nach einem sehr geschäftigen Jahresbeginn im GSO Büro in Vorbereitung auf das Regionaltreffen in
San Francisco war es dann Anfang März endlich
soweit: Scholars aus Kalifornien, Colorado und
Washington kamen ins Mission Bay Conference Center der
UCSF, um sich über die neuesten Entwicklungen in der
deutschen Hochschulpolitik sowie Trends und berufliche
Perspektiven in der Wirtschaft zu informieren. Viele von
ihnen nahmen auch an dem bereits zum dritten Mal in
Kooperation mit McKinsey & Company sowie dem Deutschen
Hochschulverband veranstalteten „Fit for Germany“
Workshop teil. In den intensiven Diskussionsrunden der
Workshopreferenten mit den Teilnehmern wurde erneut
deutlich, wie wichtig eine gezielte Vorbereitung auf die
Bewerbung für eine anspruchsvolle Position an einer
deutschen Hochschule oder in der Industrie ist. Am
Vorabend des Treffens und nach einem ersten
erfolgreichen Workshoptag lud das Deutsche
Generalkonsulat zu einem Empfang ein. Nach
Begrüßungsworten durch Rolf Schütte, dem deutschen
Generalkonsul und Eicke Weber, dem GSO Präsidenten,
konnten sich die Tagungsteilnehmer und Gäste mit
kulinarischen Genüssen verwöhnen lassen, die
freundlicherweise von McKinsey & Company, den
Hauptsponsoren des Abends, und dem Deutschen
Generalkonsulat zur Verfügung gestellt wurden. An dieser
Stelle sei allen Unterstützern nochmals ganz herzlich
gedankt! Impressionen vom Workshop, dem Regionaltreffen
und dem Abendempfang im deutschen Generalkonsulat finden
Sie hier.http://www.gsonet.org/de/recentEvents.htm
Aber da nach dem Treffen natürlich auch vor dem Treffen
ist, möchte ich die Gelegenheit nutzen und Sie auf das
nächste regionale Wissenschaftlertreffen am 27.
Mai 2006 in Chicago, IL, aufmerksam machen. Für das
Treffen können Sie sich bereits heute anmelden http://www.gsonet.org/de/events/SM06Chicago/anmeldung.htm.
Gleiches gilt für den 26. Mai 2006 in Chicago, IL,
erneut stattfindenden
„Fit for
Germany“ Workshop
http://www.gsonet.org/de/events/WS06Chicago/einladung.htm.
Bitte beachten Sie hier besonders die auf dem
Anmeldeformular befindlichen Hinweise zur
Workshopschutzgebühr und Stornierungsfristen.
Focus on Jobs
ist eine neue Rubrik, die wir Ihnen mit diesem
Newsletter erstmalig vorstellen möchten. In dieser
Rubrik werden wir in jedem Monat auf neue Stellen aus
der Jobbörse hinweisen bzw. Firmen vorstellen, die
bisher noch nicht bei uns inseriert oder aber besonders
interessante Angebote für Sie haben. In diesem
Zusammenhang sei nochmals darauf hingewiesen, dass wir
neue Stellen derzeit auch auf unserer Startseite
anzeigen. Ein Blick in die Jobbörse lohnt sich auf jeden
Fall.
Aufgrund der häufigen Nachfrage bezüglich eines
GSO-Stammtisches in San Francisco haben wir
beschlossen, dem bereits bestehenden Stammtisch, der
sich allerdings das letzte Mal im Sommer 2005 getroffen
hat, neues Leben einzuhauchen. Am 13. April 2006
soll dies um 19 Uhr im Walzwerk geschehen
http://www.walzwerk.com. Interessenten können
sich gerne unter
info@gsonet.org vorher anmelden, so dass wir einen
entsprechend großen Tisch reservieren können.
