GSO Newsletter Januar 2007
Shop Talk GSO-Intern Förderprogramm „Rückkehr deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland“Ausbau der wissenschaftlichen Exzellenz an deutschen Universitäten Förderprogramm „Internationalität der Forschung“ Wissenschaftskonferenz vom 19.-21. April 2007 in Berlin
FOCUS on JOBS Neues von der GSO Jobbörse Attraktive Positionen im Bereich der Mikrosystemtechnik für Kernspintomographie (MRI)Medizinische Fakultät bietet fünf „PostDoc-Fellowship“-StellenHuman Frontier Science Program: “Call for Research Grants 2008 is now open!”“Research into the Sustainable Use of Renewable Natural Resources”Stifterverband fördert KarrierezentrenForschungsparadies NRW Aktuelle Entwicklungen des Förderprogramms „Rückkehr deutscher Forscher aus dem Ausland“Stiftungsprofessur – Förderung von Lehrstühlen mit internationaler Ausrichtung!USA: Abkehr von Tenure und Tenure-Track
Out There Karriere und Förderung – Aktuelles „Trendwende Arbeitsmarkt löst Kampf um kluge Köpfe aus!“ Bessere Perspektiven für junge Forscherinnen und Forscher in DeutschlandGesundheitswesen: Erster Konzerntarif für privaten Klinikbetreiber
On the Radar Trends und Entwicklungen im Forschungs- und Hochschulwesen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen erhalten umfassende Autonomie / Hochschulen in NRW auf dem Weg vom Verbund zur Firma!!BAYER erhöht Stiftungskapital der Schering StiftungJahrespressekonferenz des Stifterverbands Seminare des Deutschen Hochschulverbands (DHV) Shop Talk GSO-Intern
Liebe Scholars und GSO-Freunde,
mit den besten Wünschen für 2007 melden wir uns bei Ihnen von der Weihnachtspause zurück und starten mit dem ersten Newsletter von 2007!
Auch dieses Jahr wollen wir Ihnen wieder tatkräftig zur Seite stehen, Sie unterstützen und reichlich mit Informationen versorgen.
So freut es uns um so mehr, Ihnen berichten zu können, dass sich in Deutschlands Hochschullandschaft Bahnbrechendes ereignet! Nach der Trendwende auf dem deutschen Arbeitsmarkt und dem deutlichen Rückgang der Arbeitslosenzahlen steht nun die Trendwende in der Hochschullandschaft an!
Es scheint, als würde auch das von der GSO ins Leben gerufene Förderprogramm „Rückkehr deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland“, für das die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung umfangreiche Mittel bereitstellt, enorme Früchte tragen. Katharina Aly, Geschäftsführerin der GSO Berlin, berichtet: „Das Förderprogramm „Rückkehr deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland“ stößt auf sehr große Resonanz. Neben zahlreichen telefonischen Anfragen in der Geschäftsstelle Berlin wurden bis jetzt knapp ein Duzend vom Anträgen eingereicht.“ Unterstützung brauchen die Hochschulen besonders bei Professuren in den Naturwissenschaften – hier sind erhebliche finanzielle Mittel erforderlich. Über die ersten Anträge wurde bereits entschieden.
Neue Möglichkeiten für den Ausbau ihrer wissenschaftlichen Exzellenz haben deutsche Universitäten neben dem Wettbewerb der Exzellenzinitiative auch in dem Förderprogramm „Rückkehr deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland“ gefunden: Mit der Bezuschussung können bei Neu- und Wiederbesetzungen von Professuren die Besoldung sowie Mittel für wissenschaftliches Personal und die Sachausstattung aufgestockt werden. Hierzu mehr unter dem Artikel: Aktuelle Entwicklung des Förderprogramms „Rückkehr deutscher Wissenschafter aus dem Ausland“.
Darüber hinaus werden die Rufe im manchmal etwas träge erscheinenden Deutschland nach Spitzen-Forschern immer lauter.
