Karriere und Förderung –
Aktueller GSO Newsletter Januar 2006
Shop Talk
GSO-Intern
Neue GSO Geschäftsführung
Wissenschaftlertreffen & „Fit for Germany“ Workshop,San
Francisco 2006
Kostenloser Ausschreibungsdienst des DHV
Mitgliedschaft im DHV
Out There
Karriere und Förderung – Aktuelles
Wissenschaftler als Unternehmer –
High-Tech Gründerfonds
fördert start-ups mit 262 Mio Euro
Neuer internationaler Forschungspreis für
Geschichtswissenschaftler
Call for Nominations – Balzan-Preise 2006
Online-Jobbörse
On the Radar
Trends und Entwicklungen im Forschungs- und Hochschulwesen
Wettbewerb der Spitzen -Unis:
Erste Entscheidungen in der
Exzellenzinitiative
DIW-Studie untersucht deutsche Innovationsfähigkeit
Zusätzlich 6 Mrd. Euro für F&E –
Innovationsoffensive
Deutschland beschlossen
Der schnelle Weg vom Paper zum Produkt – Jenaer Innovationscluster
»Optische Technologien« Jena Optical
Innovations JOIN
Forschen und Vermarkten –
TU Darmstadt und Merck KGaA
gründen gemeinsames Labor
Shop Talk
GSO-Intern
Liebe Scholars, liebe Freunde der GSO,
mit Beginn des neuen Jahres, für das ich Ihnen viel Erfolg
sowohl bei Ihren beruflichen als auch privaten Plänen
wünsche, habe ich die Geschäftsleitung der GSO in Berkeley
von Nina Peiffer übernommen.
Diesen ersten Newsletter 2006 möchte ich daher nutzen und
mich kurz bei Ihnen vorstellen. Als promovierte Psychologin
war ich von Mai 2004 bis Ende letzten Jahres mit einem
Feodor Lynen-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung
am privaten Preventive Medicine Research Institute (PMRI) in
Sausalito tätig. Ich möchte meine Erfahrungen als Scholar in
die Arbeit der GSO einbringen und hochqualifizierte deutsche
Wissenschaftler bei der Suche nach beruflichen Perspektiven
in Deutschland unterstützen.
Damit es aber nicht nur bei guten Vorsätzen im neuen Jahr
bleibt, hat sich das GSO-Team auch in diesem Monat wieder
für Sie informiert und wichtige News aus der deutschen
Wissenschafts- und Wirtschaftslandschaft für Sie
zusammengetragen.
Zuvor aber noch einige Hinweise in eigener Sache:
Wissenschaftlertreffen in San Francisco 2006
Am 4. März 2006, also in knapp einem Monat, findet unser
erstes jährliches Regionaltreffen in San Francisco statt.
Das deutsche Generalkonsulat wird am Vorabend, dem 3. März,
seine Pforten zu einem kleinen Abendempfang für Sie öffnen.
Wer sich noch nicht registriert hat, kann dies hier
nachholen
www.gsonet.org. Außerdem erhalten Sie in
diesen Tagen eine Einladung zum „Fit for Germany“ Workshop,
der ebenfalls am 3. März im deutschen Generalkonsulat
stattfinden wird. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Sie
können sich unter
www.gsonet.org bis zum 20. Februar
anmelden. Beide Veranstaltungen sind natürlich für alle Scholars offen, auch wenn sie nicht in der Bay Area leben
und arbeiten. Ich freue mich darauf, viele von Ihnen zu
diesem Anlass persönlich kennen zu lernen.
Auch als Rückkehrer GSO-Scholar bleiben!
Einige unserer Scholars sind in den letzten Jahren – auch
mit unserer Hilfe – in die Bundesrepublik zurückgekehrt.