Und noch ein Event zum Mitmachen steht auf unserer
Liste. Auch in diesem Jahr findet in San Francisco der
traditionelle Bay to Breakers Lauf statt. Dabei
handelt es sich um ein 12 km langes Rennen beginnend am
Embarcadero bis hin zum Pazifik, das neben
professionellen Läufern auch ebenso viele
Freizeitsportler, Walker und Spaßvögel anzieht, die in
kunstvoll und aufwendig gestalteten Kostümen die steilen
Strassen von San Francisco erklimmen.
Erstmalig möchte die GSO an diesem Lauf mit einem
eigenen Team teilnehmen. Dafür suchen wir Scholars, die
vor allem gute Laune, Lust am Laufen (das Tempo spielt
keine Rolle!) sowie Zeit am 21. Mai 2006 haben.
Das Team sollte mindestens aus 25 Teilnehmer bestehen,
denn dann erhalten wir einen Gruppenrabatt von 10 % auf
die Registrierungsgebühr! Die Gebühr beinhaltet u.a. die
individuelle Zeitaufnahme, ein Teilnehmer T-Shirt und
den Zugang zum Footstock, der Afterrun-Party mit Musik
im Golden Gate Park. Die Teilnahmegebühr bestimmt sich
auch nach dem Zeitpunkt der Registrierung. Die nächste
Registration Deadline ist der17. Mai ($38.00 pro Person).
Diejenigen, die gerne teilnehmen, aber lieber auf das
Laufen verzichten möchten, können sich für das
Organisationsteam anmelden (natürlich ohne Gebühr), das
im Golden Gate Park eine GSO Base einrichten wird, die
alle Läufer in Empfang nimmt. Natürlich wird hinterher
gemeinsam gefeiert. Interessenten sowohl für den Lauf
als auch das Organisationsteam bitten wir, eine Mail an
info@gsonet.org zu schicken. Vielen Dank.
Mehr
Informationen zum Lauf und Bilder aus den vergangenen
Jahren finden Sie unter
http://www.ingbaytobreakers.com.
Am 27. März gab es für die GSO wieder einen guten Grund
zum Feiern. Mit einem Festakt wurde unser GSO-Büro in
Berlin eröffnet, mitten im Herzen der Stadt im
schönen Atrium in der Friedrichstrasse. Nach den
Begrüßungsworten durch Eicke Weber berichtete Herr
Christian Böllhoff von der Prognos AG, Basel, aus der
aktuellen Studie Zukunftsatlas 2006 – Wachstumsbranchen
in Deutschland, die aufzeigt, in welchen
Wirtschaftszweigen in den kommenden Jahren ein
steigender Bedarf an Fachkräften zu erwarten ist. Mit
der Repräsentanz in Berlin wird es nun noch einfacher,
den direkten Kontakt nicht nur zu den Rückkehrern,
sondern auch unseren Kooperationspartnern und allen
Interessenten und Freunden der GSO zu pflegen.
Impressionen von der Eröffnung finden Sie hier-
http://www.gsonet.org/shared/articles/NewOffice/OpOf.htm.
Ihre Ansprechpartnerin im Berliner Büro ist Frau Sandra
Schäfer, erreichbar unter
German Scholars
Organization e.V., Friedrichstrasse 60, 10117 Berlin,
Telefon +49 (0)30 20628767,
Last but not least möchten wir mit Ihnen noch eine
besonders freudige Nachricht teilen. Unserem GSO
Präsidenten Eicke Weber wird im Juni in einem Festakt im
Generalkonsulat in San Francisco das
Bundesverdienstkreuz verliehen werden. Wir gratulieren
ganz herzlich zu dieser hohen Auszeichnung!
Viele Grüße aus Berkeley,
Ute Schulz
FOCUS on JOBS
Neues von der GSO Jobbörse
Erstmalig hat in diesem Monat die Firma Xantrex
Technology Inc. zwei Stellen für Firmware Engineers in
der GSO Jobbörse ausgeschrieben.