Dem Land Nordrhein-Westfalen (NRW) stehen seit Anfang 2007 jährlich zwei Millionen Euro für das „Programm zur Förderung der Rückkehr junger Top-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland“ zur Verfügung. Damit reagierte der Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart auf die im September 2005 im Rahmen eines Wissenschaftler-Treffens in San Diego gegründete Initiative "Zukunft Wissenschaft" mittels eines öffentlichen Briefes an die in den USA tätigen deutsche Wissenschaftlern. Das Programm bietet jungen Spitzenforschern die Möglichkeit, über fünf Jahre eine eigene Nachwuchsgruppe mit jährlich insgesamt 1,25 Millionen Euro an einer nordrhein-westfälischen Universität aufzubauen. Er will damit die Elite von morgen zu sich holen und ein weiteres markantes Signal dafür setzen, dass NRW die Bedeutung der gezielten Nachwuchsförderung bewusst ist.
Daneben setzt die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung mit dem Förderprogramm „Internationalität der Forschung“ ein weiteres Signal. Dieses Förderprogramm favorisiert bei der Vergabe einer Stiftungsprofessur die Förderung von Lehrstühlen mit internationaler Ausrichtung und würde es sehr begrüßen, wenn sich hierfür deutsche Hochschullehrer, die im Ausland tätig sind, finden.
Weitere markante Signale erscheinen aber auch von Seiten des Staates. So soll die Verabschiedung des neuen Befristungsrechts für Arbeitsverträge in der Wissenschaft die Perspektiven und die Arbeitsbedingungen für junge Forscherinnen und Forscher in Deutschland attraktiver machen und entscheidend verbessern.
Was Deutschland weiter tun kann und muss, um seine
Attraktivität im globalen Wettbewerb um die besten Köpfe zu
erhalten und weiter zu fördern, wird sodann Thema der von
der GSO veranstalteten
zweitägig Berliner Wissenschaftskonferenz vom 19.-20. April 2007 in Berlin sein. Dort werden Sie mit Spitzenvertretern aus Akademia, Forschungsinstituten, Industrie und Politik über die notwendigen Veränderungen in der deutschen Hochschullandschaft diskutieren können. Teilnehmer aus Nordamerika können einen großzügigen Reisekostenzuschuss beantragen. Um die Mittel in Anspruch nehmen zu können, sollten Sie sich so bald wie möglich anmelden – seit heute ist das Registrierungsfenster offen. Sie finden das Anmeldeformular sowie weitere Informationen zum Programm unter: www.gsonet.org/de/events/WT07Berlin/
Des Weiteren informiert der vorliegende Newsletter neben Ausschreibungen in unserer Jobbörse auch über das bevorstehende AAAS Annual Meeting in San Francisco vom 15.-19.02.2007. Dieses Meeting steht unter dem Thema "Science and Technology for Sustainable Well-Being" und bringt herausragende Wissenschaftler und Entscheidungsträger zusammen, die eine weite Bandbreite von Symposien, Plenarsitzungen, Sitzungen zu bestimmten Sachgebieten, Seminaren, und andere Sitzungen, die globale und nationale Fragen zur Gesundheit, Energie, der Umwelt, der wirtschaftlichen Entwicklung, Bildung, Terrorismus, Grenzen der Wissenschaft und viel mehr behandeln.
Auch möchten wir Sie im Rahmen unseres Newsletters auf attraktive Habilitations- und PostDoc-Stellenangebote im Bereich der Mikrosystemtechnik für Kernspintomographie (MRI) der Universität Freiburg sowie auf PostDoc-Fellowship Forschungsstellen der Medizinischen Fakultät Heidelberg hinweisen. Mehr dazu finden Sie unter „Focus on Jobs“.
Wir möchten uns hiermit von Ihnen verabschieden und wünschen Ihnen allen auf beiden Seiten des Atlantiks eine gute Zeit.
Beste Grüße, Ihr GSO-Team.