Natürlich freuen wir uns, wenn Sie auch in Deutschland
weiterhin Mitglied in unserem Netzwerk bleiben. Ihre
Erfahrungen sind eine überaus wertvolle Informationsquelle
für Wissenschaftler, die sich derzeit im Ausland aufhalten,
ihren beruflichen Weg jedoch später gern in Deutschland
fortsetzen möchten. Es wäre daher sehr schön, wenn Sie uns
als Interviewpartner für einen Newsletter-Artikel zur
Verfügung stehen oder vielleicht sogar auf einem unserer
Regionaltreffen persönlich über Ihre Erfahrungen berichten
würden.
An dieser Stelle noch eine allgemeine Bitte: Informieren Sie
uns mit einer kurzen Email an
schulz@gsonet.org, wenn Sie
nach Deutschland zurückgehen bzw. bereits zurückgegangen
sind und teilen Sie uns Ihre neuen Kontaktdaten mit. Dies
erleichtert uns den Ausbau und die Pflege unseres globalen
Netzwerkes. Vielen Dank!
Kostenloser Ausschreibungsdienst des DHV für GSO-Scholars
Der Deutsche Hochschulverband (DHV) informiert seine
Mitglieder monatlich per Email über aktuelle Ausschreibungen
zu vakanten Professorenstellen in Deutschland, Österreich
und der Schweiz. Er deckt damit einen Grossteil aller
Professuren und Juniorprofessuren im deutschsprachigen Raum
ab. Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung mit dem DHV
können GSO-Scholars kostenlos von diesem Service
profitieren. Wenn Sie Ihren Lebenslauf in unseren Talentpool
einstellen, leiten wir Ihre Email-Adresse an den DHV weiter.
Der DHV wird Sie dann anschreiben und fragen, ob und für
welche Fachgebiete Sie Ausschreibungen erhalten möchten. So
erfahren Sie einfach und unkompliziert, welche Stellen in
Deutschland auf Sie warten. Also pflegen Sie am besten noch
heute Ihren Lebenslauf in unsere Jobbörse ein.
www.gsonet.org/jobs
Mitgliedschaft im DHV
Wenn Sie bereits wieder in Deutschland sind, möchten wir
Ihnen eine Mitgliedschaft im DHV sehr empfehlen. Der DHV
vertritt Ihre Interessen als Wissenschaftler gegenüber
Politik und Gesellschaft. Wenn Sie in unserem Talentpool mit
einem Lebenslauf registriert sind und die
Stellenausschreibungen des DHV beziehen, wird der DHV Sie
anschreiben und Ihnen eine Mitgliedschaft anbieten.
Selbstverständlich sind Sie dazu nicht verpflichtet und als
GSO-Scholar erhalten Sie auch weiterhin die
Stellenausschreibungen.
Näheres hierzu erfahren Sie unter
http://www.hochschulverband.de.
Und noch ein Versprechen mit Blick auf das Datum dieses
Newsletters am Schluss: die Februar-Ausgabe kommt garantiert
noch im Februar!
Herzlichst,
Ute Schulz
Out There
Karriere und Förderung – Aktuelles
Wissenschaftler als Unternehmer –
High-Tech Gründerfonds fördert start-ups mit 262 Mio Euro
Die Bundesregierung hat zusammen mit der bundeseigenen
Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den „High-Tech
Gründerfonds“ als Teil der Initiative "Innovationen für
Deutschland" aufgelegt. Im Rahmen dieses Fonds stellt die
KfW insgesamt 262 Mio. Euro Risikokapital (Venture Capital)
für junge Technologieunternehmen zur Verfügung, die viel
versprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen.
Die Firmen werden zunächst für 5 Jahre finanziell
unterstützt, darüber hinaus erhalten sie außerdem Beratung
in allen Managementfragen. Ziel des Programms ist es,
Wissenschaftler zur Selbstständigkeit zu ermuntern;
insbesondere Neugründungen sollen gefördert werden.
