GSO Newsletter November/December 2005
Shop Talk GSO-Intern Bilanz und Blick in die Zukunft – Die GSO-Pressekonferenz 2005 Upcoming – GSO-Events 2006 Business-Skills für den Karriere-Kick – GSO Management School 2006 Anonym und schnell – Das neue Kontakt-Feature des GSO-Wissenschaftsforums DIHK-Vortrag – Die GSO präsentiert sich dem Mittelstand
Out There Karriere und Förderung – Aktuelles Vier deutsche Postdocs aus den USA werden Helmholtz-Nachwuchsgruppenleiter 28 Mio. Euro mehr für die Leibniz-Gemeinschaft Neu: Heisenberg-Professur der DFG DekaBank stiftet Professur
On the Radar Trends und Entwicklungen im Forschungs- und Hochschulwesen Lisbon, Barcelona & Berlin No. 2 – Measures and Contours of German Gross R&D Funding DHV klagt gegen W-Besoldung
Liebe Scholars, liebe Freunde der GSO,
zum Ende eines erfolgreichen Jahres und bevor sich das GSO Team in die Weihnachtspause verabschiedet, möchten wir Sie in diesem Newsletter über eine Vielzahl interessanter Entwicklungen der vergangenen Wochen informieren. Ein Höhepunkt dabei war sicherlich die Pressekonferenz der GSO, welche am 2. Dezember in Berlin zum Thema „Maßnahmen zur Umkehrung des »brain drain«“ stattfand. Neben dem Vorstand der GSO, dem GSO-Beiratsmitglied und ehemaligen Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz, Herrn Prof. Dr. Peter Gaehtgens, der bildungspolitischen Sprecherin der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Frau Katherina Reiche, dem Vizepräsidenten des Deutschen Hochschulverbandes, Herrn Prof. Dr. Gunnar Berg sowie Frau Dr. Ingrid Wünning von der Robert Bosch Stiftung waren unter anderem drei GSO Scholars der "Initiative Zukunft Wissenschaft" Teilnehmer dieser Pressekonferenz. Die Vertreter der Initiative waren am Vortag mit der Ministerin für Bildung und Forschung, Frau Anette Schavan, zusammengetroffen, um in einem ersten Gespräch über die Vorschläge der Initiative zur Gestaltung einer wettbewerbsfähigen Hochschullandschaft in Deutschland zu sprechen. Neben einem Bericht zu der Pressekonferenz bietet Ihnen der Dezember Newsletter außerdem interessante Informationen zu GSO-Veranstaltungen 2006, aktuellen Ausschreibungen sowie Entwicklungen in der Wissenschafts- und Hochschulpolitik. In eigener Sache möchte ich diese Gelegenheit nutzen und mich von Ihnen verabschieden, da ich nach nahezu zwei Jahren als Geschäftsführerin der GSO zum Ende des Jahres zurück nach Europa kehre. Die Leitung des Büros hier in Berkeley übernimmt meine Nachfolgerin, Frau Dr. Ute Schulz, die ab Januar für Ihre Fragen zur Verfügung steht.
Das GSO Team wird auch in Zukunft als wichtige Anlaufstelle und starke Interessenvertretung deutscher Wissenschaftler im Ausland zur Verfügung stehen.
