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Die Interessenvertretung für
die molekularen
Biowissenschaftler in
Deutschland ist die
Gesellschaft für Biochemie
und Molekularbiologie (GBM).
Mit ihren 5500 Mitgliedern,
darunter rund 1000
Professoren, bietet sie ein
Netzwerk für alle - vom
Erstsemester bis zum
Institutsleiter. Ein Netz
von Kontaktpersonen vertritt
die traditionsreiche
Gesellschaft, deren Wurzeln
bis ins 19. Jahrhundert
zurückreichen, an allen
deutschen Universitäten
sowie bei zahlreichen großen
Forschungszentren.
GBM-Mitglieder sind ein
elementarer Bestandteil der
deutschen
Wissenschaftslandschaft bis
in die Förderinstitutionen
wie DFG und BMBF und
natürlich auch in die
kommerzielle Forschung in
Biotechnologie und
Pharmaindustrie hinein.
Die internationalen Tagungen
der GBM bieten die
Gelegenheit zum Austausch
mit führenden Experten ihres
Fachgebiets. Seit jeher ist
die GBM geistige Heimstätte
führender
Spitzenwissenschaftler, aus
ihren Reihen gingen mehrere
Nobelpreisträger hervor. Die
Deutsche
Forschungsgemeinschaft,
Journalisten, Behörden und
Fachverbände anderer
Disziplinen wenden sich an
die GBM, wenn sie Expertise
in Fragen der Biochemie und
molekularen
Biowissenschaften benötigen.
Künftig möchte sich die GBM
verstärkt einer Zielgruppe
zuwenden, die in jüngerer
Zeit immer mehr in den Fokus
ihrer Aufmerksamkeit rückt:
„Junge Forscher gehen in
unserem Fach nach ihrer
Promotion meistens für ein
paar Jahre ins Ausland“,
sagt Tim Hucho, Sprecher des
Arbeitskreises
Nachwuchswissenschaftler bei
der GBM. „Wenn sie
zurückkommen, stehen sie oft
etwas verloren da.“
Tim Hucho hat es selbst
erlebt: Er forschte von 2002
bis 2005 an der University
of California in San
Francisco, um dann nach
Berlin zurückzukehren, wo er
heute eine Forschungsgruppe
am Max-Planck-Institut für
Molekulare Genetik leitet.
„Der Bedarf an Information,
Feedback und Tipps ist bei
PostDocs und jungen
Arbeitsgruppenleitern
immens“, umreisst er die
Probleme, denen sich der
Rückkehrer zunächst of
gegenüber sieht. „Habe ich
als Neuling eine Chance auf
einem heiß umkämpften Thema
zu reüssieren? Ist meine
Nische eine dunkle
Sackgasse? Wie manage ich
eine Arbeitsgruppe?
Habilitation, Stipendien-
und Antragsdschungel… oft
wünscht man sich erfahrene
Kollegen, die man um Rat
fragen kann. Und nicht immer
ist der Abteilungsleiter im
eigenen Haus derjenige, den
man zum Beispiel über ein
heikles Verhältnis zum
Abteilungsleiter befragen
möchte. Gerade wenn man
längere Zeit nicht im Land
war sind die Kontakte in
Deutschland jedoch anfangs
rar. Da ist der Start in
einer der 16 Studiengruppen
der GBM super, sich zu
präsentieren und zu
orientieren.“
In den USA hat Hucho auch
die GSO kennengelernt – und
sieht zahlreiche
Anknüpfungspunkte für eine
gemeinsame Arbeit. „Die GBM
kann den Expatriates eine
Menge Kontakte bieten“, sagt
Hucho. „Um während der Zeit
im Ausland Verbindung zur
Forschungsszene zuhause zu
halten und natürlich, um
nach der Rückkehr schneller
wieder Fuß zu fassen.“
Die GBM wiederum wünscht
sich Input und Informationen
von den Wissenschaftlern im
Ausland. Und möchte
ihrerseits die Verbindung zu
den Fachkollegen in den USA
und anderswo pflegen. „Wir
schicken den
Wissenschaftlern im Ausland
unser deutschsprachiges
Mitglieder-Magazin
BIOspektrum, das
weitgefächert über
Wissenschaft und
Wissenschaftpolitik in
Deutschland informiert,
überall hin nach“, sagt
Hucho. „Kostenfrei in jedes
Land der Welt.“ Und er
ermuntert die jungen
Kollegen: „Nehmt Kontakt
auf, damit wir für uns
Nachwuchswissenschaftler die
richtigen
Informationsquellen, Kurse,
Kontakte und Tagungsformate
organisieren!“
Zukünftig werden die GSO und
die GBM enger zusammen
arbeiten und gemeinsame
Projekte für
Nachwuchswissenschaftler
anbieten.
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Kontakt |
Dr.
Tim Hucho
Sprecher des Arbeitskreises
Nachwuchswissenschaftler der GBM
MPI für Molekulare Genetik
Ihnestraße 73
D-14195 Berlin
hucho@molgen.mpg.de
Homepage
Manfred Braun
Leiter der GBM-Geschäftsstelle
Mörfelder Landstraße 125
D-60598 Frankfurt/Main
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