Bedingung ist, dass das Unternehmen seinen Sitz in
Deutschland hat und ein F&E-Projekt den Kern des
Unternehmens bildet. Außerdem verlangt der High-Tech Fonds
Eigenmittel der Gründer in Höhe von 20% in den alten und 10%
in den neuen Bundesländern, bezogen auf die Beteiligung des
Fonds. Die Hälfte davon kann über weitere Investoren
beschafft werden. Letztlich verbleibt eine
Mindest-Eigenbeteiligung des Gründers von maximal 25.000
Euro in den alten bzw. 12.500 Euro in den neuen
Bundesländern.
Der erste Schritt zur Förderung ist die Erarbeitung eines
Konzeptpapiers zusammen mit einem Coach, den der Gründer aus
einer vom Gründerfonds bereitgestellten Liste aus ganz
Deutschland auswählen kann. Wenn dieser Coach das Vorhaben
unterstützt, wird es ein erstes Mal vom Gründerfonds
geprüft. Gibt der Fonds hier das erste OK, erarbeiten
Gründer und Coach gemeinsam einen Antrag auf Förderung durch
den Fonds. Wird dieser positiv bewertet, erfolgt eine
weitere umfassende Prüfung durch den Fonds und einen
externen Gutachter. In dieser Phase finden auch Gespräche
mit weiteren Investoren statt.
Bewilligt der High-Tech Gründerfonds den Antrag, erhält das
Jungunternehmen bis zu 500.000 Euro Kapital in einer
Kombination aus offener Beteiligung und Darlehen. Der
High-Tech Gründerfonds erwirbt damit 15 Prozent der
Gesellschaftsanteile, zusätzlich dürfen zusätzliche
Fremdmittel aufgenommen werden. Da ein Großteil der Coaches
aus dem Venture Capital Bereich kommen, wirkt die Tatsache,
dass der Gründer den umfangreichen Durchleuchtungsprozess
erfolgreich überstanden hat, wie ein Qualitätssiegel mit dem
weiteres Kapital eingesammelt werden kann.
Weitere Informationen:
http://www.high-tech-gruenderfonds.de/
Neuer internationaler Forschungspreis für
Geschichtswissenschaftler
Die Gerda Henkel Stiftung schreibt anlässlich ihres
30-jährigen Bestehens in diesem Jahr erstmals den Gerda
Henkel Preis aus. Die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung
soll herausragende Forschungsleistungen im Bereich der
historischen Geisteswissenschaften honorieren und richtet
sich an Wissenschaftler aus aller Welt. Die Kandidaten für
den Preis müssen bis zum 30. April 2006 von ihrer
Universität oder Forschungseinrichtung vorgeschlagen werden,
Eigenbewerbungen sind nicht möglich. Anschließend prüft eine
Jury aus Beiratsmitgliedern und stiftungsunabhängigen
Persönlichkeiten die eingegangenen Nominierungen, ihre
Empfehlungen bilden die Grundlage für die Entscheidung des
Stiftungs-Kuratoriums. Die Preisvergabe findet am 6.
November in Düsseldorf statt. Künftig wird der Preis alle
zwei Jahre ausgeschrieben.
Weiter Informationen unter:
http://www.gerda-henkel-stiftung.de
(Gerda Henkel Stiftung)
http://www.gerda-henkel-stiftung.de/ghs_preis.php?nav_id=253&language=de
(Gerda Henkel Preis)
Call for Nominations – Balzan-Preise 2006
Die international ausgerichtete italienische Balzan-Stiftung
vergibt in diesem Jahr 4 Wissenschaftspreise mit einem
Gesamtvolumen von 4 Mio Schweizer Franken (etwa 2,6 Mio
Euro) in den Fachgebieten „Geschichte und Theorie des
politischen Denkens“, „Beobachtende Astronomie und
Astrophysik“, „Molekulargenetik der Pflanzen“ sowie
„Geschichte der abendländischen Musik seit 1600“. Jeweils
die Hälfte des Preisgeldes muss für Forschungsprojekte unter
Beteilung von vornehmlich jungen Wissenschaftlern zur
Verfügung gestellt werden.