Herzlichst
Ihre Nina Peiffer
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Bilanz und Blick in die Zukunft – Die GSO-Pressekonferenz 2005 Zur diesjährigen Pressekonferenz unter dem Titel „Maßnahmen zur Umkehrung des Brain drain“ versammelte die German Scholars Organization (GSO) am 7. Dezember sowohl Scholars der „Initiative Zukunft Wissenschaft“ als auch namhafte Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Hochschulwesen in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Einleitend stellte Prof. Eicke Weber den geladenen Journalisten die Arbeit und bisherige Entwicklung der GSO vor und sprach über die Planungen für die Zukunft. So kündigte er zunächst die Erweiterung des GSO-Beirats an. Neben Prof. Günter Stock werden künftig auch Prof. Peter Gaehtgens, der ehemalige Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, sowie Prof. Ernst-Ludwig Winnacker, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der GSO beratend zur Seite stehen. Des Weiteren gab Eicke Weber gemeinsam mit Prof. Gunnar Berg, dem Vizepräsidenten des Deutschen Hochschulverbandes, die Eröffnung des in Kooperation betriebenen Berliner Büros zum 1. Januar 2006 bekannt. Damit erhält die in Deutschland tätige GSO e.V. eine ständige Vertretung, die den Austausch mit politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern vorantreiben soll. Dass die Aktivitäten und Dialogangebote der GSO und ihrer Scholars wesentliche Anregungen im politischen Meinungsbildungsprozess bieten, bestätigte Katherina Reiche, die bildungspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Sie wolle sich dafür einsetzen, die „Baustellen“ der deutschen Hochschullandschaft zu beseitigen und werde dabei der GSO sowie der „Initiative Zukunft Wissenschaft“ auch künftig verbunden bleiben. Mit Dr. Marcella Pott, Dr. Sabine Amslinger und Dr. Christian Große nahmen auch drei Mitglieder der „Initiative Zukunft Wissenschaft“ an der Pressekonferenz teil. Sie berichteten über die Ergebnisse ihres Gesprächs mit der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Anette Schavan, das am Vortag stattfand. Darin hatte die Ministerin versichert, dass die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein zentrales Ziel ihrer Amtszeit sei. Zugleich regte sie an, dass Arbeitsgruppen aus Vertretern des Bundes, der Länder, der bildungspolitischen Organisationen und der Wissenschaftler Vorschläge für die Umsetzung der Forderungen der Initiative erarbeiten sollten. Weitere Referenten der Konferenz waren Dr. Ingrid Wünning von der Robert Bosch Stiftung sowie Prof. Peter Gaehtgens. Beide betonten, dass für die Rückgewinnung junger Wissenschaftler aus dem Ausland nicht nur strukturelle Veränderungen notwendig sind. Wichtig sei auch, dass Hochschulen und Unternehmen Wissenschaftler bei einer Bewerbung nicht als „Bittsteller“ behandeln.
Upcoming – GSO-Events 2006 Auch im kommenden Jahr wird die GSO die erfolgreichen Wissenschaftler-Treffen für deutsche Scholars in den USA und Kanada fortführen. Den Anfang machen dabei die zwei GSO-Regional-Events an der amerikanischen Ost- und Westküste: 3./4. März 2006 in San Francisco, Kalifornien 26./27. Mai 2006 in Chicago, Illinois |
Wie auch in den vergangenen Jahren werden beide Veranstaltungen neben fundierten Informationen zu Karriereperspektiven in Deutschland auch einen „Fit for Germany“-Workshop bieten.
Das gemeinsame Jahrestreffen 2006 mit der Alexander von Humboldt-Stiftung, dem Deutschen Akademischen Austausch Dienst und der Deutschen Forschungsgemeinschaft wird schließlich vom 8. bis zum 10. September in Cambridge, Massachusetts, stattfinden.
Ein Rückblick auf bisherige GSO-Treffen finden Sie unter: http://www.gsonet.org/de/recentEvents.htm
Weitere Informationen zu den Wissenschaftler-Treffen 2006: http://www.gsonet.org/de/upcomingEvents.htm.