„Xantrex is a world leader in the development,
manufacturing and marketing of advanced power electronic
products and systems for the renewable, portable,
mobile, and programmable power markets. The company’s
products convert and control raw electrical power from
any central, distributed, or backup power source into
high-quality power required by electronic and electrical
equipment. Headquartered in Vancouver, British Columbia,
the company has facilities in Arlington, Washington;
Livermore, California; Elkhart, Indiana; Barcelona,
Spain; and Reading, England. Xantrex is publicly listed
on the Toronto Stock Exchange under the ticker symbol "XTX".”
Die beiden ausgeschriebenen Stellen sind in Livermore,
CA angesiedelt. Die Ingenieure werden für Projekte mit
einer deutschen Firma (Siemens) gesucht, d.h. Reisen
nach Deutschland wären erforderlich. Mehr Informationen
zu Xantrex finden Sie unter
www.xantrex.com
Weitere aktuelle offene Stellen haben u.a. die
Leibnitz-Gemeinschaft, das neue Chemical Genomics Centre
of the Max Planck Society sowie die Firmen Berlex,
sanofi-aventis, Berlin Chemie und Zeiss zu besetzen. Ein
Blick in die Jobbörse lohnt sich also einmal mehr
www.gsonet.org/jobs.
Out There
Karriere und Förderung – Aktuelles
BaCaTeC Förderanträge bis 15. April 2006
Das Bayerisch-Kalifornische Hochschulzentrum BaCaTeC
fördert und intensiviert die Zusammenarbeit zwischen
Hochschul- und Forschungseinrichtungen in Bayern und
Kalifornien wie auch zwischen Partnern aus Hochschule
und Wirtschaft in den beiden Ländern. Der aktuellen
Termin zur Einreichung von Projektanträgen bei BaCaTeC
("High-Tech zwischen Bayern und Kalifornien") ist der
15. April 2006. Antragsformulare finden Sie unter
Ausführliche Informationen über BaCaTeC sowie die
Antragsformulare erhalten Sie auch unter
http://www.bacatec.de.
Erneuerbare Energien: Wissenschaftsministerium fördert
Energieforschungsverbund mit 3,2 Mio. Euro
Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und
Kultur fördert den "Forschungsverbund Energie
Niedersachsen (FEN) - Dezentrale Energiesysteme", bei
dem die sieben Projektpartner,
vier Universitäten, eine Fachhochschule und zwei
außeruniversitäre Landeseinrichtungen
langfristig, d.h. bis zum Jahr 2009, zu Fragen der
Energieversorgungstechnik und des Energiemanagements
forschen können. Der Verbund umfasst ein
Gesamtfördervolumen von 5,2 Millionen Euro, von denen
das Wissenschaftsministerium 3,2 Millionen Euro und die
sieben Projektpartner 2 Millionen Euro übernehmen. Bei
dem Forschungsverbund geht es vor allem darum, dezentral
erzeugte elektrische Energie in bestehende elektrische
Netze einzubinden und zu verteilen. Niedersachen verfügt
über einen vergleichsweise hohen Anteil an regenerativen
Energiequellen.
Stifterverband unterstützt Juniorprofessuren an der
Universität Bayreuth
Die Universität Bayreuth wird für einen Zeitraum von
sechs Jahren zwei neue Juniorprofessuren auf den
Gebieten "Geodynamische Modellierung" und
"Pflanzengenetik / Populationsgenetik" einrichten. Der
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft stellt im
Rahmen seines Förderprogramms
"Stiftungsjuniorprofessuren mit Tenure-track" die
finanziellen Mittel dafür bereit. Die Finanzierung aus
Mitteln der Claussen-Simon-Stiftung umfasst die
Personalmittel sowie für jede Juniorprofessur Sachmittel
in Höhe von 20.000 Euro pro Jahr. Die Universität
Bayreuth plant, die beiden Juniorprofessuren zum
Wintersemester 2006 / 2007 zu besetzen. Gemeinsam mit
der Claussen-Simon-Stiftung hatte der Stifterverband im
Jahr 2005 insgesamt 14 Juniorprofessuren ausgeschrieben.
