschaftliche Karriere in Deutschland! Wege, Förderungen und Netzwerke im Überblick“ lud das Projekt KISSWIN im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zum dritten Mal den wissenschaftlichen Nachwuchs Deutschlands zu einer bundesweiten Tagung nach Berlin ein. Neben zahlreichen Vertreter/-innen aus den Bereichen Nachwuchsförderung, Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Industrie und Politik bot auch die GSO Beratungen zu Karriereperspektiven für die rund 800 Nachwuchswissenschaftler/-innen an. Mehr
Persönliche Ansprechpartner/-innen in den USA: GSO-Representatives
Insgesamt fünf „GSO Representatives“ stehen deutschen Wissenschaftler/-innen in den USA rund um das Thema Rückkehr zur Verfügung und sammeln zudem Anregungen, um das Angebot der GSO weiter zu verbessern. Die Representatives sind meist selbst in der Wissenschaft tätig und zu Forschungszwecken in die USA gegangen. In San Francisco vertritt Sabine Blankenship die Interessen rückkehrwilliger Scholars, Katja Susann Grossmann engagiert sich in San Diego, in Evanston können Sie sich an Janine Kirstein wenden. Ulrike Sorge ist in Minnesota Ansprechpartnerin und Michael Nippe beantwortet gerne Fragen in Madison. Alle Kontaktdaten sind hier zu finden.
Stammtisch-Organisatoren/-innen gesucht
Um das Netzwerk deutscher Wissenschaftler/-innen im Ausland zu pflegen und zu vergrößern, suchen wir für die Stammtische in
Cincinnati, Columbus, Columbia und Houston neue Organisatoren/-innen. Der Stammtisch sollte regelmäßig und mindestens einmal im Monat stattfinden. Aufgabe der Organisatoren/-innen ist es, alle Stammtisch-Mitglieder über Neuigkeiten aus dem GSO- und GAIN-Netzwerk zu informieren und als Ansprechpartner/-in für neue Teilnehmer zu fungieren. Ein ganz herzlicher Dank geht an die bisherigen Organisatoren der genannten Stammtische. Bei Interesse an dieser Aufgabe freuen wir uns über eine kurze Nachricht an info@gsonet.org.
Neue Stammtischgründungen in Baltimore und Salt Lake City
Regelmäßige Treffen deutscher Wissenschaftler/-innen in Baltimore organisiert Patrick Rose, der sich auf zahlreiche Interessenten freut. Er ist unter StammtischBA@gso-gain.org zu erreichen. Zur eigenen Webseite des Stammtisches geht es hier. In
Salt Lake City organisiert Stelios Florinas einen Stammtisch deutscher Wissenschaftler/-innen. Kontakt kann man unter StammtischSL@gso-gain.org aufnehmen.
Aktuelle Stammtische
Ein Stammtisch-Spezial findet am 08. Februar in San Francisco statt. Zu Gast wird Dr. Peter Kolb sein, Emmy-Noether-Juniorgruppenleiter in Marburg und ehemaliger UCSF-Posdoc. Um Anmeldung bei Sabine Blankenship wird unter StammtischDC@gso-gain.org gebeten. Die Veranstaltung findet im ThirstyBear, 661 Howard Street San Francisco, CA 94105 statt.
Der Stammtisch in Washington D.C. trifft sich am Dienstag, den 02. Februar, um 19:30 Uhr im Rock Bottom, 7900 Norfolk Avenue, Bethesda. Der Organisator Alexander Lakomek ist unter StammtischDC@gso-gain.org zu erreichen.
Eine eigene Webseite mit Informationen rund um die Region und aktuellen Terminen bieten der neugegründete Stammtisch Baltimore sowie die Stammtische Vancouver und Philadelphia.
GSO in der Presse
Führender Forscher der Energiewende: GSO-Präsident Eicke R. Weber
Die Wirtschaftswoche hat die bislang umfangreichste Rangliste der 60 wichtigsten Macher der Energiewende vorgestellt. Dafür hat eine Jury aus 21 Experten Politiker, Konzernchefs, Wissenschaftler und Technologie-Vordenker bewertet. Als führender Forscher der Energiewende wurde Prof. Dr. Eicke R. Weber ausgezeichnet - er ist Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg und Gründer der GSO. Als Solarpionier ist er überzeugt, dass Deutschland die Forschungskraft hat, die Transformation des Energiesystems zu stemmen. Dazu sind jedoch zusätzliche Fördermittel nötig, um den Prozess zu beschleunigen, der Sonne, Wind und Biomasse sicher, effizient und bezahlbar macht.