Dieser Newsletter entstand unter Mitarbeit von Agnes Filipitsch, GSO Büro Berkeley. Vielen Dank!
FOCUS on JOBS Neues von der GSO Jobbörse
Attraktive Positionen im Bereich der Mikrosystemtechnik für Kernspintomographie (MRI)
Das Institut für Mikrosystemtechnik IMTEK der Universität Freiburg entwickelt gemeinsam mit dem Uni-Klinikum neue Ansätze für die Kernspintomographie. Dies umfasst die Entwicklung von Mikrospulenarrays sowie angepasster hochintegrierter Verstärker, die Entwicklung von Methoden zum Zuführen und Manipulieren von Zellen oder Zellclustern sowie weiterhin die Entwicklung von geeigneten mikrotechnischen Fertigungsmethoden. Für diese hochaktuellen und interdisziplinären Projekte stehen ab sofort mehrere Gruppenleiter-, Postdoc- und Doktorandenstellen zur Verfügung. Detaillierte Informationen zu den Stellenangeboten finden Sie unter: www.gsonet.org/shared/articles/newsletter/07/MRI.php
Medizinische Fakultät bietet fünf „PostDoc-Fellowship“-Stellen
Die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg vergibt im Rahmen ihres Postdoc-Programms 5 Forschungsstellen als Postdoc-Fellowship für die Dauer von 2 Jahren. Das Programm soll junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit weit überdurchschnittlichen Studien- und Promotionsleistungen im Bereich Medizin, Zahnmedizin, Naturwissenschaft und Psychologie die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Arbeit in einer der Kliniken und Einrichtungen der Medizinischen Fakultät Heidelberg ermöglichen. Bei der Stellenvergabe werden Schwerbehinderte bei gleicher Eignung vorrangig eingestellt und Frauen ausdrücklich zur Bewerbung aufgefordert werden. Die Bewerbungsdeadline läuft bis spätestens 16. März 2007. Detaillierte Informationen sowie Bewerbungsrichtlinien siehe: www.klinikum.uni-heidelberg.de
Human Frontier Science Program: “Call for Research Grants 2008 is now open!”
The HFSP supports novel, innovative and interdisciplinary basic research focused on the complex mechanisms of living organisms. HFSP “Program Grants” and “Young Investigator Grants” are awarded for novel collaborations involving extensive collaboration among international teams of scientists that bring biologists together with scientists from fields such as physics, mathematics, chemistry, computer science and engineering to focus on problems at the frontier of the life sciences. Applicants for research grants must first submit a letter of intent online. You must pre-register for a password by March 22nd 2007 and submit the letter of intent by April 3rd 2007. More information: www.hfsp.org/about/AboutProg.php
“Research into the Sustainable Use of Renewable Natural Resources”
Die Robert Bosch Stiftung vergibt eine Juniorprofessur für die „Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ an einer deutschen Universität oder an einer von dem Bewerber gewünschten Forschungseinrichtung. Nachdem in Deutschland die Selbstverpflichtung der Vereinten Nationen auf die „Millenium Entwicklungsziele“, zu denen u.a. die Halbierung des extrem armen Weltbevölkerungsanteils bis 2015 zählt, nur zögerlich aufgegriffen wird und dieses Forschungsfeld international stark an Dynamik und Bedeutung gewinnt, setzt die Stiftung mit diesem Programm ein deutliches Signal für die Bedeutung der wissenschaftlichen Beschäftigung mit der nachhaltigen Ressourcennutzung. Wichtige Deadline für die Bewerbung ist der 28.02.2007. www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/9112.asp (Quelle: Robert-Bosch-Stiftung v. 11.01.2007)
Stifterverband fördert Karrierezentren
Bei der Jahrespresskonferenz 2007 fordert der Stifterverband mehr Austausch zwischen Hochschulen und Unternehmen in Form des neuen Programms „Career Services an Hochschulen“, der den Berufseinstieg erleichtern soll. Auf dessen Basis schreibt er jetzt in Zusammenarbeit mit der Hochschulrektorenkonferenz einen „Best-Practice-Wettbewerb“ aus und prämiert die Career Services an vier Hochschulen mit je 100.000 Euro. Der Stifterverband und sein Mitgliedsunternehmen MLP finanzieren den Wettbewerb mit jeweils 250.000 Euro. www.stifterverband.de (Quelle: Jahrespressekonferenz 2007 des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft v. 18.01.2007)