Universitäten und andere wissenschaftliche oder kulturelle
Institutionen sind eingeladen, dem Preisverleihungskomitee
der Stiftung bis zum 15. März 2006 Nominierungen für die
Preise einzureichen. Eigenkandidaturen werden nicht
berücksichtigt. Zu den Preisträgern 2005 gehörte der
Deutsche Dr. Lothar Ledderose, der für seine Forschung über
die Kunstgeschichte Asiens geehrt wurde.
Weitere Informationen:
http://www.balzan.it
Online-Jobbörse
Ergänzend zu unserer Jobbörse auf
www.gsonet.org/jobs möchten wir auf die Suchmaschine
www.jobturbo.de hinweisen.
Man wird automatisch auf eine Website des Handelsblatts
geleitet und kann hier mit einem Klick mehrere allgemeine
Jobbörsen durchsuchen.
On the Radar
Trends und Entwicklungen im Forschungs- und Hochschulwesen
Wettbewerb der Spitzen-Unis –
Erste Entscheidungen in der Exzellenzinitiative
In der ersten Auswahlrunde der Exzelleninitiative sind die
Würfel gefallen: Die gemeinsame Kommission der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Wissenschaftsrates
hatte in den drei Förderlinien „Graduiertenschulen“, „Exzellenzcluster“
und „Zukunftskonzepte“ über mehr als 300 Antragsskizzen von
Universitäten zu entscheiden.
36 Hochschulen waren erfolgreich und sind nun zur Ausarbeitung von
Vollanträgen für die zweite Stufe aufgefordert.
Unter den 10 Universitäten, die Zukunftskonzepte einreichen
dürfen, finden sich viele bereits erwartete Namen wie die
RWTH Aachen, die Universität Heidelberg, die FU Berlin oder
die LMU und TU München. Mit der Universität Bremen ist aber
auch ein Überraschungskandidat dabei. Es dominiert der Süden
Deutschlands mit 7 ausgewählten Hochschulen.
Die ausgewählten Universitäten haben bis zum 20. April 2006
Zeit, die ausformulierten Anträge einzureichen. Am 13.
Oktober wird der Bewilligungsausschuss mitteilen, welche
Graduiertenschulen – etwa 20 –, welche Exzellenzcluster –
etwa 15 – und welche Zukunftskonzepte ab November 2006
gefördert werden.
Das Programm „Exzellenzcluster“ will an deutschen
Universitätsstandorten international konkurrenzfähige
Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen etablieren und dem
wissenschaftlichen Nachwuchs damit exzellente
Rahmenbedingungen bieten. Die neuen „Graduiertenschulen“
sollen innerhalb eines breiten Wissenschaftsgebietes
optimale Promotionsbedingungen schaffen und zugleich der
Identifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses mit dem
Standort Deutschland dienen. Sie gehen damit weit über das
Instrument der bereits existierenden Graduiertenkollegs
hinaus.
Die Förderlinie „Zukunftskonzepte“ möchte Universitäten in
die Lage versetzen, sich international in der Spitzengruppe
zu positionieren und damit den Wissenschaftsstandort
Deutschland dauerhaft zu stärken. Erfolgreiche
Zukunftskonzepte sollen dabei Beispiel und Ansporn für die
übrigen Universitäten sein. Die Zukunftskonzepte müssen mit
den beiden anderen Programmen abgestimmt sein. Das bedeutet,
Universitäten, die in dieser Kategorie ausgewählt werden,
kommen auch in den Förderlinien „Exzellenzcluster“ und
„Graduiertenschulen“ zum Zuge.
Insgesamt hat die Exzellenzinitiative neuen Wind in die
Hochschullandschaft gebracht. In vielen Kommentaren werden
die positiven Auswirkungen hervorgehoben, die alleine schon
der Bewerbungsprozess auf das gesamte Hochschulsystem hat.
