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Nicht Berlin-Texas, aber Texas-Berlin: Chemieexperte Peter Strasser kehrt aus USA zur?k

Das Silicon Valley geh?t zu den Stationen von Peter Strasser, der einst bei dem Chemie-Nobelpreistr?er Gerhard Ertl promovierte. Nun hat der 39-j?rige Chemiker einen Ruf an die TU Berlin angenommen. Er ist einer von bislang 18 Wissenschaftlern, die die German Scholars Organization e.V. ?er das F?derprogramm „R?kkehr deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland“, das sie f? die Krupp-Stiftung durchgef?rt, zur?kgewinnen konnte.

Ausschlaggebend sei gewesen, dass sein Forschungsbereich, die Katalyse, an der technischen Universit? Berlin abgedeckt sei, so Strasser. Sein Forschungsziel: Den Platin-Katalysator billiger und besser zu machen. „Ich liebe die USA und werde auch weiterhin dort sein“, so Strasser auf die Frage, warum er sich zur R?kkehr entschlossen habe. „Aber auch Berlin traue ich viel zu, die Technische Universit? passt gut zu meinen Forschungsgebieten, das Umfeld stimmt.“ Zum Umfeld geh?t auch, dass die TU Berlin sich – zusammen mit anderen Partnern – f? ein Katalysecluster im Rahmen der Exzellenzinitiative profilieren konnte. Mit den F?dermitteln der Krupp-Stiftung in H?e von 100.000 € will Strasser neue Gro?er?e f? sein Labor anschaffen, die f? die Katalyse notwendig sind.

Diese Ger?e standen Strasser auch an der University of Houston zur Verf?ung, wo er seit 2004 als Assistent Professor t?ig war. Nach seiner Promotion vor fast zehn Jahren hatte er sich zun?hst f? eine kleine Firma im Silicon Valley entschieden, die ein ehemaliger Professor der University of California gegr?det hatte. Dort standen Roboter zur Verf?ung, mit denen die jungen Wissenschaftler in atemberaubendem Tempo Versuche durchf?ren konnten, um neue, k?stliche Werkstoffe zu finden: „Die Zahl der Experimente, die m?lich war mit diesen Maschinen, war ungleich h?er zu denen, die ein normaler Chemiker im Lauf eines Lebens h?te durchf?ren k?nen“, berichtet Strasser. „Die Wahrscheinlichkeit einer neuen Entdeckung war ungleich h?er.“ Die Aufbruchsstimmung im kleinen Team, in dem man zwischen Kittel und Anzug wechselte (der schnell angezogen wurde, wenn die Investoren kamen), machte ihm Spa?und befl?elte. Drei Patente konnte die Firma mit Peter Strasser als Entdecker anmelden. Nach dem B?sengang ging es allerdings mehr um die Rendite als um Entwicklung. Dem Chemiker Strasser wurde klar, dass er sich lieber wieder Richtung Grundlagenforschung orientieren wollte. Doch in Deutschland h?te er nach vier Jahren Industrie an der Universit? kaum noch eine Chance bekommen. So bewarb er sich in der "Hauptstadt der Energie", an der Universit? von Houston, Texas, als Assistenzprofessor. Die Belastung in der Lehre sei in den USA weniger; dort w?den auch die Stoffgebiete der Vorlesungen im Lehrk?per flexibler verteilt. Dass jemand dort bis an sein Lebensende dieselbe Vorlesung sei nicht denkbar. Was dem Betrachter von Fotos seines US-amerikanischen Laborteams sofort auff?lt, ist die multikulturelle Zusammensetzung von Strassers Team – die internationale Besetzung ist fĂĽr hiesige (Hochschul-) Verhältnisse ungewöhnlich. Aber auch in dieser Hinsicht gibt Strasser an der TU Impulse: Eine erste Vorlesung im Hauptstudium möchte er bald auf Englisch halten – als ersten Schritt sollen die Studenten mit englischen BĂĽchern arbeiten.
FĂĽr seine spannenden Vorhaben und Aufgaben wĂĽnschen wir Peter Strasser alles Gute!