GSO Newsletter März/April 2006


Shop Talk

GSO-Intern

FOCUS on JOBS
Neues von der GSO Jobbörse

Out There
Karriere und Förderung – Aktuelles

 

On the Radar

Trends und Entwicklungen im Forschungs- und Hochschulwesen

Liebe GSO Scholars und Freunde,

nach einem sehr geschäftigen Jahresbeginn im GSO Büro in Vorbereitung auf das Regionaltreffen in San Francisco war es dann Anfang März endlich soweit: Scholars aus Kalifornien, Colorado und Washington kamen ins Mission Bay Conference Center der UCSF, um sich über die neuesten Entwicklungen in der deutschen Hochschulpolitik sowie Trends und berufliche Perspektiven in der Wirtschaft zu informieren. Viele von ihnen nahmen auch an dem bereits zum dritten Mal in Kooperation mit McKinsey & Company sowie dem Deutschen Hochschulverband veranstalteten „Fit for Germany“ Workshop teil. In den intensiven Diskussionsrunden der Workshopreferenten mit den Teilnehmern wurde erneut deutlich, wie wichtig eine gezielte Vorbereitung auf die Bewerbung für eine anspruchsvolle Position an einer deutschen Hochschule oder in der Industrie ist. Am Vorabend des Treffens und nach einem ersten erfolgreichen Workshoptag lud das Deutsche Generalkonsulat zu einem Empfang ein. Nach Begrüßungsworten durch Rolf Schütte, dem deutschen Generalkonsul und Eicke Weber, dem GSO Präsidenten, konnten sich die Tagungsteilnehmer und Gäste mit kulinarischen Genüssen verwöhnen lassen, die freundlicherweise von McKinsey & Company, den Hauptsponsoren des Abends, und dem Deutschen Generalkonsulat zur Verfügung gestellt wurden. An dieser Stelle sei allen Unterstützern nochmals ganz herzlich gedankt! Impressionen vom Workshop, dem Regionaltreffen und dem Abendempfang im deutschen Generalkonsulat finden Sie hier.http://www.gsonet.org/de/recentEvents.htm

Aber da nach dem Treffen natürlich auch vor dem Treffen ist, möchte ich die Gelegenheit nutzen und Sie auf das nächste regionale Wissenschaftlertreffen am 27. Mai 2006 in Chicago, IL, aufmerksam machen. Für das Treffen können Sie sich bereits heute anmelden
http://www.gsonet.org/de/events/SM06Chicago/anmeldung.htm.
Gleiches gilt für den 26. Mai 2006 in Chicago, IL, erneut  stattfindenden
„Fit for Germany“ Workshop
http://www.gsonet.org/de/events/WS06Chicago/einladung.htm.
Bitte beachten Sie hier besonders die auf dem Anmeldeformular befindlichen Hinweise zur Workshopschutzgebühr und Stornierungsfristen.

Focus on Jobs ist eine neue Rubrik, die wir Ihnen mit diesem Newsletter erstmalig vorstellen möchten. In dieser Rubrik werden wir in jedem Monat auf neue Stellen aus der Jobbörse hinweisen bzw. Firmen vorstellen, die bisher noch nicht bei uns inseriert oder aber besonders interessante Angebote für Sie haben. In diesem Zusammenhang sei nochmals darauf hingewiesen, dass wir neue Stellen derzeit auch auf unserer Startseite anzeigen. Ein Blick in die Jobbörse lohnt sich auf jeden Fall.

Aufgrund der häufigen Nachfrage bezüglich eines GSO-Stammtisches in San Francisco haben wir beschlossen, dem bereits bestehenden Stammtisch, der sich allerdings das letzte Mal im Sommer 2005 getroffen hat, neues Leben einzuhauchen. Am 13. April 2006 soll dies um 19 Uhr im Walzwerk geschehen http://www.walzwerk.com. Interessenten können sich gerne unter info@gsonet.org vorher anmelden, so dass wir einen entsprechend großen Tisch reservieren können.