Business-Skills für den Karriere-Kick – GSO Management School 2006 Wollten Sie immer schon einmal lernen, Kosten im Griff zu behalten, Projekte langfristig zu planen, Mitarbeiter zu motivieren und Präsentationen überzeugender zu gestalten? Diese Fähigkeiten werden nicht nur bei der Besetzung von Leitungspositionen in der Privatwirtschaft von fachwissenschaftlichen Bewerbern gefordert. Auch in Universitäten, Kliniken und Großforschungseinrichtungen sind zusätzliche Managementkompetenzen mehr und mehr Voraussetzung für verantwortliche Positionen. Um Fachwissenschaftlern diesen Karriere-Einstieg oder -Aufstieg zu ermöglichen, plant die GSO – in Zusammenarbeit mit professionellen Anbietern von Managementseminaren – das Spektrum ihrer Serviceangebote um den wichtigen Bereich der Managementfortbildung für Nicht-Betriebswirte zu erweitern: die GSO Management School 2006! In der laufenden Vorbereitungsphase wären wir für Ihre Hinweise und Anmerkungen ganz besonders dankbar. Zu diesem Zweck haben wir diesem Newsletter einen kleinen Fragebogen beigefügt, mit dem wir die grundsätzliche Stimmung zu diesem Thema einfangen möchten. Zur Umfrage
Anonym und schnell – Das neue Kontakt-Feature des GSO-Wissenschaftsforums Das Online-Wissenschaftsforum auf der GSO-Website bietet registrierten Scholars seit einiger Zeit die Möglichkeit, ihre Abstracts zu veröffentlichen, um mit interessierten Kollegen über ihre Forschungsprojekte zu diskutieren. Ein neues Email-Feature macht die gegenseitige Kontaktaufnahme jetzt noch bequemer – und zwar ohne dass dabei sofort persönliche Daten ausgetauscht werden.
Das Prinzip ist einfach: Wer wissen möchte, woran andere GSO-Scholars gerade arbeiten, kann sich die im Wissenschaftsforum eingestellten Abstracts nach Fachgebiet, Titel oder Institution geordnet ansehen. Alle Arbeiten stehen als PDF zum Download bereit und bei Fragen oder Anregungen ist der Kontakt zum Autor nur einen Mausklick auf das Briefsymbol in der rechten Spalte entfernt. Dann öffnet sich ein Email-Formular, das dem Verfasser des Abstracts die Anfrage zunächst anonym übermittelt. Erst wenn dieser eine Kontaktaufnahme bestätigt, werden die persönlichen Daten automatisch ausgetauscht. Der Vorteil dieses Verfahrens: es schützt Scholars, die auf der GSO-Website ihre Forschungsprojekte vorstellen, vor unerwünschten Kontakten. Nutzen Sie also die Gelegenheit zum bequemen und sicheren fachlichen Austausch und machen Sie Ihr Forschungsvorhaben anderen Wissenschaftlern zugänglich: eine Email an info@gsonet.org mit dem Abstract im Anhang genügt. Das Wissenschaftsforum mit Abstracts der GSO Scholars finden Sie auf der GSO Webseite unter : http://www.gsonet.org/de/abstracts.php.
DIHK-Vortrag – Die GSO präsentiert sich dem Mittelstand Am 29. November hielt GSO-Vorstandsmitglied Dieter Stache vor dem Ausschuss für Industrie und Forschung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) einen Vortrag zum Thema „Notwendige Reformen in der deutschen Wissenschaftslandschaft“. Anhand von Statistiken zeigte er den rund 70 Teilnehmern aus Wirtschaft, Politik und den regionalen Handelskammern die derzeitigen und bevorstehenden Probleme der deutschen Hochschulen auf. Insbesondere die Abwanderung von Spitzenwissenschaftlern ins Ausland sowie die Möglichkeiten ihrer Rückgewinnung waren Gegenstand der Ausführungen. Darüber hinaus ging Dieter Stache auf die „Initiative Zukunft Wissenschaft“ ein und stellte die bisherige Resonanz auf den Offenen Brief der Initiative dar. Der DIHK-Ausschuss für Industrie und Forschung hatte 2005 u.a. Leitlinien für die Umsetzung der folgenden Ziele entwickelt: Wettbewerb um die Besten gewinnen Investitionen in Bildung verstärken Nachwuchswissenschaftlern Perspektiven bieten
Spitzenwissenschaftler aus dem Inland halten bzw. aus dem Ausland anwerben Der Vortrag vor dem Ausschuss konnte erneut dazu beitragen, die Anliegen der GSO und ihrer Scholars einer interessierten Öffentlichkeit näher zu bringen. Out There Karriere und Förderung – Aktuelles
Vier deutsche Postdocs aus den USA werden Helmholtz-Nachwuchsgruppenleiter Vier deutsche Nachwuchswissenschaftler, darunter eine Wissenschaftlerin, werden ihre Karrieren nach Aufenthalten in den USA demnächst in Deutschland fortsetzen. Die Forscher bewarben sich aus Positionen an der Harvard Medical School, dem Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, der Columbia University und der Thomas Jefferson National Accelerator Facility um die Leitung einer der neuen Helmholtz-Nachwuchsgruppen und wurden in einem mehrstufigen Wettbewerbsverfahren ausgewählt.