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Auf nach Harvard - aber für immer? Viele Forscher im Ausland kehren zurück nach Deutschland
Uni-Rankings zeigen: Die Topadressen für Forscher liegen selten in Deutschland. Viele gehen weg - das weckt Sorgen um den "Brain Drain", den Verlust der schlauen Köpfe. Das ZDF heute magazin berichtet u.a. über den Biophysiker Jochen Guck, der als einer von sieben Alexander-von-Humboldt Professoren 2011 nach Deutschland zurückgekehrt ist. GSO und GAIN werden als wichtige Initiativen bei der Unterstützung und Vernetzung von rückkehrwilligen Forscher/-innen aus dem Ausland erwähnt.
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GSO-Special: Social Business-Netzwerke
Mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben, auch wenn man längere Zeit im Ausland lebt und arbeitet, ist durch Online-Netzwerke wie Facebook kein Problem mehr. Doch nicht nur soziale Kontakte lassen sich online pflegen. Immer mehr Menschen sind in sogenannten Social Business-Netzwerken angemeldet und bauen geschäftliche Kontakte auf. Doch kann man über Business-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn tatsächlich seinen Karriereweg beeinflussen oder bleibt neben einer virtuellen Kontaktliste nicht viel übrig vom Business-Netzwerken im Internet? Mehr
Opportunities
Aktuelle
Angebote aus der GSO-Jobbörse
Eine vollständige Übersicht über alle Jobangebote finden Sie
hier.
Förderprogramme und
Ausschreibungen
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Das „Programm zur Förderung der Rückkehr des wissenschaftlichen Spitzennachwuchses aus dem Ausland“ des Landes Nordrhein-Westfalen bietet hervorragenden Nachwuchswissenschaftler/-innen im Ausland die Chance, eine selbstständige Nachwuchsgruppe an einer nordrhein-westfälischen Universität ihrer Wahl aufzubauen. Jeder Gruppe stellt das Land über einen Zeitraum von fünf Jahren bis zu 1,25 Millionen Euro zur Verfügung. Bewerbungsschluss ist der 26. März 2012; Bewerbungen sind online einzureichen..
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Das internationale Programm Best of Biotech – get your Business started (BOB) des österreichischen Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend unterstützt die drei besten Geschäftsideen im Bereich Biotechnologie mit 15.000, 10.000 und 5.000 Euro sowie einem professionellen Coaching. Teilnehmen können Studierende, Postgraduierte, erfahrene Wissenschaftler/innen und andere kreative Menschen, die ihre Life-Science-Innovation in eine Geschäftsidee und einen professionellen Businessplan umsetzen möchten.
Im Porträt
Dr. Dr. Markus Ries im GSO-Interview
Nach sieben Jahre in den Vereinigten Staaten ist Dr. Dr. Markus Ries mit seiner Familie nach Deutschland zurückgekehrt. Seit seiner Rückkehr habilitiert er sich am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg. Im GSO-Interview spricht er über seine Erfahrungen mit dem deutschen Arbeitsklima, über die Tiefgründigkeit der Deutschen und die Notwendigkeit, Brücken zu bauen.
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Wissenschafts-News
Medizin als Wissenschaft: Ärztemangel in der klinischen Forschung
Die Ursachen für einen Ärztemangel in der Hochschulmedizin sind vielfältig und können an den verschiedenen Phasen der medizinischen Aus- und Weiterbildung festgemacht werden. Der Hauptgrund: Im Vergleich zur klinischen Medizin gibt es im wissenschaftlichen Sektor trotz der Einführung von Tenure-Track-Programmen weiterhin zu wenig attraktive langfristige Karriereoptionen. Mehr
Die neue Einwanderer-Elite
Beinahe unbemerkt hat sich Deutschland zu einem Sehnsuchtsort für Hochqualifizierte aus aller Welt entwickelt. Anziehend für Hochqualifizierte besonders aus dem Osten Europas ist unter anderem die niedrige Arbeitslosenquote, die im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren fiel. Zudem hat die Politik zwar nur zögerlich für bessere Bedingungen für Zuwanderer gesorgt, nun aber zeigen die Reformen Wirkung.