Durch die Exzellenzinitiative wurde eine Welle an
wissenschaftlicher Aktivität insbesondere hin zu
interdisziplinärer Verflechtung ausgelöst, die es vorher so
nicht gab.
Die zweite Auswahlrunde beginnt ebenfalls im April 2006 und
endet im Oktober 2007. Hier kann noch einmal die gleiche
Anzahl an Graduiertenschulen und Exzellenclustern gefördert
werden. Die gesamte Exzellenzinitiative ist zunächst auf
fünf Jahre und ein Volumen von 1,9 Milliarden Euro angelegt.
http://www.dfg.de/forschungsfoerderung/
DIW-Studie untersucht deutsche Innovationsfähigkeit
Ist Deutschland innovativ? Dieser Frage ist das Deutsche
Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) im Auftrag
der Deutschen Telekom Stiftung und des Bundesverbandes der
Deutschen Industrie nachgegangen. Ihrer Studie zufolge nimmt
die deutsche Innovationsfähigkeit im Vergleich zu 13
weltweit führenden Industrienationen Platz 6 ein. Dabei
belegen die USA, Schweden, Finnland, Dänemark und Japan die
ersten Ränge; Großbritannien, Frankreich, Belgien, die
Niederlande und Österreich folgen Deutschland auf dem Fuße.
Beunruhigend ist allerdings der relativ große Abstand
zwischen Deutschland, dessen Innovativität mit dem Faktor
4,6 bewertet wurde, und den fünf Erstplatzierten. Von denen
erreichten die USA mit Faktor 7 das Maximum, doch auch
Schweden auf Platz 5 wurde immer noch mit dem Faktor 6
bewertet.
Deutschlands Stärken liegen laut der Untersuchung in den
Bereichen Umsetzung von Innovationen und Vernetzung:
Aufbauend auf einer ausgezeichneten Infrastruktur und einer
ausgeprägten Vernetzungskultur der Unternehmen und
angetrieben von einer hohen Wettbewerbsintensität erzielen
vor allem deutsche Industrieunternehmen mit innovativen
Produkten nach wie vor außerordentliche Markterfolge und
machen Deutschland zum Exportweltmeister.
Schwächen existieren im Bildungssektor und bei der
Finanzierung von Innovationen. Im Vergleich der
innovationsrelevanten Einstellung der Bevölkerung belegte
Deutschland allerdings den vorletzten Platz. Beim Anteil der
privaten und öffentlichen Ausgaben für Bildung, gemessen am
Bruttoinlandsprodukt (BIP), liegt Deutschland sogar nur
Platz auf 10 und auch im Hinblick auf das Angebot an
Personal für den Innovationsprozess rangiert Deutschland
sowohl quantitativ (Platz 7) als auch qualitativ (Platz 9)
hinter den meisten Ländern der Vergleichsgruppe – allerdings
noch vor Japan. Hier sollen nun sowohl die
Exzellenzinitiative von Bund und Ländern als auch die
Innovationsoffensive der Bundesregierung neuen Anschub
geben.
Weitere Innovationen:
http://www.telekom-stiftung.de
Zusätzlich 6 Mrd. Euro für F&E –
Innovationsoffensive Deutschland beschlossen
Bei der Klausur des neuen Schwarz-Roten Kabinetts auf
Schloss Genshagen wurde Mitte Januar beschlossen, dass der
Bund bis 2009 6 Mrd. Euro mehr für Forschung & Entwicklung
(F&E) ausgeben wird. Die Bundesregierung erwartet, dass die
Länder noch einmal die gleiche Summe und die Wirtschaft im
gleichen Zeitraum sogar weitere 24 Mrd. Euro zusätzlich
investieren werden. Vermutlich werden die Programme der
Innovationsoffensive so gestaltet, dass es nur dann einen
Euro aus der Bundeskasse gibt, wenn die Länder selbst einen
und die Wirtschaft zwei Euro aufbringen. So soll der
Beschluss der EU-Regierungschefs von 2002 umgesetzt werden,
nach dem bis 2010 3% des Bruttoinlandsproduktes in F&E
investiert werden müssen. Die Details der
Innovationsoffensive wird das Bundesministerium für Bildung
und Forschung bis zum Sommer 2006 erarbeiten.
