Newsletter August
Treffen deutscher Nachwuchswissenschaftler in Boston
Mounting
concerns of US Research Policy Analysts –
US Losing Edge in International Competition
Berlinpolis –Umfrageergebnisse zum Thema ‘brain drain’
Science
4Life – Unterstützung für gründungswillige Wissenschaftler
Unser
neuer Mitarbeiter - Todd Bradley
Stammtische – Notieren Sie sich schon die nächsten Termine!
Frustration for Postdocs with US Immigration Procedures
Entwicklungen in der Hochschulpolitik -Pressemeldungen
Treffen deutscher Nachwuchswissenschaftler in Boston
Während bis Donnerstag noch die Demokratische Partei in Boston tagte, planen
wir eine Veranstaltung eigener Art für den Herbst in Boston. Am 17. und 18.
September 2004 findet gemeinsam mit DAAD, DFG und AvH das 1. Treffen
deutscher Nachwuchswissenschaftler an der Ostküste der USA statt. Ähnlich
wie das Treffen in Palo Alto im Oktober 2003 für die Westküste, werden rund
200 deutsche Nachwuchswissenschaftler, die zur Zeit an der Ostküste tätig
sind, gemeinsam mit Vertretern der Förderorganisationen, Politik- und
Hochschullandschaft über Perspektiven und Herausforderungen der Hochschul-
und Wissenschaftspolitik in Deutschland tagen. Dank der Bereitstellung von
Fördermitteln der Volkswagen Stiftung unterstützt die GSO die Teilnahme
einer Gruppe von GSO registrierten Scholars, die nicht Stipendiaten von DAAD,
DFG oder AvH sind, durch die Bereitstellung von Unterkunfts- und
Reisezuschüssen. Alle GSO registrierten Scholars an der Ostküste haben
hierzu eine Einladung erhalten. Ein wichtiger Teil der Veranstaltung wird
ähnlich wie in Palo Alto eine Career Fair sein, bei der Informationen über
berufliche Perspektiven der Wissenschaft und Forschung in Deutschland durch
Vertreter der Industrie, Universitäten sowie nicht-industriellen
Forschungseinrichtungen vermittelt werden.
Ein ähnliches Treffen wird im kommenden Frühjahr für deutsche
Nachwuchswissenschaftler, die zur Zeit an der Westküste der USA tätig sind,
in San Diego stattfinden. Hierzu stehen ebenfalls Fördermittel der
Volkswagen Stiftung zur Verfügung und eine entsprechende Einladung wird Ende
diesen Jahres an GSO registrierte Nachwuchswissenschaftler an der Westküste
versandt.
Das Programm finden Sie unter folgendem Link: <http://www.gsonet.org/ger/docs/ProgrammGSOScholarTreffen2004.pdf>
Mounting concerns of US Research Policy Analysts –
US Losing Edge in International Competition
In select policy-expert circles in the US, concern for American prominence
in important areas of science and innovation and a long trend of growing
competition from Europe and Asia rivaling and exceeding the US indicate a
marked decline in US dominance, though decline remains unnoticed among the
American public. Monitored by groups such as the National Science Foundation
and the American Association for the Advancement of Science – who use as
indicators national shares of patents, Nobel Prizes, citations in leading
research journals, and the drastic decline of international graduate student
applications – the change is seen largely as the result of globalization and
the concerted efforts of European and Asian policies. Europe, for example,
is moving to become dominant in particle physics with the development of the
world’s most powerful atom smasher, set to open in 2007.
Though perhaps beneficial to invigorating productive and innovative research
globally, real concerns for government policy exist in that such
developments affect competition in hiring quality scientific talent, and
profits from breakthroughs are largely confined to the hosts of the
research. It remains unclear, however, whether big government spending
translates easily into rewards.
See: Broad, William. “U.S. Is Losing Its Dominance in the Sciences.
” New York Times 3 May 2004: A1.
Berlinpolis – Eine Umfrage zum Thema ‘brain drain’
In unserem letzten Newsletter hatten wir Sie zur Teilnahme an einer
Internetumfrage von berlilnpolis e.V. zum Thema “Die Abwanderung deutscher
Wissenschaftler und der Hochschulstandort Deutschland aus Sicht der „Bildungsflüchtlinge“
aufgerufen.
Nun liegen die Ergebnisse dieser Umfrage vor. Besonders deutlich werden die
Schwächen der deutschen Hochschulen hinsichtlich der Lehre. So ist unter
anderem der Unterschied bei der Reputation der Lehrenden zwischen
Deutschland auf der einen Seite und Grossbritannien/USA auf der anderen
Seite besonders gross. Dennoch ist auch positiv anzumerken, dass ein Anteil
von über 80% der Befragten potentiell zu einer Rückkehr nach Deutschland
bereit wären.