Forschungsparadies NRW - "Wir brauchen deutsche Top-Wissenschaftler in Deutschland – dafür stellen wir jährlich zwei Millionen Euro zur Verfügung!“
Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) verstärkt seine Anstrengungen im weltweiten Wettbewerb um die besten Nachwuchsforscherinnen und -forscher. Für das „Programm zur Förderung der Rückkehr junger Top-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland“, mit welchem der Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart auf die im September 2005 im Rahmen eines Wissenschaftler-Treffens in San Diego gegründete Initiative "Zukunft Wissenschaft" mittels eines öffentlichen Briefes an die in den USA tätigen deutsche Wissenschaftlern, reagierte, stehen nun seit Anfang Januar 2007 jährlich zwei Millionen Euro zur Verfügung. Das Programm bietet jungen Spitzenforschern die Möglichkeit, über fünf Jahre eine eigene Nachwuchsgruppe mit jährlich insgesamt 1,25 Millionen Euro an einer nordrhein-westfälischen Universität aufzubauen. Mit dem Geld können junge deutsche Spitzenforscher, die aus dem Ausland nach Nordrhein-Westfalen kommen, ihr Arbeitsumfeld nach ihren Wünschen gestalten. NRW will mit diesem Programm die Elite von morgen zu sich holen und ein weiteres markantes Signal dafür setzten, dass NRW die Bedeutung der gezielten Nachwuchsförderung bewusst ist. http://www.presseservice.nrw.de/presse2006/11_2006/061114MIWFT.php (Quelle: Landesregierung Presseservice NRW v. 14.11.2006) http://www.mediendatenbank.nrw.de/mediadatabase/offener_brief_pinkwart.pdf (Quelle: Landesregierung Presseservice NRW v. 07.12.2005)
Aktuelle Entwicklungen des Förderprogramms „Rückkehr deutscher Forscher aus dem Ausland“
Gemeinsam mit der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung hat die German Scholars Organization im September 2006 das Förderprogramm „Rückkehr deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland“ ins Leben gerufen, um die Bewerbung von deutschen Wissenschaftlern im Ausland auf Hochschulstellen in Deutschland zu erleichtern und Berufungszusagen attraktiver zu machen. Laut Katharina Aly, Geschäftsführerin der GSO Berlin, stößt das Programm auf sehr positive Resonanz. So sind seit dem Start dieses Programms neben zahlreichen Anfragen in der Geschäftsstelle Berlin auch bereits knapp ein Duzend Anträge eingereicht worden. Über die ersten ist bereits entschieden worden.
„In einigen Bereichen wie etwa den IT-Fächern, ist es seit Jahren schwierig, hoch qualifizierte Professorinnen und Professoren zu berufen“, stellt Roman Heiligenthal, Präsident der Universität Koblenz-Landau fest. „Wir stehen im Wettbewerb um jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nicht nur mit den immer wieder zitierten Spitzenuniversitäten in den USA, sondern auch mit großen international renommierten Unternehmen. Um solche Wissenschaftler für eine Professur gewinnen zu können, müssen die Universitäten erhebliche finanzielle Mittel einsetzen. Gerade für die Besetzung einer Professur ist das Förderprogramm „Rückkehr deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland“ eine großartige Möglichkeit. So hat Heiligenthal im Fachbereich Praktische Informatik jetzt einen Förderantrag bei der German Scholars (GSO) gestellt.
Das Programm läuft noch bis Ende 2008. Insgesamt können 100.000 € für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren beantragt werden. Die Mittel kommen von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die dafür 2,5 Millionen € bereitstellt. Die Antragstellung unterliegt keinen Fristen, Anträge nimmt die German Scholars Organization jederzeit entgegen.