Und noch ein Event zum Mitmachen steht auf unserer Liste. Auch in diesem Jahr findet in San Francisco der traditionelle Bay to Breakers Lauf statt. Dabei handelt es sich um ein 12 km langes Rennen beginnend am Embarcadero bis hin zum Pazifik, das neben professionellen Läufern auch ebenso viele Freizeitsportler, Walker und Spaßvögel anzieht, die in kunstvoll und aufwendig gestalteten Kostümen die steilen Strassen von San Francisco erklimmen.

Erstmalig möchte die GSO an diesem Lauf mit einem eigenen Team teilnehmen. Dafür suchen wir Scholars, die vor allem gute Laune, Lust am Laufen (das Tempo spielt keine Rolle!) sowie Zeit am 21. Mai 2006 haben. Das Team sollte mindestens aus 25 Teilnehmer bestehen, denn dann erhalten wir einen Gruppenrabatt von 10 % auf die Registrierungsgebühr! Die Gebühr beinhaltet u.a. die individuelle Zeitaufnahme, ein Teilnehmer T-Shirt und den Zugang zum Footstock, der Afterrun-Party mit Musik im Golden Gate Park. Die Teilnahmegebühr bestimmt sich auch nach dem Zeitpunkt der Registrierung. Die nächste Registration Deadline ist der 17. Mai ($38.00 pro Person).

Diejenigen, die gerne teilnehmen, aber lieber auf das Laufen verzichten möchten, können sich für das Organisationsteam anmelden (natürlich ohne Gebühr), das im Golden Gate Park eine GSO Base einrichten wird, die alle Läufer in Empfang nimmt. Natürlich wird hinterher gemeinsam gefeiert. Interessenten sowohl für den Lauf als auch das Organisationsteam bitten wir, eine Mail an info@gsonet.org zu schicken. Vielen Dank.
Mehr Informationen zum Lauf und Bilder aus den vergangenen Jahren finden Sie unter http://www.ingbaytobreakers.com.

Am 27. März gab es für die GSO wieder einen guten Grund zum Feiern. Mit einem Festakt wurde unser GSO-Büro in Berlin eröffnet, mitten im Herzen der Stadt im schönen Atrium in der Friedrichstrasse. Nach den Begrüßungsworten durch Eicke Weber berichtete Herr Christian Böllhoff von der Prognos AG, Basel, aus der aktuellen Studie Zukunftsatlas 2006 – Wachstumsbranchen in Deutschland, die aufzeigt, in welchen Wirtschaftszweigen in den kommenden Jahren ein steigender Bedarf an Fachkräften zu erwarten ist. Mit der Repräsentanz in Berlin wird es nun noch einfacher, den direkten Kontakt nicht nur zu den Rückkehrern, sondern auch unseren Kooperationspartnern und allen Interessenten und Freunden der GSO zu pflegen. Impressionen von der Eröffnung finden Sie hier-
http://www.gsonet.org/shared/articles/NewOffice/OpOf.htm.

Ihre Ansprechpartnerin im Berliner Büro ist Frau Sandra Schäfer, erreichbar unter German Scholars Organization e.V., Friedrichstrasse 60, 10117 Berlin, Telefon +49 (0)30 20628767,

Fax: +49 (0)30 20628769, E-Mail: schaefer@gsonet.org

Last but not least möchten wir mit Ihnen noch eine besonders freudige Nachricht teilen. Unserem GSO Präsidenten Eicke Weber wird im Juni in einem Festakt im Generalkonsulat in San Francisco das Bundesverdienstkreuz verliehen werden. Wir gratulieren ganz herzlich zu dieser hohen Auszeichnung!

Viele Grüße aus Berkeley,
Ute Schulz


FOCUS on JOBS
Neues von der GSO Jobbörse

Erstmalig hat in diesem Monat die Firma Xantrex Technology Inc. zwei Stellen für Firmware Engineers in der GSO Jobbörse ausgeschrieben.