Das vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
eingerichtete Förderprogramm "Stiftungsjuniorprofessuren
mit Tenure-track" zielt darauf ab, zukunftsweisende
Forschungsgebiete an deutschen Universitäten zu fördern
und die Karrierechancen exzellenter
Nachwuchswissenschaftler zu verbessern. Der
Stifterverband will dadurch zugleich die Position der
deutschen Universitäten im internationalen Wettbewerb
stärken.
Stiftungsprofessuren für Hormonforschung von Pfizer an
der Universität Erlangen-Nürnberg
Mit der Stiftung von zwei Professuren im Bereich der
Hormonforschung an der Medizinischen Fakultät der
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg möchte
der forschende Arzneimittelhersteller Pfizer Deutschland
in Erlangen die seit über 20 Jahren bestehende
wissenschaftliche Kooperation fortsetzen und es der
Medizinischen Fakultät ermöglichen, ein überregionales
Forschungs- und Kompetenzzentrum für den Bereich der
Klinischen Endokrinologie und der Neuroendokrinologie zu
schaffen bzw. auszubauen. Den zukünftigen
Stelleninhabern soll mit den Stiftungsmitteln die
Möglichkeit eröffnet werden, sich durch eigenständige
Forschung zu profilieren und den Forschungsbereich
voranzutreiben.
Die erste Stiftung fördert eine W2-Professur für
Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie, die zweite
für Neuroendokrinologie. Beide Stellen sind zunächst auf
fünf Jahre begrenzt. Die Ausschreibung ist jüngst
erfolgt. Die Bewerbungsfrist ist der 30. April 2006.
20 Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppen
und
Helmholtz-Nachwuchsgruppen
Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert junge, talentierte
Forscher und Forscherinnen aus dem In- und Ausland mit
der Möglichkeit der Einrichtung und Leitung eigener
Arbeitsgruppen. Damit sollen optimale Bedingungen in
einem forschungsintensiven Umfeld, frühe
wissenschaftliche Selbständigkeit, enge Zusammenarbeit
mit universitären Partnern sowie eine verlässliche
Karriereperspektive, die auf nachgewiesener
wissenschaftlicher Leistung beruht (‚Tenure Track’)
gewährleistet werden. Gleichzeitig erhalten die
Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen die
Möglichkeit, Lehrerfahrung zu sammeln und die Befähigung
zum (zur) Hochschullehrer(in) zu erwerben.
Das Angebot richtet sich an ausgewiesene
Post-Doktoranden, 2 bis 6 Jahre nach Promotion
(Erziehungszeiten können angerechnet werden), aus in-
und ausländischen Einrichtungen, die in einem
Helmholtz-Programm mitarbeiten wollen. Ein
zusammenhängender 6-monatiger Forschungsaufenthalt im
Ausland während der Promotion oder der
Post-Doktorandenphase ist Voraussetzung für die
Bewerbung. Die Bewerbungsfrist endet am 2. Mai 2006.
Baden-Württemberg: Elite-Programm für
Postdoktoranden/Postdoktorandinnen
Die Landesstiftung Baden-Württemberg hat ein Programm
zur Förderung von exzellentem wissenschaftlichem
Nachwuchs für die Dauer von 2 Jahren bei einer Förderung
von maximal 80.000 EUR für Infrastruktur (Personal-,
Sach- und Investitionsmittel). Das Eliteprogramm für
Postdoktorandinnen und Postdoktoranden bereitet junge,
hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler für die Hochschullehrerlaufbahn vor. Die
Bewerber und Bewerberinnen dürfen nicht älter als 32
Jahre sein. Bewerbungsfrist ist der 1. Juli 2006.
