GSO Newsletter April 2005
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GSO Treffen „Perspektiven für Wissenschaftler in Deutschland“ und „Fit for Germany Workshop“ in San Francisco - Jetzt anmelden! GSO Regionaltreffen Chicago „Fit for Germany Workshop“ – Bewerbertraining für deutsche Wissenschaftler
Out There Karriere und Förderung – Aktuelles
European Commission Unveils Seventh Framework Programme for Research 2007-2013 Open Call for Proposals for Euroscience Open Forum 2006 “Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften“ – Förderung der VolkswagenStiftung Weitere Programme und Fördermöglichkeiten (von GAIN)
On the Radar Trends und Entwicklungen im Forschungs- und Hochschulwesen
Persistence of Drop in U.S. Student Visas by Foreigners Reinvigorates Concerns among American Officials over ‘Standort Amerika’ Hochschulrektorenkonferenz fordert Wissenschaftstarifvertrag Interview und Portrait - Prof. Peter Walter BMBF fördert weiterhin Programm der Juniorprofessuren
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GSO Treffen „Perspektiven für Wissenschaftler in Deutschland“ und „Fit for Germany Workshop“ in San Francisco – Jetzt anmelden! Rund 80 deutsche Nachwuchswissenschaftler aus der Bay Area erwarten wir am 24. April 2005 auf dem Mission Bay Campus der UCSF zum Thema „Perspektiven für Wissenschaftler in Deutschland“, um über Entwicklungen des Wissenschaftsstandortes Deutschland zu beraten und berufliche Aussichten in Deutschland vorzustellen. Als Gastredner freuen wir uns, u.a. Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung sowie Herrn Dr. Michael Hartmer, Geschäftsführer des Deutschen Hochschulverbandes begrüßen zu können. Anläßlich des GSO Treffens lädt ferner der Deutsche Generalkonsul, Bernd Westphal, am Freitag, den 22. April 2005 zu einem Empfang in seine Residenz ein. Information und Anmeldung unter: <http://www.gsonet.org/de/upcomingEvents.htm>
GSO Regionaltreffen Chicago Entsprechend unseres Regionaltreffens in San Francisco findet am 5. Juni unser GSO Symposium in Chicago statt, zu dem wir herzlich alle registrierten GSO Scholars aus dem Großraum Chicago einladen. Als Gastredner erwarten wir u.a. Katherina Reiche, bildungspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sowie Herrn Dr. Hubert Detmer, 2. Geschäftsführer des Deutschen Hochschulverbandes. Das Deutsche Generalkonsulat lädt anläßlich des GSO Regionaltreffens am 3. Juni 2005 zu einem Empfang in das Goethe Institut Chicago ein. Informationen und Anmeldung unter: <http://www.gsonet.org/de/upcomingEvents.htm>
„Fit for Germany Workshop“ – Bewerbertraining für deutsche Wissenschaftler Am 23. April 2005 findet, ebenfalls auf dem Mission Bay Campus der UC San Francisco, der erste „Fit for Germany Workshop“ statt, den wir gemeinsam mit dem Deutschen Hochschulverband und McKinsey&Company veranstalten. Hier erhalten die Teilnehmer wertvolle Tipps und Informationen zu Berwerbungs- und Berufungsverfahren in Deutschland. Einen weiteren Workshop veranstalten wir anläßlich des dortigen GSO Regionaltreffens am 4. Juni 2005 in Chicago. Informationen und Anmeldung unter: <http://www.gsonet.org/de/upcomingEvents.htm>
Out There Karriere und Förderung - Aktuelles
European Commission Unveils Seventh Framework Programme for Research 2007-2013 The European Commission has unveiled the plans for the Seventh Framework Programme (FP7), spanning 2007-2013 with an overall budget of 73 billion euro. FP7’s seven-year budget represents more than a four-fold increase over that allocated for the five-year FP6 budget, which was described in our March newsletter (see “Mapping European Research”). FP7 continues moreover a focus on the development of the European Research Area (ERA).
FP7 remains as yet a plan, however, and the approval process by EU member governments is only beginning. For more details regarding the proposal and to follow the developments of its approval, refer to the European Union’s website here: <http://europa.eu.int/comm/research/>.
Open Call for Proposals for Euroscience Open Forum 2006 The Euroscience Open Forum 2006 (ESOF2006) announces an open call for proposals for either a scientific session or outreach activity with a deadline of June 15th, 2005. The 18 themes, which span the social, life and physical sciences are available here: <http://www.esof2006.org>.