„Xantrex is a world leader in the development, manufacturing and marketing of advanced power electronic products and systems for the renewable, portable, mobile, and programmable power markets. The company’s products convert and control raw electrical power from any central, distributed, or backup power source into high-quality power required by electronic and electrical equipment. Headquartered in Vancouver, British Columbia, the company has facilities in Arlington, Washington; Livermore, California; Elkhart, Indiana; Barcelona, Spain; and Reading, England. Xantrex is publicly listed on the Toronto Stock Exchange under the ticker symbol "XTX".”

Die beiden ausgeschriebenen Stellen sind in Livermore, CA angesiedelt. Die Ingenieure werden für Projekte mit einer deutschen Firma (Siemens) gesucht, d.h. Reisen nach Deutschland wären erforderlich. Mehr Informationen zu Xantrex finden Sie unter www.xantrex.com

Weitere aktuelle offene Stellen haben u.a. die Leibnitz-Gemeinschaft, das neue Chemical Genomics Centre of the Max Planck Society sowie die Firmen Berlex, sanofi-aventis, Berlin Chemie und Zeiss zu besetzen. Ein Blick in die Jobbörse lohnt sich also einmal mehr www.gsonet.org/jobs.


Out There
Karriere und Förderung – Aktuelles

BaCaTeC Förderanträge bis 15. April 2006

Das Bayerisch-Kalifornische Hochschulzentrum BaCaTeC fördert und intensiviert die Zusammenarbeit zwischen Hochschul- und Forschungseinrichtungen in Bayern und Kalifornien wie auch zwischen Partnern aus Hochschule und Wirtschaft in den beiden Ländern. Der aktuellen Termin zur Einreichung von Projektanträgen bei BaCaTeC ("High-Tech zwischen Bayern und Kalifornien") ist der 15. April 2006. Antragsformulare finden Sie unter

http://www.bacatec.de/formulare/2006-01_Ba_Proj_d.pdf (Deutsch) bzw. 
http://www.bacatec.de/formulare/2006-01_Ba_Proj_e.pdf (Englisch).

Ausführliche Informationen über BaCaTeC sowie die Antragsformulare erhalten Sie auch unter http://www.bacatec.de.

Erneuerbare Energien: Wissenschaftsministerium fördert
Energieforschungsverbund mit 3,2 Mio. Euro

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert den "Forschungsverbund Energie Niedersachsen (FEN) - Dezentrale Energiesysteme", bei dem die sieben Projektpartner, vier Universitäten, eine Fachhochschule und zwei außeruniversitäre Landeseinrichtungen langfristig, d.h. bis zum Jahr 2009, zu Fragen der Energieversorgungstechnik und des Energiemanagements forschen können. Der Verbund umfasst ein Gesamtfördervolumen von 5,2 Millionen Euro, von denen das Wissenschaftsministerium 3,2 Millionen Euro und die sieben Projektpartner 2 Millionen Euro übernehmen. Bei dem Forschungsverbund geht es vor allem darum, dezentral erzeugte elektrische Energie in bestehende elektrische Netze einzubinden und zu verteilen. Niedersachen verfügt über einen vergleichsweise hohen Anteil an regenerativen Energiequellen.

Mehr Informationen zu diesem Thema unter:
http://idw-online.de/pages/de/news153270

Stifterverband unterstützt Juniorprofessuren an der Universität Bayreuth

Die Universität Bayreuth wird für einen Zeitraum von sechs Jahren zwei neue Juniorprofessuren auf den Gebieten "Geodynamische Modellierung" und "Pflanzengenetik / Populationsgenetik" einrichten. Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft stellt im Rahmen seines Förderprogramms "Stiftungsjuniorprofessuren mit Tenure-track" die finanziellen Mittel dafür bereit. Die Finanzierung aus Mitteln der Claussen-Simon-Stiftung umfasst die Personalmittel sowie für jede Juniorprofessur Sachmittel in Höhe von 20.000 Euro pro Jahr. Die Universität Bayreuth plant, die beiden Juniorprofessuren zum Wintersemester 2006 / 2007 zu besetzen. Gemeinsam mit der Claussen-Simon-Stiftung hatte der Stifterverband im Jahr 2005 insgesamt 14 Juniorprofessuren ausgeschrieben.