Das Kuratorium der VolkswagenStiftung hat die
Einrichtung zweier neuer Förderangebote beschlossen. Die
“European Platform for Life Sciences, Mind Sciences,
and the Humanities" soll die Vernetzung der
Nachwuchsforscher und -forscherinnen, die im
Grenzbereich von kognitiven Neurowissenschaften sowie
Geistes- und Gesellschaftswissenschaften arbeiten
vorantreiben - und zwar explizit über Disziplinen- und
Ländergrenzen hinweg. Als erster Schritt ist dazu für
Herbst 2006 ein Workshop geplant, der inhaltlich zur
Identifizierung von Themen und strukturell zur
Etablierung von Arbeitsgruppen dienen soll. Auch diese
Arbeitsphase wird von der Stiftung begleitet;
mittelfristig besteht zudem die Möglichkeit, einzelne
Pilotprojekte zu unterstützen. Die maximal 40 Teilnehmer
des Workshops werden im Rahmen eines mit Stichtag 1.
Juni 2006 gestarteten Wettbewerbs ausgewählt. Von den
Bewerbern wird dabei erwartet, dass nicht nur das eigene
Forschungsthema dargestellt, sondern auch in einem
Abstract ein kleines Projekt formuliert und die
Motivation der Bewerbung erläutert wird.
Ebenfalls neu eingerichtet wird mit den "Schumpeter
Fellowships" , benannt nach einem der
erfolgreichsten Volkswirtschaftler des 20. Jahrhunderts,
Joseph Alois Schumpeter. ein personenbezogenes Angebot
für hoch qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und
Nachwuchswissenschaftler in den Wirtschafts-, Sozial-
und Rechtswissenschaften. Gefördert werden, einzeln oder
in kleinen Gruppen, exzellente Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler, die mit ihren Projekten Neuland
erschließen wollen. Voraussetzung für eine Bewerbung ist
unter anderem eine Promotion mit herausragendem
Ergebnis, die nicht länger als fünf Jahre zurückliegen
sollte; ebenso, dass die Person sich mit eigenständigen
Beiträgen international zu positionieren vermag.
Durchaus begrüßt wird auch, wenn neben den Wirtschafts-,
Sozial- oder Rechtswissenschaften in die jeweiligen
Forschungsvorhaben auch thematisch angrenzende
Disziplinen eingebunden sind - wie etwa Mathematik,
Physik, Psychologie, die Kognitions- und
Neurowissenschaften, die Ingenieurwissenschaften,
Philosophie oder Geschichte. Die ausführlichen
Rahmenbedingungen dieser neuen Förderinitiative finden
Sie ab Anfang Mai 2006 in einem "Merkblatt für
Antragsteller" unter
http://www.volkswagenstiftung.de/foerderung/herausforderungen.html.
Pro Jahr wird die Stiftung etwa acht bis zehn Schumpeter
Fellowships vergeben; erstmaliger Bewerbungsschluss ist
der 31. März 2007.
Beendet werden hingegen die beiden Förderinitiativen
"Innovationsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft"
(letzter Stichtag zur Antragstellung: 31. August 2006)
und "Zusammenspiel von molekularen Konformationen und
biologischer Funktion" (letzter Stichtag zur
Antragstellung: 15. September 2006).
On the Radar
Trends und Entwicklungen im Forschungs- und
Hochschulwesen.
Offensive der Bundesregierung für Innovation und
Wachstum
Die Bundesregierung investiert in der laufenden
Legislaturperiode zusätzlich sechs Milliarden Euro in
Forschung und Entwicklung. "Das ist ein Aufbruchsignal
für die Zukunft und eine enorme Schubkraft für den
Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland",
erklärte Bundesforschungsministerin Annette Schavan nach
der Verabschiedung des Milliardenpakets durch das
Bundeskabinett in Berlin. "Keine Bundesregierung hat
bisher eine derartige Kraftanstrengung für Innovation
und Wachstum unternommen.“ Bereits in diesem Jahr werden
rund 700 Millionen Euro zur Verfügung stehen, im
kommenden Jahr rund 1,3 Milliarden Euro, 2008 rund 1,8
Milliarden Euro und im Jahr 2009 rund 2,2 Milliarden
Euro.