Der schnelle Weg vom Paper zum Produkt –
Jenaer Innovationscluster »Optische Technologien« Jena
Optical Innovations JOIN
Während der Hochschul-Exzellenz-Wettbewerb in die zweite
Runde geht, wird in Jena derzeit ein weiterer Beschluss des
Bund-Länder-Pakts für Forschung und Innovation umgesetzt. In
Deutschlands traditionellem Zentrum für optische
Technologien haben sich Wissenschaft und Wirtschaft zum
Innovationscluster JOIN zusammengeschlossen, um
Forschungsergebnisse künftig schneller in marktfähige
Produkte umsetzen zu können.
Zentrale Achse des neuen Netzwerkes ist das ansässige
Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF).
Es betreut und koordiniert die Kooperationsprojekte zwischen
mehr als zehn mittelständischen und großen Unternehmen wie
etwa der Jenoptik AG sowie ihren Hochschulpartnern, der
Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Fachhochschule Jena
und der TU Ilmenau. Die ersten Pilotprojekte sind am 18.
Januar angelaufen; sie sollen Techniken entwickeln, die die
Herstellung optischer Systeme effizienter und preiswerter
gestalten.
Die Initiative ist bereits der dritte Innovationscluster der
Fraunhofer Gesellschaft. In den vergangenen zwei Jahren
hatte die Organisation für angewandte Forschung bereits in
Chemnitz und Stuttgart Cluster zur Bündelung von Wissen und
Kompetenz in den Bereichen „Mechatronischer Maschinenbau“
und „Digitale Produktion“ eingerichtet.
Weitere Informationen:
http://www.iof.fraunhofer.de
Forschen und Vermarkten –
TU Darmstadt und Merck KGaA gründen gemeinsames Labor
Um sich im internationalen Wettbewerb besser zu
positionieren, sind die TU Darmstadt und die Merck KGaA eine
in Deutschland noch nicht allzu verbreitete Form der
Partnerschaft eingegangen: Am 19. Januar unterschrieben
Vertreter der Hochschule und des Unternehmens für
Spezialchemie und Pharmazie den Gründungsvertrag für das
gemeinsame „Merck-Lab“.
Merck trägt die Kosten für den Aufbau des neuen
Forschungslabors auf dem Campus der Universität in Höhe von
rund einer Million Euro, die TU Darmstadt stellt im Gegenzug
10 Mitarbeiter aus mehreren Disziplinen sowie
Sachleistungen. Die Unterhaltungskosten von jährlich etwa 1
Million Euro teilen sich beide Partner zu gleichen Teilen.
Merck erhält das Exklusivrecht, die Erfindungen aus der
Kooperation zum Patent anzumelden und zu vermarkten. Die TU
Darmstadt ist an den Einnahmen beteiligt und die könnten
künftig ein durchaus nennenswerter Posten im
Hochschulhaushalt sein – zumindest, wenn das erste
Forschungsprojekt des „Merck-Labs“ erfolgreich verläuft. Die
Wissenschaftler arbeiten daran, neue Technologien für die
Serienproduktion „druckbarer Funkchips“ (RFID-Chips) zu
entwickeln, die die bisher üblichen Barcode-Systeme im
Handel ablösen könnten.
Weitere Informationen:
http://www.tu-darmstadt.de/aktuell/pm/2006/10-merck-lab.tud
Vielen Dank an Nicole Rädisch und Benedikt Lehr,
zur Zeit Interns im GSO Büro und Co-Autoren dieses Newsletters.
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