Tiefergehende Informationen sowie die Auswertung der Befragung hierzu finden
Sie nun unter folgendem Link:
http://berlinpolis.de/braindrain/
Science 4Life – Unterstützung für gründungswillige Wissenschaftler
Science4Life ist eine unabhängige Gründerinitiative, die mit der Beratung
und Betreuung von jungen Unternehmen in den Bereichen Life Sciences und
Chemie in ganz Deutschland beauftragt ist. Science4Life wurde bereits 1998
als „non-profit-organisation“ von der Hessischen Landesregierung und Aventis
unter Mitwirkung der DECHEMA und des VCI gegründet. Die Initiative hat sich
seitdem mit der Unterstützung von mittlerweile nahezu 100 namhaften
Unternehmen und Institutionen in der Gründerszene als Ansprechpartner für
alle Fragen rund um die Unternehmensgründung etabliert. Science 4Life bietet
insbesondere Gründungswilligen, die sich zur Zeit im Ausland befinden, Hilfe
während des Auslandsaufenthaltes und bei der Rückkehr nach Deutschland.
Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte Dr. Uwe Gerlach:
Gerlach@science4life.de
oder besuchen Sie die Webseite
http://www.science4life.de/
Unser neuer Mitarbeiter - Todd Bradley
Seit dem 1. Juli 2004 unterstützt ein neues Mitglied die Arbeit des GSO
Büros in San Francisco. Todd Bradley wird als PR Manager und Research
Associate regelmässig über interessante Neuerungen aber auch Vergleiche
zwischen den USA und Deutschland im Bereich der Wissenschafts- und
Forschungspolitik berichten. Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, so
können Sie Todd Bradley unter der folgenden email-Adresse erreichen:
bradley@gsonet.org
Stammtische – Notieren Sie sich schon die nächsten Termine!
Die GSO-Stammtische in San Francisco und Berkeley erfreuen sich immer
grösserer Beliebtheit. Während der Stammtisch in San Francisco jeden ersten
Dienstag im Restaurant Walzwerk in San Francisco stattfindet, treffen sich
die Teilnehmer des Berkeley Stammtisches alle 14 Tage im Men’s Faculty Club
in Berkeley. Eicke Weber, Präsident der GSO, leitet diesen Stammtisch und
steht wie immer für Ihre Fragen und Anregungen zur Verfügung. Nina Peiffer,
Büroleiterin San Francisco, und Todd Bradley, PR Manager und Research
Associate werden Teilnehmer des GSO Stammtisches San Francisco über die
Arbeit der GSO auf dem laufenden halten.
Wir freuen uns auch jederzeit über interessierte Gäste, die Sie zu den
Stammtischen mitbringen möchten.
Bitte notieren Sie sich schon die nächsten Treffen:
GSO Stammtisch - San Francisco
Dienstag, 3. August 2004 um 19.00 Uhr
Restaurant Walzwerk
381 South Van Ness (between 14th and 15th streets)
San Francisco, CA 94103
http://www.walzwerk.com
GSO Stammtisch - Berkeley
Montag, 9. August 2004 um 18.00 Uhr
The Men’s Faculty Club
University of California
Berkeley, CA 94720-6050
http://berkeleyfacultyclub.com
Frustration for Postdocs with US Immigration Procedures
Notable for our readers is an article recently printed in the Berkeley
Science Review that details the difficulties and delays for Stefan Gilb, a
postdoctoral researcher at the Lawrence Berkeley National Lab at the
University of California, Berkeley. Gilb’s unexpected three month wait in
limbo in Frankfurt for a renewal visa stamp to return to his research in the
US, which normally should have lasted only two weeks, turns out to be
something of a ‘lucky’ case in comparison to others. Gilb, like many others,
was subjected to a more intense screening – requiring clearance of
additional bureaucratic hurdles – as a result of his research, involving
lasers and atoms, landing him on the State Department’s Technology Alert
List in the handling of visa applications.
Most difficult for Gilb and others like him is the uncertain and potentially
indefinite wait, particularly given the unresponsiveness of the State
Department to inquiries regarding the status of such an application. The
article notes a poll of leading US research universities finding a 57
percent increase in the experience of visa delays for 2003 over 2002. Aside
from the monetary, logistical and personal frustrations of the affected
scholars – over $2000 for Gilb – the procedural delays are a great setback
to the scholars’ ongoing and pending research projects. The extent of
frustration among foreign researchers in the US is not clear, and many cases
like Gilb’s have gone unreported for fear of creating more tension over the
visa application. Sharp downturns in new international applicants to US
institutions, however, indicate far-reaching effects.