Ein Schwerpunkt des Innovationsprogramms werden die
Spitzen- und Querschnittstechnologien wie die
Informations-, Bio- und Nanotechnologie sowie die
Raumfahrt sein. Ein zweites großes Segment des
Sechs-Milliarden-Programms wird Schavan zufolge die
Stärkung der Innovationskraft kleiner und mittlerer
Unternehmen. Damit wird die mittelständische
Innovationsbeteiligung erhöht, die
Innovationsfinanzierung verbessert und die Verwertung
von Forschungsergebnissen intensiviert. Unter anderem
soll die Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen
an der Projektförderung noch weiter erhöht werden. In
einem dritten Themenfeld stärkt die Bundesregierung das
deutsche Wissenschaftssystem mit Hochschulen und
außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Hierfür
werden in diesem Jahr alleine zusätzlich rund 280
Millionen Euro investiert. Dazu gehört die
Konkretisierung der von Bund und Ländern gemeinsam auf
den Weg gebrachten Exzellenzinitiative für die
Hochschulen, der Pakt für Forschung und Innovation mit
seiner jährlichen dreiprozentigen Steigerung der
Zuwendungen für die großen außeruniversitären
Forschungseinrichtungen sowie der Bau von Großgeräten
(wie dem Röntgenlaser XFEL oder dem Beschleunigerzentrum
FAIR).
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/1763.php
Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und
Innovationsforschung ISI: Zehntausende zusätzlicher
Arbeitsplätze in Pharmaindustrie
Bei jährlichen Wachstumsraten der Pharmaindustrie von
weltweit acht bis elf Prozent könnte die Branche auch in
Deutschland in den nächsten 15 Jahren zehntausende neuer
Arbeitsplätze schaffen, einen großen Teil davon für
hochqualifizierte Beschäftigte. Dieses
Arbeitsplatzpotenzial lässt sich aber nur durch gezielte
Maßnahmen zur Stärkung des Pharmastandorts erschließen,
betonen das Fraunhofer Institut für System- und
Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe und die
Unternehmensberatung A.T. Kearney in einer Studie zum
Pharmastandort Deutschland. Die weltweit größten
Pharmaunternehmen haben ihren Hauptsitz außerhalb
Deutschlands, vor allem in den USA, in England und der
Schweiz.
Eine Befragung im Rahmen der Studie hat sich mit den in
Deutschland ansässigen Tochterunternehmen dieser größten
Global-Player beschäftigt. Entgegen Vorurteilen stärken
diese Tochterunternehmen den Wirtschaftsstandort
Deutschland überproportional: So liegt der
Akademikeranteil in diesen Tochterunternehmen bei 30
Prozent während er im Durchschnitt der deutschen
Gesamtwirtschaft bei 15 Prozent stagniert. Ein weiteres
Beispiel ist der Anteil der Frauen an den Akademikern.
In den Pharmaunternehmen ist er bei 50 Prozent und
zeigt, wie die befragten Unternehmen in hohem Maße die
Kompetenzen von Frauen und die damit verbundenen
Innovationspotenziale am Standort Deutschland nutzen.
Mittelfristig bietet die klinische Forschung das höchste
Beschäftigungspotenzial, so Dr. Annett Tischendorf von
A.T. Kearney.
Die Gesamtstudie (deutsch und englisch) ist als Download
verfügbar unter:
http://www.isi.fraunhofer.de/pr/2006de/pri04/pri04.htm
European Platform of Women Scientists (EPWS) nimmt
Arbeit auf
„Als 'Netzwerk der Netze' wird die EPWS die Förderung
und Unterstützung von Wissenschaftlerinnen aus ganz
Europa vorantreiben, ihnen eine stärkere Stimme in der
wissenschaftspolitischen Debatte verleihen und
Wissenschaftlerinnen stärker in die politischen Debatten
einbinden.", erklärte EPWS-Generalsekretärin Dr. Maren
Jochimsen die doppelte Zielrichtung der Plattform.
