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FU Nachrichten 4-2004
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Auch die Unternehmen stehen vor einem
Generationswechsel
Wolfgang Benz (50) ist Personalchef des Pharma-Unternehmens
Schering, das seinen Sitz in Berlin hat. Er spricht über den Brain
Drain und Chancen, junge Leute in Deutschland zu halten.
Die Bundesregierung fordert wiederholt, dass sich die deutschen
Unternehmen stärker als bisher darum kümmern, deutsche Forscher
aus Übersee zurückzuholen. Wie stehen Sie dazu?
Alle deutschen Arbeitgeber, dazu gehören die Hochschulen wie die
Unternehmen in der Wirtschaft, sind aufgefordert, die fähigsten
Leute nach Deutschland zu holen. Allerdings brauchen wir dazu
konkrete, umsetzbare Maßnahmen. Deshalb beteiligt sich Schering am
neuen Netzwerk German Scholars Organization (GSO). Solche
Netzwerke müssen nun laufen lernen.
Warum engagiert sich Schering bei GSO?
Bisher haben sich junge Wissenschaftler zu stark auf die
Hochschulen als Arbeitgeber konzentriert, zumal auf die
Hochschulen in den nächsten Jahren ein enormer Generationswechsel
zukommt. Doch es gibt eine Karriere außerhalb der akademischen
Laufbahn, denn auch aus den Forschungs- und
Entwicklungsabteilungen in der Industrie scheiden viele
Leistungsträger aus Altersgründen aus. Wir befürchten, dass wir
unseren Bedarf an fähigen Forschern nicht decken können.
Wie viele Stellen kann die Schering AG zurück kommenden
Wissenschaftlern bieten?
Wir stellen im Jahr zwischen vierzig und fünfzig Forscher ein,
nicht nur aus Übersee und natürlich nicht nur deutsche
Wissenschaftler, die aus den USA nach Deutschland zurück möchten.
Wichtiger erscheint mir, den Wissenschaftlern drüben zu zeigen,
dass sie hierzulande nicht vergessen sind. Die deutschen
Hochschulen und Unternehmen sind durchaus konkurrenzfähig, wenn es
um die besten und fähigsten Köpfe geht.
Das Gespräch führte Heiko Schwarzburger.
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