Das vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft eingerichtete Förderprogramm "Stiftungsjuniorprofessuren mit Tenure-track" zielt darauf ab, zukunftsweisende Forschungsgebiete an deutschen Universitäten zu fördern und die Karrierechancen exzellenter Nachwuchswissenschaftler zu verbessern. Der Stifterverband will dadurch zugleich die Position der deutschen Universitäten im internationalen Wettbewerb stärken.

Mehr Informationen zu diesem Thema unter:
http://idw-online.de/pages/de/news153063

Stiftungsprofessuren für Hormonforschung von Pfizer an der Universität Erlangen-Nürnberg

Mit der Stiftung von zwei Professuren im Bereich der Hormonforschung an der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg möchte der forschende Arzneimittelhersteller Pfizer Deutschland in Erlangen die seit über 20 Jahren bestehende wissenschaftliche Kooperation fortsetzen und es der Medizinischen Fakultät ermöglichen, ein überregionales Forschungs- und Kompetenzzentrum für den Bereich der Klinischen Endokrinologie und der Neuroendokrinologie zu schaffen bzw. auszubauen. Den zukünftigen Stelleninhabern soll mit den Stiftungsmitteln die Möglichkeit eröffnet werden, sich durch eigenständige Forschung zu profilieren und den Forschungsbereich voranzutreiben.

Die erste Stiftung fördert eine W2-Professur für Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie, die zweite für Neuroendokrinologie. Beide Stellen sind zunächst auf fünf Jahre begrenzt. Die Ausschreibung ist jüngst erfolgt. Die Bewerbungsfrist ist der 30. April 2006.

Mehr Informationen zu diesem Thema unter:
http://idw-online.de/pages/de/news152704

Stellenausschreibungen an der Universität Erlangen-Nürnberg:
http://www.uni-erlangen.de/infocenter/jobs/stellenangebote2
http://www.uni-erlangen.de/infocenter/jobs/stellenangebote1

20 Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppen
und Helmholtz-Nachwuchsgruppen

Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert junge, talentierte Forscher und Forscherinnen aus dem In- und Ausland mit der Möglichkeit der Einrichtung und Leitung eigener Arbeitsgruppen. Damit sollen optimale Bedingungen in einem forschungsintensiven Umfeld, frühe wissenschaftliche Selbständigkeit, enge Zusammenarbeit mit universitären Partnern sowie eine verlässliche Karriereperspektive, die auf nachgewiesener wissenschaftlicher Leistung beruht (‚Tenure Track’) gewährleistet werden. Gleichzeitig erhalten die Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen die Möglichkeit, Lehrerfahrung zu sammeln und die Befähigung zum (zur) Hochschullehrer(in) zu erwerben.

Das Angebot richtet sich an ausgewiesene Post-Doktoranden, 2 bis 6 Jahre nach Promotion (Erziehungszeiten können angerechnet werden), aus in- und ausländischen Einrichtungen, die in einem Helmholtz-Programm mitarbeiten wollen. Ein zusammenhängender 6-monatiger Forschungsaufenthalt im Ausland während der Promotion oder der Post-Doktorandenphase ist Voraussetzung für die Bewerbung. Die Bewerbungsfrist endet am 2. Mai 2006.

Informationen und Bewerbungsunterlagen unter:
http://www.helmholtz.de/de/Aktuelles/

Baden-Württemberg: Elite-Programm für
Postdoktoranden/Postdoktorandinnen

Die Landesstiftung Baden-Württemberg hat ein Programm zur Förderung von exzellentem wissenschaftlichem Nachwuchs für die Dauer von 2 Jahren bei einer Förderung von maximal 80.000 EUR für Infrastruktur (Personal-, Sach- und Investitionsmittel). Das Eliteprogramm für Postdoktorandinnen und Postdoktoranden bereitet junge, hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die Hochschullehrerlaufbahn vor. Die Bewerber und Bewerberinnen dürfen nicht älter als 32 Jahre sein. Bewerbungsfrist ist der 1. Juli 2006.