Alle Informationen zum Förderprogramm finden Hochschulen im Internet auf der aktuellen Website der GSO unter: www.gsonet.org
Auch die Tatsache, dass sich immer mehr Institutionen an derartigen Programmen versuchen, zeigt, dass die GSO hier einen wichtigen Impuls gegeben hat. Unsere Top-Wissenschaftler werden in Deutschland dringend benötigt – diese Erkenntnis macht sich nun verstärkt in Deutschland breit!
Stiftungsprofessur – Förderung von Lehrstühlen mit internationaler Ausrichtung!
Im Jahr 2000 hat die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung das Förderprogramm „Internationalität der Forschung“ eingerichtet. Gefördert wird die Einrichtung einer Professur mit zusätzlichen Mitteln bis zu 1 Mio. Euro für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren. Derzeit wird das Förderprogramm erneut ausgeschrieben. Private und öffentliche wissenschaftliche Hochschulen können sich schriftlich bis zum 15. Februar 2006 um eine Alfried Krupp-Professur bewerben. Die Stiftung würde es begrüßen, wenn es gelänge, deutsche Hochschullehrer, die im Ausland tätig sind, wieder für eine Tätigkeit in Deutschland zu gewinnen oder ausländische Professoren nach Deutschland zu berufen. http://www.krupp-stiftung.de/foerder/wissenschaft.htm (Quelle: Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung)
USA: Abkehr von Tenure und Tenure-Track
Während dessen in Deutschland die Hochschullandschaft sich verstärkt darum bemüht, Top-Wissenschaftlern ein Forscherbiotop aufzubauen und versucht Tenure und Tenure-Track ihren Professoren anzubieten, ist in den amerikanischen Hochschulen ein deutlicher Abstiegstrend zu verzeichnen. Aus der ersten umfassenden Untersuchung der amerikanischen Vereinigung von Universitätsprofessoren (AAUP), die u.a. amerikanische Universitäten vergleichbarer machen soll, geht nun hervor, dass in den vergangenen dreißig Jahren der Anteil der Lebenszeit- („Tenure“) und Tenure-Track-Stellen um über 20 Prozent zugunsten von befristeten und Teilzeitstellen zurück gegangen sind. Weiter zeigt die Untersuchung, dass der Anteil von Professoren mit Tenure-Erwartung mehr zurückgegangen ist, als die Zahl derer, die Tenure innehaben. Diese Entwicklung stimmt den New Yorker Hochschulexperten Richard J. Boris mehr als nachdenklich. Er fürchtet um die akademische Kultur in den USA und hofft, dass dieser Index eine Debatte darüber eröffnet, was aus dem akademischen Arbeitsmarkt in den USA geworden ist und ob die amerikanische Universität mit dieser Art von Anstellungspolitik ihren internationalen Rang behalten kann. http://www.forschung-und-lehre.de/cms//index.php?menu_id=5 (Quelle: F&L 1/2007 v. 22.01.2007)
Out There Karriere und Förderung – Aktuelles
„Trendwende Arbeitsmarkt löst Kampf um kluge Köpfe aus!“
