Derzeit können leider keine Anträge für das Programm eingereicht werden

Ziel der Förderinitiative ist es, Deutschlands Universitäten bei der Berufung medizinischer Spitzenforscher aus dem Ausland auf Professuren in Deutschland zu unterstützen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Gewinnung derjenigen Mediziner, die sich im Ausland um die produktive Verbindung von klinischer Tätigkeit und hochrangiger, mechanismenorientierter Forschung verdient gemacht haben. Sie sollen ihr im Ausland erworbenes Wissen und ihre Erfahrungen als „Brückenbauer“ zwischen Forschung und Klinik an Deutschlands Universitäten einsetzen und damit zum Fortschritt der klinisch orientierten medizinischen Forschung in Deutschland beitragen.

Berufungen von herausragenden Medizinern, die zum Zeitpunkt der Ruferteilung an einer ausländischen Hochschule tätig sind, an eine Universität in Deutschland können im Rahmen der Initiative mit maximal 250.000 Euro gefördert werden. Entscheidend ist dabei, dass die Mittel von der Universität flexibel beantragt werden können, um den Bedürfnissen des jeweiligen Kandidaten zu entsprechen und ihm ein konkurrenzfähiges Berufungsangebot vorlegen zu können.

Träger der Förderinitiative sind die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) mit Sitz in Bad Homburg und die German Scholars Organization e.V. (GSO) mit Sitz in Berlin. Die EKFS stellt für die Initiative eine Fördersumme von insgesamt 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Durchführung des Programms zeichnet die GSO verantwortlich.

 

Antragsvoraussetzungen

  • Antragsberechtigt sind private und öffentliche Universitäten in Deutschland. Bei gemeinsamen Berufungen können auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen an der Bewerbung beteiligt sein. In diesem Fall sollte die Zusammenarbeit der beiden Institutionen und die Rolle des zu Berufenden im Antrag geschildert werden.
  • Förderfähig sind alle Fächer der klinisch orientierten medizinischen Forschung.
  • Bei der zu besetzenden Position muss es sich um eine W1-/W2-/W3-Professur handeln. Auch befristete und Tenure Track-Professuren sind förderfähig.
  • Der zu berufende Kandidat muss vor der Berufung mindestens zwei Jahre im Ausland (d.h. außerhalb Deutschlands) wissenschaftlich tätig gewesen sein.
  • Das Programm ist offen für Forscher aller Nationalitäten, d.h. auch für deutsche Rückkehrer.
  • Die Antragsstellung kann nur dann erfolgen, wenn ein Ruf erteilt, aber vom Kandidaten noch nicht angenommen wurde.
  • Nimmt der Kandidat den Ruf an, bevor eine Förderentscheidung getroffen wurde, ist eine Förderung nicht mehr möglich.

Antragsprozess

Anträge auf Förderung sind nicht an bestimmte Fristen gebunden und können jederzeit gestellt werden. Antragsteller ist jeweils die Universitätsleitung.

Anträge sind auf dem Postweg einzureichen. Bitte verwenden Sie hierfür die auf dieser Seite zum Download bereitstehenden GSO-Formulare. Um den Bearbeitungsprozess zu beschleunigen, können Sie uns die Antragsunterlagen zusätzlich elektronisch zukommen lassen.

Jeder Antrag wird von einer festen Auswahlkommission unter Einbeziehung eines externen Fachgutachters geprüft und in einer Einzelfallbetrachtung zeitnah entschieden.

Jeder Antrag muss folgende Elemente umfassen:

  • Antragsformular (bitte verwenden Sie hierzu das GSO-Formular)
  • Schreiben der Hochschulleitung (Rektor oder Präsident) mit ausführlicher Erläuterung:
    • der Entscheidung für den Kandidaten
    • der strategischen Bedeutung der Professur im Gesamtgefüge der Universität
    • der Notwendigkeit zusätzlicher Mittel, um den Kandidaten gewinnen zu können
    • der mit der Berufung verbundene zu erwartende Ertrag für das Fach, die Hochschule und die Forschung in Deutschland
  • Ausschreibungstext der Professur
  • Lebenslauf des Kandidaten inklusive vollständiger Publikationsliste
  • Protokoll bzw. Abschlussbericht der Berufungskommission (einschließlich der externen wissenschaftlichen Gutachten)
  • Detaillierte Darstellung des finanziellen Eigenbeitrags der Hochschule (eine tabellarische Übersicht der Personalstellen und Sachmittel, welche die Einzel- und Gesamtbeträge sowie laufende Mittel und Einmalinvestitionen in genauer Höhe ausweist)
  • Detaillierte Darstellung der beabsichtigten Verwendung der beantragten Mittel (bitte verwenden Sie hierzu das GSO-Formular)
  • Zusage, dass die Professur im Falle einer Förderung in geeigneter Weise mit dem Namen der Stiftung verbunden wird.
  • Liegt ein ausformuliertes Konzept des Kandidaten für die Gestaltung der Professur und die dafür benötigten Mittel vor, legen Sie dies bitte zusätzlich bei.

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie das Einverständnis aller externen Gutachter der Berufungskommission zur Weitergabe der Gutachten eingeholt haben. Selbstverständlich behandeln wir alle Antragsunterlagen in unserem Begutachtungsprozess vertraulich.

Fördermodalitäten

  • In gut begründeten Ausnahmefällen ist eine Beantragung von bis zu 250.000 Euro möglich. Im Regelfall sollte die beantragte Fördersumme jedoch unter dem maximal möglichen Förderbetrag liegen. Die bewilligte Fördersumme wird, je nach geplanter Verwendung, einmalig oder in jährlichen Tranchen über einen Zeitraum von maximal fünf Jahren ausgeschüttet.
  • Die Mittel stehen grundsätzlich für alle im Zusammenhang mit der Professur anfallenden Kostenarten zur Verfügung. Die Universität muss zum Zeitpunkt der Antragstellung darlegen, wie die Mittel verwendet werden sollen. An diese Planung ist sie gebunden.
  • Die antragsgemäße Verwendung der Mittel ist gegenüber der GSO nach Abschluss der Förderung nachzuweisen.
  • Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt.
Sämtliche Angaben beziehen sich auf Angehörige beider Geschlechter.
(Stand: November 2014)

 

Kontakt

Daniel H. Wagner
Leiter Beratung/ Förderprogramme
German Scholars Organization e.V.
Friedrichstr. 60
10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 206 799 67
Fax: +49 (0)30 206 287 69
E-Mail: wagner@gsonet.org

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