In den kommenden fünf Jahren fördert die Helmholtz-Gemeinschaft 17 neue Forschergruppen für Nachwuchswissenschaftler mit jährlich mindestens 250.000 Euro. Dabei werden 15 Gruppen in Kooperation mit deutschen Universitäten eingerichtet. Sie bieten Bewerbern neben sehr guten Arbeitsbedingungen und einer hohen Selbstständigkeit auch eine „Tenure-Option“: Fällt die Zwischenevaluation nach 3 bis 4 Jahren positiv aus, wird den Gruppenleitern ein unbefristetes Arbeitsverhältnis an der jeweiligen Partner-Hochschule angeboten. Zwei der neuen Nachwuchsgruppen werden von ausländischen Wissenschaftlern geleitet. Hier sollen die Kooperationen zu Partnerhochschulen erst noch aufgebaut werden.
Die Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt derzeit 52 Nachwuchsgruppen und will diese Zahl in den kommenden Jahren auf 100 erhöhen.
Weitere Informationen unter: http://www.helmholtz.de
28 Mio. Euro mehr für die Leibniz-Gemeinschaft Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung bewilligte der Leibniz-Gemeinschaft im November einen Haushaltszuwachs von etwa 3 Prozent. Damit erhalten die Leibniz-Institute im kommenden Jahr rund 28 Mio. Euro mehr als 2005. Die genauen Zuwendungsbeträge für sieben der insgesamt 84 Institute müssen allerdings auf der nächsten Kommissionssitzung noch festgelegt werden.
Zwei Drittel der zusätzlichen Mittel sollen in die Deckung des Grundfinanzierungsbedarfs der Leibniz-Einrichtungen fließen. Die restlichen 7 Mio. Euro werden zur Förderung von einzelnen Forschungsvorhaben verwendet, die in einem Wettbewerbsverfahren von unabhängigen Experten ermittelt wurden.
Der beschlossene Etat geht erstmals über die finanzielle Grundförderung der Leibniz-Gemeinschaft hinaus. Auf diese Weise möchte die Bund-Länder-Kommission die Ziele aus dem im Juni verabschiedeten Pakt für Forschung und Innovation unterstützen und zugleich Möglichkeiten schaffen, exzellente wissenschaftliche Leistungen zu honorieren.
Weitere Informationen unter: http://www.blk-bonn.de
Neu: Heisenberg-Professur der DFG Das von Bund und Ländern gemeinsam finanzierte Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wird um die Heisenberg-Professur erweitert. Damit kommen zu den jährlich rund 70 vergebenen Heisenberg-Stipendien bis zu 20 Heisenberg-Professuren hinzu, deren Kosten die DFG für die jeweiligen Hochschulen vollständig übernimmt. Beide Programmlinien sollen herausragenden Nachwuchswissenschaftlern, die trotz Erfüllung der Anforderungen noch nicht berufen wurden, den Einstieg in eine akademische Laufbahn ermöglichen. Die neue Heisenberg-Professur soll darüber hinaus auch die Profilbildung der teilnehmenden Universitäten unterstützen. Daher wird bei der Bewertung der Förderanträge für eine Heisenberg-Professur künftig sowohl der Bewerber als auch sein Forschungsumfeld bewertet.