While American specialists in higher education and research policy debate
the effects of the new policies on US institutions, significant changes to
the current process remain uncertain. Whether the discussion will now be
influenced by the 9/11 Commission’s rejection of earlier government
assertions that many of the September 11th terrorists entered the US through
entirely legal channels – thus warranting much more vigorous screening – is
anything but clear.
Find the Berkeley Science Review article here under the following link:
http://sciencereview.berkeley.edu:7066/pdf/4.1/BSR.Iss6.Students.72dpi.pdf
Entwicklungen in der Hochschulpolitik - Pressemeldungen:
Bulmahn bekommt mehr Geld
Der Etat von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) soll im
kommenden Jahr voraussichtlich auf 8,464 Milliarden Euro steigen, wie das
Kabinett am 23.06.2004 beschloss. Gegenüber dem Haushalt dieses Jahres sind
das 296 Millionen Euro mehr. Das entspricht 3,6 Prozent.
Edelgard Bulmahn wollte eine weit höhere Etatsteigerung erreichen: 500
Millionen Euro mehr – die Hälfte davon sollte in den Wettbewerb um
Spitzenunis gehen. Das Elite-Netzwerk der Universitäten soll 2005 starten.
Im Etat 2005 soll das Programm für Spitzenuniversitäten jedoch erst eine
kleine Rolle spielen: Die Unis, die sich bewerben wollen, soll zur
Unterstützung ihrer Vorbereitung 4,5 Millionen Euro vom Bund bekommen. Ab
2006 sollen für den Wettbewerb, dessen erste Runde dann anläuft, 142,5
Millionen Euro eingeplant werden, ab 2007, wenn auch die zweite Runde läuft,
285 Millionen Euro.
Die großen Forschungsorganisationen sollen drei Prozent mehr bekommen als im
Vorjahr. In der Forschungsförderung liegt der Schwerpunkt in der
Gesundheitsforschung, in der Nanotechnologie und den
Informations-technologien. Die Projektförderung soll gegenüber dem Vorjahr
um 2,8 Prozent steigt. In den Hochschulbau sollen auch im kommenden Jahr 925
Millionen Euro investiert werden, fast fünf Millionen Euro mehr als 1998.
Den vollständigen Bericht finden Sie unter folgendem Link:
http://www.bmbf.de/press/1188.php
Hochschulrektoren: "500 Euro Studienbeitrag zumutbar"
Die Hochschulrektorenkonferenz hat die Einführung von Studiengebühren
gefordert, um die Qualität der Ausbildung zu sichern. "Einen Studienbeitrag
von bis zu 500 Euro pro Semester halten wir für zumutbar", sagte
HRK-Präsident Peter Gaehtgens in Berlin. Das hätten die Hochschulrektoren
auf ihrem Treffen in Berlin mit großer Mehrheit beschlossen. Später könnten
die Beträge auch steigen.
Positiver Effekt einer solchen Gebühr sei, dass die Hochschulen ein größeres
Interesse für die Lehre entwickeln müssten, sagte Gaehtgens. Bedingung für
die Einführung solcher Gebühren sei, dass das Geld vollständig für eine
bessere Lehre an den Hochschulen eingesetzt werden kann, betonte Gaehtgens.
Den vollständigen Bericht finden Sie unter folgendem Link:
http://www.hrk.de/de/home/113.php
Unis dürfen mehr Studenten selbst
auswählen
Durch eine Novellierung des Hochschulgesetzes können sich Fachhochschulen
und Universitäten künftig in den Numerus-Clausus-Fächern wie Medizin,
Pharmazie, Betriebswirtschaft oder Psychologie bis zu 60 Prozent ihrer
Studenten selbst auswählen. 20 Prozent der Studienplätze bleiben weiterhin
den Abiturbesten vorbehalten. Die restlichen 20 Prozent werden nach
Wartezeit vergeben.
Die Auswahlkriterien bleiben dabei weitestgehend den Hochschulen überlassen.
Neben fachspezifischen Tests und Auswahlgesprächen können sie auch die Noten
im Abiturzeugnis - etwa Mathematik für das naturwissenschaftliche Studium -
berücksichtigen. Auch eine Berufsausbildung oder Erfahrung im Arbeitsleben
können nach dem Gesetz Studienchancen erhöhen - sofern die Länder dies auch
in ihr Landesrecht umsetzen. Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn
begrüßte die Reform als "wichtigen Beitrag für das wissenschaftliche Klima"
in Deutschland.
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