Der anhaltende konjunkturelle Aufschwung verschärft den Fachkräftemangel. Für Unternehmen könnte das zur Wachstumsbremse werden. In Branchen wie dem Maschinenbau, der pharmazeutischen Industrie und der Elektrotechnik wird über Arbeitskräftemangel geklagt. Auch die Energiewirtschaft und Informationswirtschaft sucht qualifizierte Mitarbeiter. Nach den Ergebnissen der "Recruiting Trends 2007" wird dieser Nachfrageüberhang über alle Branchen hinweg bis zum Jahr 2011 noch deutlich wachsen. Dies gilt vor allem bei den sogenannten Professionals mit mehr als vier Jahren Berufserfahrung und bei den Young Professionals - also den Berufseinsteigern. Mehr Informationen unter: http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/26.11.2006/2923250.asp (Quelle: Der Tagesspiegel v. 26.11.2006) Weitere Informationen zu diesem Thema unter: http://www.ftd.de/politik/deutschland/136981.html (Quelle: Financial Times Deutschland v. 01.12.2006) http://www.ftd.de/politik/deutschland/138478.html (Quelle: Financial Times Deutschland v. 08.12.2006)
Bessere Perspektiven für junge Forscherinnen und Forscher in Deutschland
Am Donnerstag, den 18.01.2007 verabschiedete der Deutsche Bundestag das neue Befristungsrecht für Arbeitsverträge in der Wissenschaft. Das neue Wissenschaftszeitvertragsgesetz hat zum Inhalt, dem wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland attraktivere Arbeitsbedingungen zu bieten. Zeitlich befristet Projekte in unterschiedlichen Forschungsgruppen sind heute in der Karriere von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern keine Seltenheit. So vereinfacht das Gesetz die befristete Beschäftigung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in sog. Drittmittelprojekten, auch nachdem sie ihre Qualifizierungsphase abgeschlossen haben. Die Handhabung derartiger Projektbefristungen wird mit dem neuen Gesetz nun deutlich vereinfacht. Es schafft die nötige Rechtsicherheit und gibt Hochschulen und Forschungsinstituten ein hohes Maß an Flexibilität. Der Bundesrat wird sich voraussichtlich am 16. Februar abschließend mit dem Gesetz befassen, so dass das Gesetz voraussichtlich im März 2007 in Kraft treten wird. idw-online.de/pages/de/news192618 (Quelle: Informationsdienst Wissenschaft v. 18.01.2007) www.bmbf.de/press/1952.php (Quelle : Bundesministerium für Forschung und Bildung v. 18.01.2007) www.bmbf.de/de/6776.php (Quelle : Bundesministerium für Forschung und Bildung v. 18.01.2007)
Gesundheitswesen: Erster Konzerntarif für privaten Klinikbetreiber
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat mit der Helios Kliniken GmbH den ersten bundesweit gültigen Konzerntarifvertrag mit einem privaten Klinikbetreiber geschlossen. Er gilt für alle Beschäftigtengruppen einschließlich der Ärzte und hat zum Ziel, die Arbeits- und Einkommensbedingungen in den 55 Kliniken der Helios-Gruppe auf ein einheitliches Niveau zu bringen, das sich weitgehend an den Regelungen für den öffentlichen Dienst orientiert. Durch die Zahlung von bisher nicht üblichen Schichtzulagen oder Zuschlägen sowie die Anpassung der Gehaltstabellen könnten sich in Einzelfällen Einkommenssteigerungen um bis zu 18 Prozent ergeben. Verdi strebt ähnliche Tarifverträge auch mit den privaten Klinikbetreibern Sana und Paracelsus an. www.faz.net (Quelle: F.A.Z. v. 18.01.2007)
On the Radar Trends und Entwicklungen im Forschungs- und Hochschulwesen
Hochschulen in Nordrhein-Westfalen erhalten umfassende Autonomie / Hochschulen in NRW auf dem Weg vom Verbund zur Firma!!