Weitere Informationen unter: http://www.blk-bonn.de http://www.dfg.de
DekaBank stiftet Professur Am 2. Dezember unterzeichneten die DekaBank, der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Otto-Friedrich-Universität Bamberg den Vertrag für eine W3-Stiftungs-Professur inklusive Mitarbeiter. Der Lehrstuhl in der Fachrichtung „Betriebswirtschaftslehre, Finanzcontrolling" wird sofort ausgeschrieben und erhält pro Jahr 300.000 Euro Zuwendungen, die zu gleichen Teilen von der DekaBank und dem Stifterverband getragen werden. Die DekaBank versteht die Förderung von Sport, Kultur und Wirtschaftswissenschaften als Teil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und finanziert u.a. seit 2002 ein Stipendienprogramm für begabte Wirtschaftswissenschaftler. In Kooperation mit Partnern aus der Wirtschaft hat der Stifterverband seit 1985 die Einrichtung von rund 200 Stiftungsprofessuren an deutschen Hochschulen gefördert. Weitere Informationen unter: http://www.uni-bamberg.de/7908.html
On the Radar Trends und Entwicklungen im Forschungs- und Hochschulwesen
Lisbon, Barcelona & Berlin No. 2 – Measures and Contours of German Gross R&D Funding The following is a continuation of the report carried in the October 2005 Newsletter.
With the assessment that EU R&D intensity is stagnating while China is catching up rapidly, the Key Figures report marks with significant worry and a new, added sense of urgency the rise of China and other Asian economies, identifying them as serious international contenders in the research and development ‘enterprise’. Of chief concern over China’s rise among the ranks of R&D contenders is, of course, the serious challenge mounted to the overall international balance of power, to European economic fecundity, and ultimately – by proxy – to the domestic prosperity of national member states.
Toward assessing this claim and to determine the state of German and European progress in relation to the Barcelona Objectives, the following section of this continued analysis lays groundwork for future analysis by establishing the broad contours of international R&D funding. It asks the following basic questions. First, what is spent, in terms of GDP, in real terms, and in terms of rates of change? Secondly, who is investing? Underlying these questions will be concern for assessing how the EU member states and how Germany in particular are meeting the two primary objectives of Barcelona set out in an earlier report, namely achieving an economy-wide level of investment in R&D at 3% of GDP and achieving a structure of R&D financing whereby the private sector funds two-thirds. Read the entire article on the GSO website under: http://www.gsonet.org/shared/articles/LisbonBarcelonaBerlin2.pdf
DHV klagt gegen W-Besoldung Der Deutsche Hochschulverband (DHV) hat am 13. Dezember gemeinsam mit zwei bayerischen Hochschullehrern Klage gegen die W-Besoldung vor dem bayerischen Verfassungsgerichtshof eingereicht. Die Grundgehälter ohne Leistungsbezogene Zuschläge seien zu niedrig und im Vergleich zur Besoldung von Lehrern und Richtern in den jeweiligen Altersgruppen „nicht amtsangemessen“. Gegenüber der Zeitschrift Spiegel bezeichnete ein DHV-Sprecher das Verfahren als Musterprozess, der bei Erfolg weitere Klagen in anderen Bundesländern nach sich ziehen werde.
Der Bund hatte die W-Besoldung 2002 eingeführt; das neue Modell wurde bisher von allen Bundesländern außer Sachsen in Landesrecht überführt. In Bayern belaufen sich die monatlichen Grundgehälter für W1-Juniorprofessoren auf 3405,34 Euro, Hochschullehrer in der Gruppe W2 erhalten 3890,03 Euro und W3-Professoren 4723,61 Euro.
Weitere Informationen unter: http://www.hochschulverband.de http://www.spiegel.de
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