Mehr Informationen zu diesem Thema unter: 
http://www.landesstiftung-bw.de/ausschreibungen/bildung.php?aid=135

Neue Förderinitiativen der VW-Stiftung

Das Kuratorium der VolkswagenStiftung hat die Einrichtung zweier neuer Förderangebote beschlossen. Die “European Platform for Life Sciences, Mind Sciences, and the Humanities" soll die Vernetzung der Nachwuchsforscher und -forscherinnen, die im Grenzbereich von kognitiven Neurowissenschaften sowie Geistes- und Gesellschaftswissenschaften arbeiten vorantreiben - und zwar explizit über Disziplinen- und Ländergrenzen hinweg. Als erster Schritt ist dazu für Herbst 2006 ein Workshop geplant, der inhaltlich zur Identifizierung von Themen und strukturell zur Etablierung von Arbeitsgruppen dienen soll. Auch diese Arbeitsphase wird von der Stiftung begleitet; mittelfristig besteht zudem die Möglichkeit, einzelne Pilotprojekte zu unterstützen. Die maximal 40 Teilnehmer des Workshops werden im Rahmen eines mit Stichtag 1. Juni 2006 gestarteten Wettbewerbs ausgewählt. Von den Bewerbern wird dabei erwartet, dass nicht nur das eigene Forschungsthema dargestellt, sondern auch in einem Abstract ein kleines Projekt formuliert und die Motivation der Bewerbung erläutert wird.

Mehr Informationen zu dieser Ausschreibung unter:

http://www.volkswagenstiftung.de/foerderung/

Ebenfalls neu eingerichtet wird mit den "Schumpeter Fellowships" , benannt nach einem der erfolgreichsten Volkswirtschaftler des 20. Jahrhunderts, Joseph Alois Schumpeter. ein personenbezogenes Angebot für hoch qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler in den Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften. Gefördert werden, einzeln oder in kleinen Gruppen, exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit ihren Projekten Neuland erschließen wollen. Voraussetzung für eine Bewerbung ist unter anderem eine Promotion mit herausragendem Ergebnis, die nicht länger als fünf Jahre zurückliegen sollte; ebenso, dass die Person sich mit eigenständigen Beiträgen international zu positionieren vermag. Durchaus begrüßt wird auch, wenn neben den Wirtschafts-, Sozial- oder Rechtswissenschaften in die jeweiligen Forschungsvorhaben auch thematisch angrenzende Disziplinen eingebunden sind - wie etwa Mathematik, Physik, Psychologie, die Kognitions- und Neurowissenschaften, die Ingenieurwissenschaften, Philosophie oder Geschichte. Die ausführlichen Rahmenbedingungen dieser neuen Förderinitiative finden Sie ab Anfang Mai 2006 in einem "Merkblatt für Antragsteller" unter http://www.volkswagenstiftung.de/foerderung/herausforderungen.html.
Pro Jahr wird die Stiftung etwa acht bis zehn Schumpeter Fellowships vergeben; erstmaliger Bewerbungsschluss ist der 31. März 2007.
Beendet werden hingegen die beiden Förderinitiativen "Innovationsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft" (letzter Stichtag zur Antragstellung: 31. August 2006) und "Zusammenspiel von molekularen Konformationen und biologischer Funktion" (letzter Stichtag zur Antragstellung: 15. September 2006).

Mehr Informationen zu diesem Thema unter:
http://idw-online.de/pages/de/news152702


On the Radar
Trends und Entwicklungen im Forschungs- und Hochschulwesen.