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Die Zahl der Juniorprofessuren steigt
Seit zehn Jahren gibt es in Deutschland die Juniorprofessur, die die damalige Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn eingeführt hat. Trotz wechselvoller Geschichte zeichnet sich nun endlich ein Aufschwung ab. Experten werten die Einführung der Juniorprofessur inzwischen als Erfolg und fordern neue Programme. Mehr
Superviren unter Verschluss
Erstmals hat die US-Regierung Wissenschaftler und Fachjournale darum gebeten, Details von Forschungsarbeiten unter Verschluss zu halten. Die Immunologen Ron Fouchier von der Erasmus Universität Rotterdam und Yoshihiro Kawaoka von der Universität Wisconsin hatten mit amerikanischen Forschungsgeldern zwei separate Studien über die Gefahr einer Mutation des Vogelgrippevirus H5N1 erstellt. Mehr
Uni-Barometer 2011: Mehr Professuren, aber noch mehr Studierende
Die Zahl der Universitätsprofessuren hat sich im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Dies geht aus aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes hervor, die die Zeitschrift „Forschung & Lehre“ in ihrer Januar-Ausgabe exklusiv als „Universitätsbarometer 2011“ veröffentlicht. Demnach lehrten 24.934 Professoren an deutschen Universitäten und ihnen gleichgestellten Hochschulen. Das sind 664 mehr als im Jahr 2009.
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Wirtschafts-News
DIHK-Umfrage: Innovationsdynamik von Unternehmen hoch, aber Fachkräfte fehlen
Die Unternehmen in Deutschland arbeiten weiter hart an ihrer Wettbewerbsfähigkeit – das geht aus dem Innovationsreport 2011 hervor, den der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jetzt vorgelegt hat. Die Unternehmen erhöhten nach Angaben des DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann trotz konjunktureller Unsicherheiten ihr Engagement im Bereich Forschung und Innovation, allerdings meldet mehr als jedes zweite Unternehmen Einschränkungen seiner Innovationsaktivitäten, weil Fachkräfte und Forscher fehlen. Mehr
Verlagerung nach Amerika: BASF gibt grüne Gentechnik in Europa auf
Die Widerstände in Politik und Gesellschaft waren zu groß: Der weltgrößte Chemiekonzern BASF gibt den Markt für Pflanzenbiotechnologie in Europa wegen mangelnder Akzeptanz auf. Künftig wird in Amerika geforscht. Mehr
Jahreswirtschaftsbericht: Bundesregierung sieht nur eine Konjunktur-Delle
Wirtschaftsexperten und der offizielle Bericht des Wirtschaftsministers Rösler sind sich einig: Deutschland bleibt womöglich von einer Rezession verschont. Der neue Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung sieht noch ein Mini-Wachstum - und gute Nachrichten für den Arbeitsmarkt.
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Roter Teppich für Bewerber mit naturwissenschaftlich-technischem Hintergrund
Nicht nur mehr Verantwortung, sondern auch mehr Geld: Das neue Jahr bietet Akademikern gute Jobchancen. Besonders gefragt sind Akademiker mit naturwissenschaftlich-technischem Hintergrund. Hier ist die Nachfrage mit knapp 240.000 offenen Stellen derzeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren, ergab eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
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Miscellaneous
GAIN-Newsletter
Im aktuellen Newsletter schaut das GAIN Netzwerk auf das Jahr 2011 zurück und beschäftigt sich kritisch mit Juniorprofessur und Exzellenzinitiative. Vorausblickend auf das neue Jahr stellt GAIN eine neue Förderinitiative der EU vor und beleuchtet die aktuelle Situation für akademische Führungskräfte am deutschen Arbeitsmarkt. GAIN ist eine Gemeinschaftsinitiative der Alexander von Humboldt-Stiftung, des DAAD und der DFG.
iversity - internationale, kostenfreie online Plattform für Forschung und Lehre
iversity ist eine Mischung aus einem sozialen Netzwerk und einer Gruppenarbeitsumgebung. Einerseits bietet iversity eine zeitgemäße Alternative zu den statischen Kursmanagementplattformen à la Blackboard und Moodle. Andererseits kann iversity auch für die Zusammenarbeit in Forschungsprojekten genutzt werden. iversity verfügt über innovative Features, wie zum Beispiel die Möglichkeit, PDF-Dokumente direkt online kollaborativ mit Kommentaren zu versehen oder als Textsammlung per print-on-demand zu bestellen. Mehr
10. Fit for Germany-Workshop am 06. September 2012 in Boston
Save the date! Der diesjährige Fit for Germany-Workshop der GSO findet am 6. September 2012 in Boston statt. In einer kleinen Gruppe von 20-25 Teilnehmern werden Sie dort intensiv auf eine Bewerbung auf dem deutschen Arbeitsmarkt vorbereitet und erhalten wertvolle Hilfestellungen für Ihre persönliche Rückkehrplanung. Die Anmeldung für den 10. Fit for Germany-Workshop läuft ab sofort, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
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