ESOF2006, analogous to the American Association for the Advancement of Science (AAAS), marks the second pan-European General Science Meeting and will be held in Munich from July 15th-19th 2006, concurrent with the German National Science week (Wissenschaftssommer). (The first pan-European General Science Meeting held by ESOF in Stockholm of last year was reported on in the GSO September 2004 Newsletter). ESOF2006 is initiated by the Robert Bosch Stiftung and the Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft and will be hosted by Wissenschaft im Dialog (WiD), a nonprofit organization founded by the leading research Förderorganizationen in Germany. For more information and link to submit proposals, visit the homepage at <http://www.esof2006.org>.
„Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften“ – Förderung der VolkswagenStiftung Mit dem 1998 eingerichteten Programm "Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften" sollen die Geisteswissenschaften bei der Erprobung und Stärkung ihrer Leistungsfähigkeit in interdisziplinären und internationalen Arbeitszusammenhängen unterstützt werden. Weiterreichendes Ziel ist dabei, daß die Geisteswissenschaften auch in der Öffentlichkeit mehr Kontakt, Beachtung und Profil gewinnen. Nächster Stichtag für Anträge: 22. August 2005 Mehr Informationen unter <http://www.volkswagenstiftung.de>
Weitere Programme und Möglichkeiten (von GAIN) Foerderpreis fuer Schmerzforschung 2005 / Helmholtz Gemeinschaft richtet 18 neue Nachwuchsgruppen ein Informationen hierzu finden Sie unter folgendem <link>
On the Radar Trends und Entwicklungen im Forschungs- und Hochschulwesen
Persistence of Drop in U.S. Student Visas by Foreigners Reinvigorates Concerns among American Officials over ‘Standort Amerika’ The familiar problematic of ‘Standort Deutschland’ has been debated over the last two decades in policy discussions in Germany, and it has in more recent years become increasingly linked to innovation. In something of an interesting reversal of roles, perhaps we are now seeing the beginnings of a new preoccupation with ‘Standort Amerika.’ Whereas the U.S. is frequently cited as the most attractive host country in the world of the high-skilled, this attractiveness – presented almost always as an (impregnable) strength – also has a flipside and, as times increasingly show, entails a potential vulnerability. To be sure, such concerns are not new to American policy-making circles. There is however something of a new vigor and different nature to the post-September 11th dialogue in the United States. Read the entire article on the GSO website under: <http://www.gsonet.org/de/berichte.htm>.
Hochschulrektorenkonferenz fordert Wissenschaftstarifvertrag Anläßlich der zur Zeit laufenden Tarifverhandlungen zwischen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und den Gewerkschaften über einen "Tarifvertrag öffentlicher Dienst" kritisierte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Professor Dr. Peter Gaehtgens, die bislang fehlende Unterscheidung zwischen Hochschulangehörigen und Verwaltungsangestellten. Nach seiner Ansicht bedürfe es eines eigenen Wissenschaftstarifvertrages für Mitarbeiter der Hochschulen, um den besonderen Bedürfnissen der Universitäten gerecht zu werden. In diesem Zusammenhang verwies Präsident Gaehtgens auch erneut auf die seit Jahren erhobene Forderung der HRK nach Übertragung der Arbeitgebereigenschaft auf die Hochschulen. Mehr zu diesem Thema: <http://www.hrk.de/>
Interview und Portrait - Prof. Peter Walter Prof. Peter Walter Investigator Howard Hughes Medical Institute Prof. Dep. of Biochemistry & Biophysics UCSF
Peter Walter, geboren und aufgewachsen in Berlin, interessierte sich bereits in jungen Jahren für die Naturwissenschaften und insbesondere für chemische Zusammenhänge. So begann er nach dem Abitur ein Studium der Chemie an der Freien Universität Berlin und erhielt dort 1976 sein Vordiplom. Um seine für die Wissenschaft notwendigen Englischen Sprachkenntnisse auzubauen, ging er 1976 für ein Austauschprogramm an die Vanderbilt University in Nashville Tennesse und absolvierte dort in nur 9 Monate seinen Master of Science. Statt der ursprünglich geplanten Rückkehr nach Deutschland, wechselte er anschließend für ein PhD Programm an die Rockefeller University, wo er u.a. im Labor von Prof. Günter Blobel arbeitete, ein ebenfalls deutscher Wissenschaftler, der 1999 den Nobelpreis in Physiologie oder Medizin erhielt. Trotz mehrerer interessanter Angebote in Deutschland entschied sich Prof. Walter, nach seiner Zeit an der Rockefeller University, seine berufliche Karriere in den USA weiter fortzuführen. Wie er heute sagt, eine 50:50 Entscheidung, die auch private Gründe hatte. So kam er 1983 als Assistant Professor an die UCSF und ist heute Professor für Biochemie und Biophysik auf dem Mission Bay Campus sowie Investigator am Howard Hughes Medical Institute.