Als erstes Bundesland macht Nordrhein-Westfalen seine Hochschulen eigenständig. Seit dem 01.01.2007 ist nun das Hochschulfreiheitsgesetz in Kraft. Danach werden die bislang staatlichen 14 Universitäten und zwölf Fachhochschulen Körperschaften des öffentlichen Rechts und erhalten echte Autonomie und Eigenverantwortung. Dies führt zu einem grundlegend veränderten Verhältnis zwischen Hochschule und Staat. Dem Staat obliegt lediglich die Kontrolle, ob sich die Hochschulen im Rahmen der geltenden Gesetze bewegen, alles andere entscheiden die Hochschulen nunmehr selbst. Das Land NRW hat den Hochschulen und den medizinischen Fakultäten im Rahmen des Zukunftspaktes jährlich 3,7 Milliarden Euro bis 2010 zugesichert. Alle Infos unter: www.innovation.nrw.de (Quelle: Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen v. 28.12.2006)
BAYER erhöht Stiftungskapital der Schering Stiftung
Die Bayer Schering Pharma gibt bekannt, dass im Rahmen der Übernahme der Schering AG durch die Bayer AG der Leverkusener Konzern das Stiftungskapital der Schering Stiftung um 10 Millionen Euro auf 35 Millionen Euro erhöht hat. Damit sollen die Aktivitäten der Organisation zukunftsorientiert gesichert werden. Derzeit unterstützt die Bayer AG weltweit mehr als 300 Projekte in den Bereichen Bildung und Forschung, Umwelt, Gesundheit und Soziales sowie Kultur und Sport. Mit dem zusätzlichen Kapital für die Schering Stiftung erschließen sich für die Stiftung neue Möglichkeiten zur Ausweitung der Aktivitäten. Schwerpunkt der Stiftungsarbeit ist die Förderung von exzellenten Leistungen in den Lebenswissenschaften und der Kultur und ganz besonders die Förderung des wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses. www.scheringstiftung.de (Quelle: Schering Stiftung v. 17.06.2006)
Jahrespressekonferenz des Stifterverbands: „33 Millionen Euro für die Wissenschaftsförderung“
Laut der Jahrespressekonferenz 2007 in Berlin erzielte der Stifterverband im Jahre 2006 Erträge von insgesamt 32,84 Millionen Euro. Dies ist auf der Einnahmenseite das beste Ergebnis in der Geschichte des Stifterverbandes. Die Gemeinschaftsaktion der Wirtschaft profitierte neben der kräftig anziehenden Konjunkturentwicklung auch von einer steigenden Spendenbereitschaft auf Seiten der Unternehmen. Darüber hinaus ruft Arend Oetker, Präsident des Stifterverbandes, den Staat dazu auf, der Tatkraft von Unternehmen und Bürgern mehr Raum zu geben. Seiner Meinung nach könne Deutschland mehr privates Kapital für Wissenschaft und Bildung durch geeignete staatliche Anreize mobilisieren. Der Staat solle den Weg für die Forschungsprämie freimachen! www.stifterverband.de und www.stifterverband.de (Quelle: Jahrespressekonferenz 2007 des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft v. 18.01.2007)
Seminare des Deutschen Hochschulverbands (DHV) zur Drittmitteleinwerbung & W-Besoldung
Im Zusammenhang mit unseren letzten „Fit for Germany Workshops“, die mit der Unterstützung des Deutschen Hochschulverbands (DHV) stattgefunden haben, möchten wir auf das diesjährige DHV-Seminarangebot in Deutschland hinweisen. Hier hat der DHV die Themen „Drittmitteleinwerbung“ & „W-Besoldung“ wieder aufgegriffen und deren Inhalte vertieft. Weitere interessante Seminarthemen sind „Antragstellung für EU-Forschungsprojekte“ und „Hochschulmedizin Aktuell – Chefarztverträge und Arbeitszeitrecht“, das als Spezialseminar für Professoren und Nachwuchswissenschaftler mit ärztlichen Aufgaben in der Hochschulmedizin angedacht ist.
Informationen für Drittmitteleinwerbung (Freitag, 29. Juni 2007): www.karriere-und-berufung.de/cms/index.php?id=176 Informationen für W-Besoldung (Donnerstag, 14. Juni 2007): www.karriere-und-berufung.de/cms/index.php?id=174 Informationen für Antragstellung der EU-Forschungsprojekte (Donnerstag, 22. März 2007): www.karriere-und-berufung.de/cms/index.php?id=224 Informationen für Hochschulmedizin Aktuell – Chefarztverträge und Arbeitszeitrecht - (Dienstag, 13. März 2007): www.karriere-und-berufung.de/cms/index.php?id=206
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