Offensive der Bundesregierung für Innovation und Wachstum

Die Bundesregierung investiert in der laufenden Legislaturperiode zusätzlich sechs Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. "Das ist ein Aufbruchsignal für die Zukunft und eine enorme Schubkraft für den Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland", erklärte Bundesforschungsministerin Annette Schavan nach der Verabschiedung des Milliardenpakets durch das Bundeskabinett in Berlin. "Keine Bundesregierung hat bisher eine derartige Kraftanstrengung für Innovation und Wachstum unternommen.“ Bereits in diesem Jahr werden rund 700 Millionen Euro zur Verfügung stehen, im kommenden Jahr rund 1,3 Milliarden Euro, 2008 rund 1,8 Milliarden Euro und im Jahr 2009 rund 2,2 Milliarden Euro.
Ein Schwerpunkt des Innovationsprogramms werden die Spitzen- und Querschnittstechnologien wie die Informations-, Bio- und Nanotechnologie sowie die Raumfahrt sein. Ein zweites großes Segment des Sechs-Milliarden-Programms wird Schavan zufolge die Stärkung der Innovationskraft kleiner und mittlerer Unternehmen. Damit wird die mittelständische Innovationsbeteiligung erhöht, die Innovationsfinanzierung verbessert und die Verwertung von Forschungsergebnissen intensiviert. Unter anderem soll die Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen an der Projektförderung noch weiter erhöht werden. In einem dritten Themenfeld stärkt die Bundesregierung das deutsche Wissenschaftssystem mit Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Hierfür werden in diesem Jahr alleine zusätzlich rund 280 Millionen Euro investiert. Dazu gehört die Konkretisierung der von Bund und Ländern gemeinsam auf den Weg gebrachten Exzellenzinitiative für die Hochschulen, der Pakt für Forschung und Innovation mit seiner jährlichen dreiprozentigen Steigerung der Zuwendungen für die großen außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie der Bau von Großgeräten (wie dem Röntgenlaser XFEL oder dem Beschleunigerzentrum FAIR).
Weitere Informationen: http://www.bmbf.de/press/1763.php

Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI: Zehntausende zusätzlicher Arbeitsplätze in Pharmaindustrie

Bei jährlichen Wachstumsraten der Pharmaindustrie von weltweit acht bis elf Prozent könnte die Branche auch in Deutschland in den nächsten 15 Jahren zehntausende neuer Arbeitsplätze schaffen, einen großen Teil davon für hochqualifizierte Beschäftigte. Dieses Arbeitsplatzpotenzial lässt sich aber nur durch gezielte Maßnahmen zur Stärkung des Pharmastandorts erschließen, betonen das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe und die Unternehmensberatung A.T. Kearney in einer Studie zum Pharmastandort Deutschland. Die weltweit größten Pharmaunternehmen haben ihren Hauptsitz außerhalb Deutschlands, vor allem in den USA, in England und der Schweiz.

Eine Befragung im Rahmen der Studie hat sich mit den in Deutschland ansässigen Tochterunternehmen dieser größten Global-Player beschäftigt. Entgegen Vorurteilen stärken diese Tochterunternehmen den Wirtschaftsstandort Deutschland überproportional: So liegt der Akademikeranteil in diesen Tochterunternehmen bei 30 Prozent während er im Durchschnitt der deutschen Gesamtwirtschaft bei 15 Prozent stagniert. Ein weiteres Beispiel ist der Anteil der Frauen an den Akademikern. In den Pharmaunternehmen ist er bei 50 Prozent und zeigt, wie die befragten Unternehmen in hohem Maße die Kompetenzen von Frauen und die damit verbundenen Innovationspotenziale am Standort Deutschland nutzen.  Mittelfristig bietet die klinische Forschung das höchste Beschäftigungspotenzial, so Dr. Annett Tischendorf von A.T. Kearney.
Die Gesamtstudie (deutsch und englisch) ist als Download verfügbar unter:
http://www.isi.fraunhofer.de/pr/2006de/pri04/pri04.htm