Zusammen mit derzeit vier EPWS-Mitarbeiterinnen sorgt
Maren Jochimsen jetzt in Brüssel für ein erfolgreiches
Networking und den Aufbau eines Sprachrohrs für
Wissenschaftlerinnen. "Wir werden in den kommenden
Monaten Mitglieder werben und Kontakt zu existierenden
Netzwerken von Wissenschaftlerinnen aufnehmen",
skizzierte Jochimsen die nächsten Schritte und rief die
anwesenden Wissenschaftsorganisationen auf zu
gegenseitigem Austausch und Dialog bei der Förderung von
Wissenschaftlerinnen und der Berücksichtigung von
Genderfragen in der wissenschaftlichen Forschung.
Die European Platform of Women Scientists wurde als
Specific Support Action im 6. Europäischen
Forschungsrahmenprogramm als eine internationale
Non-Profit-Organisation nach belgischem Recht gegründet
und hat im Februar dieses Jahres ihre Büroräume unweit
des Place du Luxembourg, im Herzen der EU in Brüssel,
bezogen.
Das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und
Forschung CEWS bekam nach einem Call for Proposals den
Zuschlag der Europäischen Kommission zum Aufbau der
European Platform of Women Scientists. Das CEWS ist
Abteilung des Informationszentrums Sozialwissenschaften
in Bonn und steht als wissens- und forschungsbasierte
Dienstleistungseinrichtung Wissenschaftlerinnen,
Hochschulen, Forschungseinrichtungen,
Wissenschaftsorganisationen und politischen Gremien mit
seinen Leistungen zur Verfügung.
Welcome Centers: Ein Startservice für international
mobile Wissenschaftler
International mobile Forscher werden weltweit umworben.
Ihre Entscheidung für eine Universität hängt dabei oft
nicht nur von wissenschaftlichen Faktoren ab, sondern
auch davon, welche Unterstützung Forscher in
administrativen Fragen sowie bei der Organisation des
Aufenthaltes für sich und ihre Familien bekommen.
Aus diesem Grund hat die Alexander von
Humboldt-Stiftung, die Deutsche Telekom Stiftung und der
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft einen
Wettbewerb für weltoffene Universitäten in Deutschland
gestartet. Gesucht werden Hochschulen, die mit neuen und
originellen Ideen dafür sorgen, dass sich internationale
Forscherinnen und Forscher in Deutschland willkommen
fühlen und sich unter besten äußeren Bedingungen ganz
auf ihre Arbeit konzentrieren können. Die drei
Universitäten mit den besten Konzepten werden als "Welcome
Centre für international mobile Forscher"
ausgezeichnet und erhalten jeweils bis zu 125.000 Euro
zur Verwirklichung ihrer Ideen.
Kein Nachwuchs für den wissenschaftlichen Nachwuchs?
Neue Studie aus NRW zieht Bilanz
Die Frage der Vereinbarkeit von Familie und
Hochschulkarriere ist seit langem ein Thema, mit dem
sich nicht nur die betreffenden Wissenschaftler/innen,
Demografen, und Politiker beschäftigen, sondern das nun
auch das Interesse der Wissenschaft selbst geweckt hat.
Eine Studie der Universität Dortmund untersuchte den
Zusammenhang von Karrierebedingungen, Geschlecht und
Kinderzahl beim wissenschaftlichen Nachwuchs an den
Universitäten des Landes NRW. Das Fazit dieser großen
Studie, der Vergleichsdaten von fast 22 000 Personen aus
dem Jahre 2004 und 17 600 Personen aus dem Jahre 1994
zur Verfügung stand, ist eher ernüchternd und bestätigt
leider ein weiteres Mal, dass es an deutschen
Hochschulen auch weiterhin schwer ist, berufliche
Karriere und Kinder zu vereinbaren. Ein Grund dafür
könnte in den universitären Beschäftigungsverhältnissen
und wissenschaftlichen Berufsperspektiven liegen, wie
die Autoren der Studie, Nicole Auferkorte-Michaelis,
Sigrid Metz-Goeckel, Jutta Wergen, Annette Klein u.a.
vermuten.