GSO: Prof. Walter, Sie leben seit über 25 Jahren in den USA. Wie ist heute Ihr Verhältnis zu Deutschland? Prof. Walter: Ich fühle mich auch heute noch sehr mit Deutschland verbunden. Nicht nur bin ich nach wie vor im Besitz meiner deutschen Staatsbürgerschaft, auch beruflich engagiere ich mich sehr für den Wissenschaftsstandort Deutschland, insbesondere als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Max Planck Institute Martinsried und Göttingen sowie im Institut für Genetik der Universität Köln.
GSO: Wie sehen Sie die Perspektiven für Wissenschaftler in Deutschland? Prof. Walter: Deutsche Wissenschaftler haben eine hervorragende universitäre Ausbildung in Deutschland genossen. Problematisch sind jedoch die begrenzten Optionen für die Weiterführung einer wissenschaftlichen Tätigkeit und hier inbesondere die mangelnde Förderung beim Aufbau unabhängiger Jungforschungsruppen.
GSO: Wo sehen Sie Ansätze für eine Verbesserung dieser Situation? Prof. Walter: Natürlich stehen die großen Reformbemühungen und Themen wie Exzellenzförderung, Eliteuniversitäten etc. in Deutschland im Vordergrund. Es gibt aber auch durchaus kleinere Maßnahmen, die relativ schnell umgesetzt werde können und die Arbeits- und Forschungsbedingungen für Wissenschaftler verbessern. So haben wir beispielsweise bei der einer Beiratssitzung dem MPI Martinsried vorgeschlagen, eine Cafeteria zu eröffnen, um für die dort tätigen Mitarbeitern einen Treffpunkt zu schaffen und den wissenschaftlichen Austausch mit Kollegen zu fördern. Dieser Vorschlag wurde sofort sehr erfolgreich umgesetzt.
GSO: Wie sieht Ihr Team an der UC San Francisco aus? Prof. Walter: In meinem Team habe ich zur Zeit 15 Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht der Philosophie der UCSF von kleinen Arbeitseinheiten, in denen eng zusammengearbeitet wird. Dieser direkte Kontakt und wissenschaftliche Austausch mit meinen Mitarbeitern ist mir sehr wichtig. Aus diesem Grund habe ich auch vor rund 15 Jahren eine Direktorenstelle am MPI Berlin abgelehnt. Meine Gruppe dort wäre mit ca. 50 Mitarbeitern sehr groß gewesen. Statt des direkten wissenschaftlichen Austausches mit dem Team wäre ich überwiegend organisatorisch tätig gewesen.
GSO: Was für Nationalitäten haben Ihre Mitarbeiter? Prof. Walter: Ich schätze vor allem die Internationalität in meinem Team. Die Hälfte der Wissenschaftler sind Amerikaner, die anderen kommen aus verschiedenen Ländern, wie z.B. Deutschland, Chile, Spanien, China, und Argentinien. Im Schnitt bleiben meine Mitarbeiter und insbesondere die Postdocs zwischen 3 und 6 Jahren im Institut und die meisten der ausländischen Postdocs kehren anschließend zurück in ihre Heimat.
GSO: Wann ist nach Ihrer Ansicht der richtige Zeitpunkt für ausländische Postdocs, in das Heimatland zurückzukehren? Prof. Walter: Es kommt grundsätzlich auf die jeweilige (berufliche) Situation des Wissenschaftlers an. Einen besonders günstigen oder ungünstigen Zeitpunkt gibt es nicht.
GSO: Gibt es nach 25 Jahren noch Dinge, die Sie aus Deutschland vermissen? Prof. Walter: San Francisco bietet eine sehr große Lebensqualität und trotzdem fehlt mir manchmal der typisch deutsche Lebensstil ...vor allem die Gemütlichkeit.
GSO: Herr Prof. Walter, vielen Dank für das Gespräch.
BMBF fördert weiterhin Programm der Juniorprofessuren Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert weiterhin die Einrichtung von Juniorprofessuren. In einer <Pressemitteilung> vom 10. April 2005 lobte Bundesministerin Buhlman insbesondere die Resonanz auf die Juniorprofessuren von Wissenschaftlern aus dem Ausland. So seien 14 % der Stellen mit Nachwuchswissenschaftlern aus dem Ausland besetzt, 2/3 davon rückkehrende deutsche Forscher. Auch der Frauenanteil von rund 28 % sei sehr erfreulich und bestätige dieses „Erfolgsmodell“.
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