European Platform of Women Scientists (EPWS) nimmt Arbeit auf

„Als 'Netzwerk der Netze' wird die EPWS die Förderung und Unterstützung von Wissenschaftlerinnen aus ganz Europa vorantreiben, ihnen eine stärkere Stimme in der wissenschaftspolitischen Debatte verleihen und Wissenschaftlerinnen stärker in die politischen Debatten einbinden.", erklärte EPWS-Generalsekretärin Dr. Maren Jochimsen die doppelte Zielrichtung der Plattform.
Zusammen mit derzeit vier EPWS-Mitarbeiterinnen sorgt Maren Jochimsen jetzt in Brüssel für ein erfolgreiches Networking und den Aufbau eines Sprachrohrs für Wissenschaftlerinnen. "Wir werden in den kommenden Monaten Mitglieder werben und Kontakt zu existierenden Netzwerken von Wissenschaftlerinnen aufnehmen", skizzierte Jochimsen die nächsten Schritte und rief die anwesenden Wissenschaftsorganisationen auf zu gegenseitigem Austausch und Dialog bei der Förderung von Wissenschaftlerinnen und der Berücksichtigung von Genderfragen in der wissenschaftlichen Forschung.
Die European Platform of Women Scientists wurde als Specific Support Action im 6. Europäischen Forschungsrahmenprogramm als eine internationale Non-Profit-Organisation nach belgischem Recht gegründet und hat im Februar dieses Jahres ihre Büroräume unweit des Place du Luxembourg, im Herzen der EU in Brüssel, bezogen.
Das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS bekam nach einem Call for Proposals den Zuschlag der Europäischen Kommission zum Aufbau der European Platform of Women Scientists. Das CEWS ist Abteilung des Informationszentrums Sozialwissenschaften in Bonn und steht als wissens- und forschungsbasierte Dienstleistungseinrichtung Wissenschaftlerinnen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wissenschaftsorganisationen und politischen Gremien mit seinen Leistungen zur Verfügung.

Mehr Informationen zu diesem Thema unter:
http://idw-online.de/pages/de/news153246

Welcome Centers: Ein Startservice für international mobile Wissenschaftler

International mobile Forscher werden weltweit umworben. Ihre Entscheidung für eine Universität hängt dabei oft nicht nur von wissenschaftlichen Faktoren ab, sondern auch davon, welche Unterstützung Forscher in administrativen Fragen sowie bei der Organisation des Aufenthaltes für sich und ihre Familien bekommen.

Aus diesem Grund hat die Alexander von Humboldt-Stiftung, die Deutsche Telekom Stiftung und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft einen Wettbewerb für weltoffene Universitäten in Deutschland gestartet. Gesucht werden Hochschulen, die mit neuen und originellen Ideen dafür sorgen, dass sich internationale Forscherinnen und Forscher in Deutschland willkommen fühlen und sich unter besten äußeren Bedingungen ganz auf ihre Arbeit konzentrieren können. Die drei Universitäten mit den besten Konzepten werden als "Welcome Centre für international mobile Forscher" ausgezeichnet und erhalten jeweils bis zu 125.000 Euro zur Verwirklichung ihrer Ideen.

Mehr Informationen zu diesem Thema unter: http://www.welcome-centres.de/

Kein Nachwuchs für den wissenschaftlichen Nachwuchs? Neue Studie aus NRW zieht Bilanz

Die Frage der Vereinbarkeit von Familie und Hochschulkarriere ist seit langem ein Thema, mit dem sich nicht nur die betreffenden Wissenschaftler/innen, Demografen, und Politiker beschäftigen, sondern das nun auch das Interesse der Wissenschaft  selbst geweckt hat. Eine Studie der Universität Dortmund untersuchte den Zusammenhang von Karrierebedingungen, Geschlecht und Kinderzahl beim wissenschaftlichen Nachwuchs an den Universitäten des Landes NRW. Das Fazit dieser großen Studie, der Vergleichsdaten von fast 22 000 Personen aus dem Jahre 2004 und 17 600 Personen aus dem Jahre 1994 zur Verfügung stand, ist eher ernüchternd und bestätigt leider ein weiteres Mal, dass es an deutschen Hochschulen auch weiterhin schwer ist, berufliche Karriere und Kinder zu vereinbaren. Ein Grund dafür könnte in den universitären Beschäftigungsverhältnissen und wissenschaftlichen Berufsperspektiven liegen, wie die Autoren der Studie, Nicole Auferkorte-Michaelis, Sigrid Metz-Goeckel, Jutta Wergen, Annette Klein u.a. vermuten.

Details zur Studie: http://zeus.zeit.de/online/2006/15/studie_dortmund.pdf
„Zeit“ - Artikel zum Thema: http://www.zeit.de/2006/15/B-Akademiker.xml


Um den GSO Newsletter zu abonnieren oder abzubestellen,
klicken Sie bitte auf folgenden Link.