Building Bridges: Spitzenforscher für Deutschland, Spitzenforschung in Deutschland


Deutschland braucht kluge Köpfe. Wer keine Bodenschätze vorweisen, kein Öl fördern kann, der muss auf Menschen setzen, auf die Kraft ihrer Gedanken und Taten. Diese Erkenntnis ist nicht neu, hat jedoch angesichts von Globalisierung und demografischem Wandel an existenzieller Bedeutung gewonnen. Denn Deutschland kann seinen Bedarf an klugen Köpfen inzwischen nicht mehr decken. Zahlreiche Unternehmen klagen bereits heute über einen akuten Fachkräftemangel – auch und gerade in der Forschung. Demografiebedingt wird sich die Situation in den nächsten Jahren weiter verschärfen – nicht nur in Deutschland. Und so hat der weltweite Kampf um die besten Köpfe längst begonnen. Deutschland spielt dabei jedoch nicht (mehr) in der Spitzengruppe mit. Einerseits verlassen deutsche Wissenschaftler in immer größerer Zahl das Land. Andererseits profitiert Deutschland nicht von der zunehmenden Mobilität Hochqualifizierter. Die deutsche Auswanderungsbilanz ist inzwischen negativ.

Genau dieses Problem des wachsenden „brain drain“ adressiert die Veranstaltung „Building Bridges: Spitzenforscher für Deutschland, Spitzenforschung in Deutschland“, die von der German Scholars Organization e.V. veranstaltet wird. Im Zentrum steht dabei der Dialog mit und die Unterstützung der Zielgruppe, – den ausgewanderten deutschen Wissenschaftlern. Diese werden aus allen Teilen der Welt für eine viertägige Veranstaltung nach Berlin eingeladen – mit dem mittelbaren Ziel, sie für den Standort Deutschland zurückzugewinnen.

„Building Bridges“ umfasst drei Teile: Eine „GSO Career Academy“, einen „GSO Career Campus“ und schließlich eine 1,5–tägige Konferenz. Im Rahmen der beiden ersten Teile geht es um die konkrete Vorbereitung der Teilnehmer auf einen erfolgreichen Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt, inklusive der Herstellung der dafür nötigen Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern. Im dritten Teil, der Konferenz, öffnet sich das Projekt stärker nach außen und bezieht Politik, Wirtschaft, Stiftungen und Verbände mit ein. Hier werden konkrete Erfolgsfaktoren für die Beförderung von Spitzenforschung und Innovation in Deutschland und die Erhöhung der Attraktivität des Standorts Deutschland für Wissenschaftler weltweit erarbeitet. Darüber hinaus sollen Politik und Unternehmen stärker für die Thematik des „brain drain“ sensibilisiert werden. Wichtig ist schließlich auch die von der Konferenz ausgehende Signalfunktion: Deutschland lässt seine besten Köpfe nicht tatenlos ziehen, sondern bemüht sich aktiv um sie und ihre Rückgewinnung.

Veranstaltungstermin: 22.-25. Juni 2011, Berlin


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